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Bekannt ist der Mercedes Benz 200D vor allem als das meist gefahrene Taxi seiner Zeit. Die deutlich schwächer motorisierten  Dieselvarianten des Mercedes Benz W 110, 190D und 200D, verkauften sich wesentlich besser als die Benziner.

Bis zum Erscheinen des Opel Rekord 2100 D im Jahre 1972 war Mercedes nach der Einstellung des Borgward 1800 Diesel in Deutschland alleine auf weiter Flur, wenn es um die Verwendung der Selbstzünder ging.

Mercedes Benz 200D © flickr / skidrd

Die Dieselversionen des W110 waren vor allem wegen ihrer Langlebigkeit und Zuverlässigkeit in Verbindung mit ihrem geringen Treibstoffverbrauch und dem großen Kofferraum als Taxi in Deutschland und der Welt sehr beliebt. Obwohl sie mit 55 PS und 127 km/h Spitze über relativ wenig Motorleistung verfügten, liefen beide Versionen in den Produktionsjahren 1961 bis 1968 insgesamt 387.263 Mal vom Band. Die bis zu 120 PS starken Benziner brachten es trotz drei verschiedenen Modelle „nur“ auf 241.019 produzierte Exemplare.    [...mehr]


Nein, dies ist kein Scherz. 1957 erhielt der Chefkonstrukteur von Opel, Dr.-Ing. Karl Stief, vom amerikanischen Mutterkonzern General-Motors die Order, einen „perfekten Anti-VW“ zu entwickeln. Der Opel Kadett A 1000 sollte die Marktdominanz des VW Käfers brechen.

Der erste seiner Art war der Kadett freilich nicht. Schon in den 30er Jahren des vergangenen Jahrhunderts wurde in Rüsselsheim ein Fahrzeug mit dem Namen „Kadett“ gefertigt.

Opel Kadett A 1000 © Wikipedia

Vom „neuen“ Kadett erfuhr die Öffentlichkeit sehr wenig. Erst als in Bochum eigens ein neues Werk gebaut wurde, deutete es sich an, dass Opel ein neues Modell in Planung hatte. Mehr, als dass es ein Kleinwagen werden sollte, erfuhr man aber jetzt auch noch nicht.

Sehr viel Informationen über die Entwicklungszeit des Kadett sind bis heute nicht bekannt. Opels Heimlichtuerei war in dieser Hinsicht ein voller Erfolg.    [...mehr]


Bei der Marke Honda denkt man nicht an Oldtimer. Kaum jemand erinnert sich an vierrädrige Hondas, die älter sind als die erste Generation des Civics. Und doch hat der einzige neben Toyota unabhängige Fahrzeughersteller der Autowelt einige Automobile geschenkt, die Anerkennung verdienen.

Es verwundert nicht wirklich, dass Honda immer noch hauptsächlich mit Motorrädern in Verbindung gebracht wird, zumindest in Europa. Dies ist vor allem der Präsenz der Motorradmarke im Rennsport, dank Valentino Rossi, und dem guten Ruf der ihrer Bikes geschuldet.

Honda Z600 © Wikipedia / Charles01

Zudem ist das 1948 gegründete Unternehmen erst seit Mitte der 1960er im Automobilbau präsent und beschränkt sich nicht nur auf KFZs, sondern ist auch im Flugzeugbau und der Elektronik tätig.

Der Honda Z ist nun ebenso klein wie selten. Vielleicht ist dies auch der Grund, warum er in Europa alles andere als einen Wiedererkennungswert besitzt. Gerade einmal von 1970 bis 1974 wurde es produziert, das Coupé auf Basis der Limousine N600. Und auch dem einzigen Nachfolger, der 1998 wieder ein „Z“ im Namen trug, blieb ein langfristiger Erfolg versagt.    [...mehr]


Eigentlich ist der Typ 85Q ein Audi 80, nur eben mit dem berühmten Quattro-Antrieb. Die Bezeichnung Typ 85Q war ursprünglich nur ein Werksinterna, wurde aber schnell auch außerhalb der Werke in Ingolstadt gebräuchlich.

Der Audi 80 B wurde 1978 als Nachfolger der ersten Modellserie vorgestellt. Für das Design zeichnete sich  zuerst Claus Luthe verantwortlich. Als dieser aber zu BMW wechselte, übernahm Giorgio Giuiaro die Regie bei dem Projekt.

Audi Quattro Typ 85 © flickr / The Car Spy

Dementsprechend wurde das Modellprogramm der Ingolstädter neu geordnet. Nachdem der „Urquattro“ 1980 als einziges in Großserie produziertes Straßenfahrzeug mit Allradantrieb seine Erfolgsserie startete, wurde das Quattro-Logo zum Markenzeichen aller Allrader von Audi und ziert bis heute in jeder Modellreihe mehrere Fahrzeugtypen.

1982 erhielt auch der Audi 80 einen Quattro-Antrieb. Äußerlich wurde der 80 dem Coupé und dem „Urquattro“ angepasst, was Kenner der Fahrzeuggeschichte ein wenig schmunzeln lässt, sind doch das Audi Coupé und der Quattro eigentlich selbst Ableger des Audi 80B.    [...mehr]


Als Schüssel für Kleinstadtproleten mit Pornobalken verschrien, der Fahrer Zielobjekt unzähliger Witzeleien und Klischees, von Fuchsschwänzen, Spoilern, Breitreifen und Rallyestreifen verunstaltet und trotzdem nicht nur bei Liebhabern mit einseitiger Bräunung am linken Unterarm Kult… . Oder vielleicht gerade deswegen?

Gemessen an den Stückzahlen waren die beiden Manta-Serien ein voller Erfolg. 1.056.436 Wagen wurden verkauft und allein 557.940 davon waren B’s. Der letzte von ihnen, ein weißer Manta B GSI, rollte am 28. August 1988 direkt vom Werksgelände ins Museum. Seit dem lebt und leidet der Manta B unter seinem mehr oder weniger legendären Ruf.

Opel Manta B © flickr / Stuart Fleming

Der Urmanta, der Manta A von 1970, erinnerte sehr an die klassischen Pony-Cars aus Amerika, musste aber mit wesentlich weniger Motorleistung auskommen. Das Coupé der Limousine Opel Ascona A brachte es in der stärksten Serienmotorisierung gerade einmal auf 1,9 Liter Hubraum und 90 PS. Auch der Capri, mit dem die Amerikaner den Erfolg ihres Ford Mustangs auch in Europa fortführen wollten, konnte in Sachen Motorleistung nicht annähernd mit dem amerikanischen Vorbild mithalten. Es war eher die sportliche Karosserie, die bei den deutschen „Pony-Cars“ zum Verkaufsargument avancierte.    [...mehr]


Sportwagen aus Italien haben etwas ganz besonderes. Ob nun Ferrari, Lamborghini oder Maserati, seit Jahrzehnten lassen diese Namen die Herzen der Sportwagen-Fans höher schlagen.

Seit 1914 gibt es die Marke mit dem Dreizack. Die Firma, die ursprünglich in  Bologna als Società Anonima Officine Alfieri Maserati gegründet wurde, gehört heute zum Fiat-Konzern.

Maserati Merak © flickr / exfordy

In den 1950ern erreichte sie einen größeren Bekanntheitsgrad durch die Erfolge ihrer Sportwagen im Motorsport, darunter auch die Formel-1-Weltmeisterschaft 1957 durch Juan Manuel Fangio am Steuer des 250 F.

Bereits 1937 verlor Maserati seine Eigenständigkeit und wurde in das Industrieimperium von Adolfo Orsi eingegliedert. Ab 1968 war der französische Konzern Citroën Hauptaktionär der Firma aus Italien.

Sie gehörten ebenfalls noch zu Citroën als Maserati 1972 und 1973 den Bora und den Merak in Serie schickte. Der Bora war der erste Sportwagen der italienischen Marke mit Mittelmotor. Auch der Merak war mit diesem Aggregat ausgerüstet, nur mit weniger Leistung.

War der Bora noch mit einem V8 ausgestattet, so musste der Merak nur mit einem Drei-Liter-V6 auskommen, der auch im Citroën SM seine Touren ableistete. Auch die Bremsanlage und das ovale Armaturenbrett entstammten dem französischen Konzernbruder.

Im Gegensatz zum Bora war die Heckpartie nicht voll verglast, sondern besaß eine abgeflachte Haube. Lediglich zwei Stege nahmen die ursprüngliche Form auf und rundeten den Sportwagen zum Heck hin ab. Ein Vorteil des V6 war seine geringere Größe. Der Merak hatte damit noch Platz für 2 weitere Sitze hinter der Fahrersitzbank.

In dieser Form wurde der Merak bis 1976 gebaut. Aber bereits 1975 rüsteten die Italiener den Merak SS mit einen stärkeren Drei-Liter-Motor aus. Zwei Jahre später brachten sie zusätzlich einen V6 mit 2 Litern Hubraum auf den Markt, da neuerdings in Italien höhere Steuern für Fahrzeuge mit mehr als 2 Litern anfielen.

1980 kam die schnellste Variante des Merak auf den Markt. Der SS Tipo 80 leistete 220 PS bei 6.500 U/min und brachte es auch eine Höchstgeschwindigkeit von 245 km/h.

1982 stellte Maserati schließlich die Produktion ein.

Auch heute noch ist dieser Maserati, der nach einem Stern im Sternbild des Großen Bären benannt wurde, ein beliebter Klassiker, wobei es natürlich immer schwerer wird, gut erhaltene Exemplare zu finden, da Maserati ja nicht unbedingt zu den Großserienproduzenten gehört.

Sie sind aber durchaus schon für 25.000 Euro zu haben.




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Dieser Jaguar ist unverwechselbar. Seit 1961 gibt es den Sportwagen mit der langen Schnauze und nicht nur Romanheld Jerry Cotton war ihm von Anfang an verfallen.

Am 15. März 1961 durfte ihn die Autowelt auf dem Genfer Autosalon das erste mal bestaunen. Der Straßenabkömmling des Rennwagens Jaguar D-Type kam mit einem Sechszylinder mit 3781 cm³ und 269 PS daher.

Jaguar E-Type © flickr / Darren Copley

Das Design  von Malcolm Sayer war so aufregend und zweideutig, dass der E-Type vielleicht nicht ganz zu unrecht als Potenz-Karre karikiert wurde. Phallussymbol hin oder her, dieses Cabrio ist eine Legende.

Den ersten Prototypen gab es bereits 1958, doch erst 1961 kam er dann wirklich, der E-Type.
Mit einem maximalen Drehmoment von 352 Nm bei 5500 Umdrehungen die Minute schaffte er den Sprint von 0 auf 100 km/h in ca. 7 Sekunden.

1963 kam der E-Type als “Lightweiht” mit einer Aluminiumkarosserie daher und 1964 folgte eine  4,2-Liter-Version des Jaguars.

Bis 1966 sollte es dauern, bis der Jaguar mit der unverschämt langen Schnauze auch als Coupé erhältlich war.

1971 erfolgte dann noch einmal eine Leistungssteigerung. Ein V12 mit 5,3 Litern Hubraum versorgte den E-Type V12 nun mit 275 PS. Dieser Bezinschlucker hatte es aber während der Ölkrise in den 70ern sehr schwer. 1974 stellte Jaguar schließlich die Produktion des E-Types ein.    [...mehr]


Die amerikanischen Muscle-Cars sind Legenden, der Sound eines V8 ist unvergleichlich. Ob Pontiac GTO, Chevy Impala oder der Dodge Charger, sie sind der Inbegriff amerikanischer Automobil-Kultur.

Daher verwundert es kaum, dass in den letzten Jahren viele dieser alten Boliden ein Revival im Retro-Stil erlebt haben. Auch vom Dodge Charger gibt es mittlerweile ein neues Modell, welches unverkennbar die Züge des Klassikers von 1966 trägt.

Dodge Charger © flickr / Dr. Keats

Bereits 1964 stellte Dodge das erste Konzept ihres “Coupés” vor. Erst 1966 kam nach mehreren Kleinserien der Dodge Charger als Großserie auf den Mark und dies ganz der Zielgruppe entsprechend ausschließlich mit V8-Motorisierung.

Amerikanische Muscle-Cars waren vornehmlich auf ein junges Publikum konzipiert. Die große Motorisierung, das sportliche Design und der relativ geringe Preis im Vergleich zur Limousine sollten vor allem junge Käufer ansprechen. Der Charger bildete da keine Ausnahme.

Bereits 1968 überarbeitete Dodge die Modellreihe und brachte einen neuen, noch schnittigeren Charger auf den Markt. 1970 folgte dann die nächste Generation. Mit den neuen, strengeren Emissionsgesetzen in den USA brach so langsam in den Jahren ab 1974 das Ende der Muscle-Car-Ära an.    [...mehr]


Trabant P50 ©wikipedia

Als man 1953 den ersten Prototypen des Trabant P50 im VEB Forschungs- und Entwicklungswerk entwarf, war noch nicht absehbar, welchen Kultstatus das Auto aus Pappe einmal erreichen sollte. Bis zur politischen Wende 1989 war der Trabant der Volkswagen der DDR, zu dem es eigentlich nur eine Alternative gab - den Wartburg, der aber nie den Bekanntheitsgrad des „Trabbi“ erreichen sollte.

Wer seinen Trabant unmittelbar nach dem politischen Umbruch nicht gleich für wenig Geld verscherbelte und stattdessen etwas Geduld bewies, kann sich heutzutage freuen, denn der Trabant gehört inzwischen zu den beliebtesten Oldtimern dieser Republik. Gerade die älteren Generationen verbinden mit dem „Volkswagen“ des Ostens liebevolle Erinnerungen und wollen diese mit einem Trabant wieder aufleben lassen.

Der Trabant P50, dessen Name von den 500ccm Hubraum abgeleitet ist, war das erste Modell, welches auf den Markt gelangen sollte. Am 10. Juli 1958 wurde mit dem Beginn der Serienproduktion eine völlig neue Ära eingeleitet werden, die erst im Jahr 1991 ein jähes Ende finden sollte.

Der P50 verfügte über einen luftgekühlter Zweizylinder-Zweitaktmotor mit 13,2 kW bei 3.750 U/min, dies entsprach knapp 18PS. Mit einer Höchstgeschwindigkeit von 90 km/h war der kleine Flitzer aufgrund seiner 620 Kilogramm Gewicht recht schnell unterwegs, auch wenn dies aus heutiger Sicht sehr langsam erscheint. Nur knapp ein Jahr später erfuhr der Trabant P50 eine erste Modifizierung, so erhielt der P50 einen „Z“-Motor mit 14,7 kW (20 PS).

Für die damalige Zeit war die Einführung des Trabants von politischer Bedeutung, die heute kaum noch nachvollziehbar ist. Stattdessen überwiegt inzwischen die Begeisterung für das Fahrzeug an sich – die Verarbeitung, die Technik und das Flair.
Wer einmal in Genuss gekommen ist, wird dies auch verstehen können.    [...mehr]


Autor: Florian

VW Jetta - Youngtimer wikipedia©Sven Storbeck

Eine genaue gesetzliche Definition ist für die Bezeichnung Youngtimer in deutschen Gesetzbüchern nicht zu finden, stattdessen hat sich im Laufe der Zeit der Youngtimer als Mittel der Wahrnehmung etabliert. So kann es durchaus vorkommen, dass Autos des gleichen Baujahres als Oldtimer beziehungsweise Youngtimer eingestuft wird. Für Besitzer ist die Einstufung entscheidend, denn dadurch ergeben sich möglicherweise Vergünstigungen bei Steuern und Autoversicherung.

Als Datierungsbeginn haben sich die 15 Jahre durchgesetzt, was aber nicht unbedingt bindend sein muss. Überschreitet das Fahrzeug das Alter von 15 Jahren, kann es als Youngtimer eingestuft werden. Als klassische Youngtimer werden der Ford Capri, der Opel Manta, der VW Scirocco und der Mercedes-Benz W123 in den Listen der Hersteller geführt. Wobei selbst Klassiker wie der Ford Fiesta in seiner ersten Generation durchaus als Youngtimer gilt, wobei der kleine Flitzer bereits seit 1976 produziert wird und mit seinen 30 Jahren an der Grenze zu den Oldtimern kratzt.

Das wichtigste Kriterium für die Einstufung scheint ihre Alltagstauglichkeit zu sein. Dank schon modern anmutender Technik wie Antiblockiersystem, Klimaanlage und elektronische Fensterheber entsprechen sie mehr den Vorstellungen eines modernen Fahrzeugs als klassische Oldtimer. Mit ein wenig Pflege und Zuneigung können Youngtimer problemlos in den Alltag integriert werden. Allerdings muss man sich mit der gesetzlichen Regelung für die Autokennzeichen vertraut machen, um einerseits Steuern zu sparen und andererseits eine gültige Zulassung zu erhalten. So gibt es für das 07-Kennzeichen seit dem vergangenen Jahr eine Neuregelung in Sachen Steuern und Versicherung, die man beachten sollte. Mittels eines Tarifrechners könnte man die für sich beste Versicherung herausfinden.

Wie schnell man in diese Regelung fällt, überrascht so manchen Autofahrer selbst. Moderne Baureihen wie der Ford Focus, VW Vento und Jetta können teilweise oder demnächst schon als Youngtimer eingestuft werden.    [...mehr]


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