Historische Premium-Kompaktwagen: Oldsmobile Omega

Mit dem Modellnamen Omgea werden die meisten Opel verbinden. Doch auch die GM-Division Oldsmobile hatte einen Omgea – lange vor Rüsselsheim.

Der erste Oldsmobile Omega kam zum Modelljahr 1974 heraus und war ein leicht modifiziertes Derivat des Chevrolet Nova mit Hinterradantrieb; weitere nahe Verwandte waren Buick Apollo und Skylark sowie der Pontiac Ventura, später Phoenix genannt. Vom Nova hob sich der Omega durch Details wie den Kühlergrill, die Rückleuchten und die verwendeten Embleme. Den Olds gab es als zweitüriges Coupé, ein dreitüriges Heckklappen-Coupé und eine viertürige Limousine in einer einzigen Ausstattungsvariante, befeuert von einem 4,1-Liter-Reihensechser mit 101 PS oder einem 183 PS leistenden 5,7-Liter-V8.

Oldsmobile Omega-Programm vergrößert sich

1975 wurde dem Basis-Omega der Omega Salon zur Seite gestellt, der in allen drei Karosserieversionen erhältlich war und eine noblere Ausstattung aufwies; Mittelkonsole, Einzelsitze vorn und Automatikgetriebe waren beim Oldsmobile Omega Salon Standard. 1976 kam dem Olds ein Facelift mit neuem Kühlergrill zuteil. Neu im Angebot gab es das Omega F85-Coupé als günstigere Einstiegsvariante und den den Omega Salon ablösenden Omega Brougham. Die Basis-Coupés waren auch in sportlichem SX-Trimm zu haben. Ein neuer 4,3-Liter-V8 erweiterte das Motoren-Programm zum Trio.

Oldsmobile folgt 1979 dem Trend der Zeit – leider

Der Oldsmobile Omega erhielt 1977 abermals eine neue Kühlergrillblende und andere Heckleuchten. Den bisherige Reichensechser beerbte ein 106 PS starker 3,8-Liter-V6. Zum Modelljahr 1978 dünnte Oldsmobile das Modellprogramm aus; der F-85 und das dreitürige Brougham-Coupé mit Heckklappe entfielen. Den 4,3-l-V8 löste einen 5.0-l-V8 ab. 1979 gab’s mal wieder einen neuen Kühlergrill. Der Olds Omega der ersten Generation entstand in rund 335.000 Einheiten. Dem nachfolgenden Fronttriebler wollen wir uns erst einmal nicht widmen.