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Als die Chevrolet Corvette 1963 in zweiter Baureihe die Fans begeisterte, hatte sich auch unter der Fiberglas-Karosserie einiges getan: Die Corvette C2 war nun ein echter Sportwagen.

1963 Corvette C2 ©flickr / Pat Durkin
Das konnte die anfangs extrem erfolglose Corvette C1 nie von sich behaupten. Die neue Chevrolet Corvette überraschte jedoch mit vier einzeln aufgehängten Rädern – die Benchmark Ferrari 400 Superamerica hatte noch eine Starrachse - und einer knackigen Fiberglashülle, deren scharf auslaufender Boattail ein geteiltes Heckfenster aufwies. Das fiel zwar schon im nächsten Modelljahr dem Rotstift – angeblich der schlechten Sichtbarkeit wegen zum Opfer, doch waren es aus optischer Sicht das so genannte Split Window und die Klappscheinwerfer, die die Corvette C2 zur Ikone machten.    [...mehr]


Als der Chevy Camaro der zweiten Generation 1970 eingeführt werden sollte, verzögerte ein Streik dies lange. So wurden Camaro SS, Camaro Z28 und Co. erst spät als 1970 1/2-Modelle eingeführt.

Chevy Camaro Z28 der späten 70er ©flickr /MGSpiller
Der neue Chevy Camaro war optisch nicht wieder zu erkennen: Aus dem Hardtop-Coupe war ein Fastback geworden, die Cabrios entfielen komplett. Die Linienführung war reich an italienischer Inspiration und durchaus gelungen. Als größtes Aggregat war der LS6 Big Block geplant, doch stellte schließlich der bereits bekannte 396 cui V8 das Maximum dar, nun allerdings der Emissionen wegen auf 402 cui aufgebohrt. Der Camaro SS, den dieser V8 befeuerte, war mit 350 PS aber immer noch ein echtes Muscle Car. Wer ihn mit der Camaro RS-Option kombinierte, erhielt zudem Stummelstoßstangen und eine verlängerte Grilleinsatz.    [...mehr]


Als Ford 194 den Mustang lancierte, waren bei GM die Gesichter lang. Als für 1967 der Chevrolet Camaro angekündigt wurde, musste Ford rasch nachlegen.

Chevrolet Camaro RS/SS von 1969 ©flickr / zombieite

Denn der Chevrolet Camaro war von Anfang an als Muscle Car geplant worden und war breit genug, auch einen Big Block V8 aufzunehmen. Ford zog nach, aber der 67er Mustang wurde nicht so ein Hit wie das Pony Car von 1964 – zu viele Mitbewerber rangen um die Gunst der jungen Kunden. Und Chevy bot einiges: Das als Coupe und Cabrio erhältliche Fahrzeug war mit zwei albernen Sechszylinder und – viel wichtiger – vier V8-Motoren geliefert, die zwischen 255 und 375 PS lieferten. Wer mit seinem Händler auf „Du“ war, konnte sogar 425 Pferde ordern. Das Optikpaket vom Camaro RS mit den verdeckten Scheinwerfen sowie die rasanten Camaro SS und Z28 sorgten für weitere Begeisterung, sodass 220.906 Exemplare verkauft werden konnten.    [...mehr]


Der Chevy Nova wurde 1962 als Chevy II dem Kompaktwagen Corvair als Stallgenosse zugeordnet. Wer an der Ampel vorne mitfahren wollte, bestellte den Nova SS.

Chevy Nova SS ©flickr / davef3138

In dieser Ausstattungslinie ging im biederen Chevy Nova so einiges. SS stand für dabei für Super Sport, und damit war nicht zuviel versprochen. Wer es vor allem geradeaus wissen wollte, entschied sich in der dritten Nova-Baureihe ab 1968 für den großen Big Block SS 396. Der V8 mobilisierte aus 6,5 l Hubraum 350 oder gar 375 PS und weit über 500 Nm Drehmoment. Damit ging es in 14,5 Sekunden über die Viertelmeile – in einem Auto dem äußerlich ähnlich viel Sportsgeist zugemessen wurde wie einem Landrover Defender. Damit brachte der eher dezente Nova SS so manches größere Muscle Car in ernste Bedrängnis.    [...mehr]


Ihre Namen klingen nach Kraft. Egal ob Camaro, Nomad oder Chevelle, man hört förmlich schon das Brüllen des V8 und spürt den Benzingeruch in der Nase. Muscle-Cars sind der Inbegriff amerikanische Automobilkultur.

Und der 1970er Chevrolet Chevelle 454 SS ist ein solches Kraftpaket in Reinkultur.

Chevrolet Chevelle 454 SS © flickr / dave_7

Typisch für Muscle-Cars ist der Chevelle eigentlich die “Sparversion” des Chevrolet Malibu, kleiner leichter, günstiger. Dennoch ist er mit einem getunten Big-Block-Motor ausgerüstet, der sonst zwei Tonnen schwere Familienlimousinen antreibt. Ergänzt mit einem straffen Fahrwerk, Scheibenbremsen, Doppelrohrauspuff, schwarzem Interieur und  Rallystreifen kann es der Chevelle problemlos mit dem Pontiac GTO und Dodge Charger aufnehmen.

Zudem hat der SS 454 hin und wieder das Glück gehabt, unter seiner Haube die legendäre LS6-Maschine zu beherbergen. Dieses Aggregat, welches aus Versicherungsgründung nicht in der offiziellen Orderliste stand und demnach nur unter dem Ladentisch zu haben war, leistet noch einmal gute 90 PS mehr als der “normale” 454-Cui-V8 mit 7,4 Litern und 360 PS. Maximal 450 PS brachte der Chevelle so auf die Straße.

Chevrolet Chevelle 454 SS © flickr / dave_7

So viel Kraft braucht viel Atem. Am Ende der Motorhaube sorgt eine “Coal Induction” für die nötige Sauerstoffzufuhr. Bei hören Geschwindigkeiten presst die Luftströmung die Frischluft entgegen der Fahrtrichtung in den Luftfilter. Der “Super Sport” hat so viel Kraft, dass die Hinterräder selbst bei 50 km/h noch durchdrehen.

In 5,4 Sekunden bringt er es aus dem Stand auf 100 km/h, wenn der Fahrer es dann schafft, den Druck auf die Straße zu bringen. Bei einem Drehmoment von 750 Nm bei 3.600 Umdrehungen ist dies bei diesem Klassiker keine leichte Aufgabe.    [...mehr]


Der Traum vom Oldtimer flickr©extranoise

Wenn man einmal auf einem Oldtimer-Automarkt oder einer Oldtimer-Auktionen gewesen ist, wird man recht schnell feststellen, dass der Kauf eines Klassikers schon einen recht großen Geldbeutel benötigt. Wer möchte nicht gern mal einen Chevrotel Bel Air oder einen Rolls Royce für ein Wochenende sein Eigen nennen? Dieser Wunsch kann bei einer Oldtimervermietung erfüllt werden.

So kann man sich beispielsweise im Internet sein Oldtimer aussuchen und ihn gleich fürs Wochenende reservieren.

Ähnlich wie bei Vermietung für moderne Wagen kann man sich bereits im Vorfeld über die vorhandenen Modelle informieren und schauen, ob der gewünschte Klassiker gemietet werden kann. Zwar ist die Auswahl, wie man sich vorstellen kann, etwas beschränkter und man muss sich auch auf längere Wartezeiten einstellen, wenn man genaue Vorstellungen von seinem Auto hat. Da im Frühling und im Sommer sich Cabrios einer großen Beliebtheit erfreuen, kann es hier zu erheblichen Wartezeiten kommen, weil der Bestand äußerst begrenzt ist.

Ansonsten lassen sich mit einer Oldtimer-Vermietung Träume erfüllen, die man sich möglicherweise früher nicht leisten konnte. Ein typisches Beispiel hierfür ist der Ford Capri, ein Sportwagencoupé, der früher ein Prestigeobjekt gewesen war und heute ein beliebter Klassiker. Aber auch Filmautos aus den Zeiten eines James Dean locken viele Mieter. Noch einmal zurück in die 60er Jahre, wo ein Auto noch ein Auto gewesen war, mit verchromten Scheinwerfern und einer Karosserie aus Stahl.

Die Preise variieren natürlich nach dem Seltenheitswert der Fahrzeuge. Einen Ford Capri gibt es beispielsweise schon für 180 Euro pro Tag, während man für einen Jaguar E-Typ 330 Euro berappen muss. In diesen Preisen sind die Versicherungen schon inbegriffen, die natürlich wesentlich höher angesiedelt sind als bei herkömmlichen Wagen. Ansonsten steht dem Fahrspaß nichts mehr im Weg.    [...mehr]


Chevrolet Bel Air  flickr©chefranden

Kaum ein anderes Auto stand in den 50er und 60er Jahren für die Automobile in Amerika wie der Chevrolet Bel Air. Die Baureihe, die von Chevrolet zwischen 1953 und 1975 fabriziert wurde, war das absolute Topmodell auf dem Markt und war für viele Amerikaner der Traumwagen schlechthin.

Noch heute erfreut sich der Chevrolet Bel Air als Oldtimer einer riesigen Beliebtheit. Als Cabrio-Version findet sich in fast jeder größeren Stadt der USA noch ein Exemplar, welches bei Sonnenschein durch die City cruist und neidvolle Blicke auf sich zieht. Das Besondere am Chevrolet Bel Air waren jedoch seine zahlreichen Extras, die heute wie selbstverständlich zu Chevrolet Bel Air wikipedia©ChiemseeManeinem Fahrzeug gehören, aber in den 50er Jahren fast revolutionär anmuteten. Automatikgetriebe, Servolenkung, Servobremse sowie Klimaanlage gehörten zum Standard des Chevrolet Bel Air.

Beim Motor würde man heutzutage die Augen verdrehen, denn ein Hubraum zwischen 3,8 Liter und 4,6 Liter ist kaum noch zu finden. Der V-8 Motor mit seinen bis zu 283 PS gaben dem Chevrolet Bel Air genügend Kraft, um den bulligen Riesen in zehn Sekunden von Null auf Hundert zu beschleunigen. Die Höchstgeschwindigkeit von 165 km/h war zwar schon Standard, aber für einen Familienwagen nicht. Das Raumangebot im Chevrolet Bel Air war riesig, denn seine Maße betrugen 4,97 Meter Länge und 1,83 Meter Breite.

Da man als Käufer zudem eine große Auswahl an Modellen vorfand, wurde der Chevrolet Bel Air schnell ein Publikumsrenner. Die Limousine mit zwei oder vier Türen, das Cabrio oder das Hard-Top sind nur eine kleine Auswahl dessen. Der Chevrolet Bel Air verkörperte das neue Selbstverständnis der Amerikaner und wurde nicht umsonst zu einem der wertvollsten Autos der Vergangenheit gewählt.



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