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Der Toyota MR2 traf den Automarkt unerwartet. Als Egopusher für Popper und Yuppies kam der kleine Toyota Pkw aber gerade recht.

Toyota MR2 – das stand nach Ansicht der Japaner für „Midengined Rearwheel-Drive Two-seater“, während die Franzosen „Merde“ verstanden und daraufhin weiter Alpine fuhren. Dennoch zählt der Youngtimer MR2 zu den großen Entwürfen der Japaner, die von 1984 bis 1989 gebaute erste generation erfreut sich besonders in den USA in verschiedenen Motorsport-Disziplinen weiterhin großer Beliebtheit. Was den Toyota Pkw, der als Targa und Coupe erhältlich war, zum Schreck arrivierter Sportwagen machte, war dessen durch den Mittelmotor herausragende Fahrdynamik und die Leichtigkeit der Konstruktion – 960 bis 1.060 kg lagen gerade mal an. [...mehr]
Der Mercedes 190 war auch stets unter dem Beinamen „Baby Benz“ bekannt. Doch was damals revolutionär war, fährt sich heute immer noch gut – vor allem der 190 E.

Das Auto Mercedes 190 war die Antwort auf Ölkrise und dem resultierenden Kundenwunsch nach kleineren Autos. Doch einfach im Maßstab verkleinern ging nicht, wie sich bald herausstellte. So wurde der Mercedes 190 komplett neu entworfen – und ein voller Erfolg. Die Gewichtsvorgabe von 1.000 kg wurde mit Leegewichten von 1.080 bis 1340 kg eingehalten und half sofort beim Kraftstoff sparen. Als der Mercedes W201 1982 in die Autohäuser rollte, ähnelte die Motorenpalette der des größeren W123: Träge und äußerst solide Saugdiesel im 190 D, Vergaser im 190 und schließ Benzineinspritzung im 190 E. [...mehr]
Nicht viel Autos werden als miesester Wagen des Jahrhunderts gekürt – der Yugo schaffte das spielend. Dennoch schafft es der Zastava Yugo, satte 27 Jahre lang produziert zu werden.

Zum ersten Mal in seiner automobilen Geschichte kreierte der jugoslawische Großkonzern Zastava selbst ein Fahrzeug, anstatt wie bisher Fiat Autos in Lizenz nachzubauen. Patriotisch Yugo benannt, lief der Kleinstwagen ab 1981 vom Band – und verstörte die westlichen Exportmärkte. Denn dem Erstlingsmodell Yugo 45 fehlte es vor allem an akzeptabler Ausstattung und Verarbeitungsqualität. Die namensgebenden 45 PS, mobilisiert durch einen 0,9 Liter-Fiat Motor mit Weber Vergaser waren jedoch ausreichend, das vielfach auf einem Fiat 127 basierende Auto aufgrund seiner 825 kg Gewicht adäquat voranzutreiben. [...mehr]
Der Zastava 101 dürfte vielen optisch bekannt vorkommen. Tatsächlich ist das kleine Zastava Auto ein Lizenznachbau auf Fiat Basis.

Dem Zastava 101 liegt der Fiat 128 zugrunde – der wurde von 1969 bis 1980 gebaut und in Deutschland noch bis 1982 in insgesamt 306.444 Exemplaren verkauft. Der 101 Skala, wie das seit 1971 in Lizenz gebaute Zastava-Auto korrekt heißt, läuft serbischen Kragujevac noch immer vom Band – zum Preis von 270.000 Dinar, rund 3.200 Euro, gibt es einen Neuwagen-Oldtimer. Freilich ist das Interieur mit viel Plastik „modernisiert“, den manuellen Choke gibt es aber immer noch. Gar nicht mal so wenige, nämlich 13.500 dieser skurrilen Autos werden gebaut – pro Jahr! Ob der deutsche TÜV diese „Neuwagen“ freigibt, ist fraglich, die älteren Versionen sind innen ohnehin um Längen ansehnlicher. [...mehr]
Unfassbar, dass dem zackigen Fiat X1/9 die drögen Pandas und Unos folgten. Das Fiat Coupe überzeugte hingegen durch Fahrdynamik und maßgeschneiderte Karosserie.

Der Fiat X1/9 – das waren noch Zeiten: Während heute irgendwas turbogeladenes an den Vorerrädern von Punto und Co. zerrt, gab es damals ein Fiat Coupe mit Mittelmotor. Erstklassigg. Die von Altmeister Bertone geschneiderte Karosserie war knackig und saß prächtig. Wem’s zu warm wurde, der entfernte einfach das Targa-Dach. Alles toll, aber abgeschaut – immerhin vom Porsche 914 und nicht irgendwem. Andererseits: Besser konnte der Fiat 850 Sportspider ab der Markteinführung im Jahr 1972 gar nicht ersetzt werden. Die Klappscheinwerfer zeugten ebenfalls vom sportlichen Anspruch. [...mehr]
Der Maserati Ghibli vereinte Anmut und Performance in herausragender Art und Weise. Für viele gilt dieser als der schönste Maserati überhaupt.

Mit dem Maserati Ghibli wurde alljene betuchten Kunden glücklich, die den viertürigen Quattroporte fürzu bieder und Sebring sowie Mistral für zu langsam befanden. Giorgietto Giugiaro zeichnete eine sachliche, aber keinesfalls langweilige Karosserie, die auf 459 cm Länge gerade einmal zwei Peronen unterbrachte, durch die geringe Höhe von 116 cm aber unglaublich elegant wirkte. Dem Ghibli Coupe, das 1966 auf den Automarkt kam, folgte 1969 der Ghibli Spider. Bis zur Einstellung 1973 verließen 1149 Coupes und 125 Cabrios die Bänder – nicht viel, doch mit rund 73.000 DM war der Maserati Ghibli auch kein billiges Vergnügen. [...mehr]
Der Lamborghini Countach zeigte noch mehr als sein Vorgänger Miura den Anspruch der Sportwagen- und Traktorenfirma: Der Lambo verwies die gesamte Konkurrenz auf die Plätze.

Im Lamborghini Countach saß der V12-Motor schön längs vor der Hinterachse und sorgte mit 375 PS in der Erstversion Countach LP400 für ungestümen Vorwärtsdrang und ausgezeichnete Gewichtsverteilung. Ein geradezu dramatisches Erscheinungsbild machte den Lambo mit Alukarosse auf Gitterrohrahmen interessant für alle furchtlosen Herrenfahrer. Innen wurde der Countach dank der großen wie flachen Fenster sowie der Motorabwärme rasch unangenehm heiß, doch bei 295 km/h Spitze brachten geöffnete Schiebefenster zumindest etwas Abkühlung in das von 1974 bis 1990 gebaute Mittelmotor-Coupe. [...mehr]
Der Ferrari Testarossa war neben dem Lamborghini Countach eine der Stilikonen der 80er Jahre. Berühmt wurde der Sportwagen als Dienstwagen in „Miami Vice“.

Der weiße Ferrari Testarossa wurde dem Produktionsteam um Crocket und Tubbs auf Order von Enzo Ferrari selbst kostenlos zur Verfügung gestellt, um anstelle der Daytona-Replika einen echten Flitzer mit dem Cavallo Rapante zu zeigen. Nachdem Ferrari als Antwort auf Lamborghini Miura und Countach in den 70ern selbst einige Mittelmotor-Sportwagen entwickelte hatte, war es 1984 an der Zeit, den 512 BB abzulösen. Die „5“ stand dabei für 5 l Hubraum, die 12 für ein Dutzend Zylinder. Das traf auch auf den Testarossa zu, dem beachtliche 390 PS und 490 Nm Drehmoment zur Verfügung standen. [...mehr]
Der Alpine A310 begeisterte vor allem durch schmissiges Design. Doch den Porsche Rivalen konnte der A310 Renault nicht wie erhofft bringen.
Im Alpine A310 sorgte wie in seinem Rallye-erprobten Vorgänger A110 ein Heckmotor für Vortrieb. Doch im Gegensatz zum leichten A110 brachte der A310 Renault keine Lorbeeren für herausragende Performance ein: Im ab 1971 produzierten Renault Alpine A310 steckten zunächst ebenfalls Vierzylinder (110 bis 124 PS), die jedoch mit dem nun mindestens 840 kg betragenden Gesamtgewicht Probleme hatten; der Alpine A110 wog lediglich zwischen 600 und 700 kg. Als ab 1976 der mit Peugeot und Volvo zusammen entwickelte PRV-V6 Einzug hielt, war zumindest erheblich mehr Drehmoment – 204 Nm – vorhanden. [...mehr]
Als der Lagonda Aston Martin im Jahr 1978 einige dynamisch orientierte Limousinen-Käufer in die Autohäuser bringen sollte, reagierten diese verschreckt: War der Aston Martin Lagonda wirklich zum Fahren gedacht?

Der Aston Martin Lagonda konnte tatsächlich und auch schnell fahren; sein 5.3 V8 aus dem Sportwagen Aston Martin V8 leistete je nach Fertigungsjahr rund 300 PS, und schaffte die Limousine mit Automatik und über 2 t Leergewicht auf 230 km/h Höchstgeschwindigkeit. Preislich lag der Lagonda, dessen Name sich von einer von Firmenchef David Brown aufgekauften und verblichen Luxusmarke her ableitet, auf dem Niveau vom Rolls Royce Silver Spirit. Der Bentley Mulsanne Turbo R war in den späten 80ern günstiger und – sportlicher, wie ein Test von 1988 belegt. [...mehr]



