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Der VW Vento wurde 1992 in Brüssel als Nachfolger vom Jetta II präsentiert. Mit der neuen Bezeichnung wollte Volkswagen vor allem für den deutschen Markt einen Imagewechsel der als Langweilerkiste verschrieenen Fahrzeugs und so eine Verkaufsanstieg herbeiführen.

Der Vento hieß außerhalb Europas neue Modell weiterhin „VW Jetta“, da speziell in den USA der Name positiv konnotiert war. Der VW Vento wurde den geänderten Kundenwünschen nicht mehr mit zwei, sondern ausschließlich mit vier Türen gebaut. Die kompakte Limousine war in technisch baugleich mit dem Golf III und wie die Vorgänger eine Stufenheck-Version vom Golf. Neben der 36 cm längeren Karosserie ist der VW Youngtimer vom Golf III durch eckige Scheinwerfer, einen anderen Kühlergrill, ein leicht verändertes Armaturenbrett (bis Anfang 1994), lackierte Front- und Heckschürzen, 14-Zoll-Räder, weiße Blinker vorn sowie eine aufwendigere Türinnenverkleidung zu unterscheiden. [...mehr]
Die Mitte1984 lancierte erste Baureihe des Justy lag dem kleineren Subaru Rex zugrunde, baute aber breiter und länger. Außerdem glänzte der Kleinwagen mit Allradantrieb.

Der Subaru Justy hatte in Deutschland leichtes Spiel: soeben hatte der Audi Quattro Allrad in Pkw salonfähig gemacht, was Subaru dazu veranlasste, den Justy ausschließlich mit zuschaltbarem Allradantrieb anzubieten, während er etwa in Österreich als „Super-Justy 1.0S 2WD“ mit Vorderradantrieb erhältlich war. 1987 bekam der 354 bis 370 cm lange und 154 cm breite Justy optional ein stufenloses CVT-Getriebe anstelle der bisher lieferbaren Dreistufen-Automatik. Mitte 1989 erfuhr der drei- und fünftürig verfügbare Kleinwagen ein Facelift, während das Interieur bis auf wenige Details unverändert blieb. [...mehr]
Weggerostet, verschrottet, abgewrackt: Der Ford Orion der ersten Baureihe ist aus dem kollektiven Gedächtnis so gut wie völlig verschwunden. Gedenken wir dem 80ies-Modell.

Der Ford Orion wurde aus Zugzwang geboren: Natürlich konnte Ford nicht so einfach zusehen, wie Volkswagen dem Golf einen kastigen Kofferraum spendierte und das ganze dann Jetta nannte – immerhin waren die Ford-Kunden deutlich konservativer, aber in den frühen 80ern mit Uwe Bahnsens futuristischen Entwürfen konfrontiert. So wartete der Escort nicht nur mit Frontantrieb auf, was vermutlich noch akzeptiert worden wäre, sondern auch mit einem Schrägheck mit großer Heckklappe auf, was tatsächlich auch für Unmut sorgte. [...mehr]
Im Frühjahr 1991 debütierte der erste Benzin-Sechszylinder von Volkswagen. Die kompakte Bauart machte den Einsatz bei Fahrzeugen mit Frontantrieb und Quereinbau möglich, denn auch beim Golf 3 VR6 sind die Platzverhältnisse unter der Motorhaube limitiert.
Um Golf 3, Vento, Corrado und Passat sowie den T4 Bus mit einem benzingetriebenen Sechszylinder zu versehen, musste Volkswagen erst einmal ein passendes Aggregat für den Einsatz als mit Quermotor mit Frontantrieb entwickeln. Bei kompakten Abmessungen boten diese Modelle einen größtmöglichen Innenraum, sodass selbst Vento und Golf 3 VR6 zu realisieren waren. Als Komfortfeature waren längs eingebaute Sechszylinder mit kultiviertem und leisem Lauf in der automobilen Oberklasse etwa bei Mercedes, BMW und Opel fest etabliert, doch ihre Baugröße erfordert entsprechende Einbauverhältnisse. [...mehr]


Mit dem Opel Corsa TR sollten die konservative Kunden im Kleinwagen-Segment gelockt werden. Doch in Deutschland wollte sich kaum einer als solcher erkennen lassen.

Der Opel Corsa TR darf als Antwort auf den anfänglichen erfolg des VW Derby gewertet werden. Die Wolfsburger bauten ein Stufenheck an ihren Kleinwagen, die Rüsselsheimer hatten nichts Besseres zu tun, als es nachzumachen. Dazu kam der zeitliche Abstand: In Deutschland war der Corsa erst ab März 1983 als zweitürige Limousine (bis April 1985 „TR“ genannt) verfügbar. Da wollte den Derby schon längst keiner mehr haben. Ab 1985 gab es wie beim dreitürigen Schrägheck des Opel Corsa A auch Versionen mit vier bzw. fünf Türen. [...mehr]
Das Steilheck kam mit dem Polo II auf den Markt. Presse und Publikum waren auf der 1981er-IAA gleichermaßen überrascht: Ein Kleinwagen ganz ohne Schrägheck, vielmehr ein kompakter Kombi.

Der damals neue VW Polo bot bei nur wenig gewachsenen Abmessungen deutlich mehr Innenraum. Das Dach wurde bis ins Heck verlängert, der fast senkrechte Heckabschluss bewirkte maximales Ladevolumen, während es für die Hinterbänkler mehr Kopffreiheit gab. Schmale, senkrechte Rücklichter erlaubten eine möglichst breite Laderaumöffnung. Ein langes Seitenfenster und nach hinten gezogene Radläufe hoben auch in der Seitenansicht den Kombi im unter Herbert Schäfer gezeichneten Polo II hervor. Neu war das Design indes nicht, Chevrolet Vega Kammback und Ford Pinto Wagon waren ganz ähnlich gestaltet. Die Grundarchitektur des Vorgängers veränderte sich wenig, auch die schraubengefederte Starrachse hinten hatte Bestand. [...mehr]
Der VW Derby war nur bei seinem Erscheinen gefragt – 72.412 verkaufte Exemplaren im Einführungsjahr 1977. Danach ging es mit dem Derby rasch bergab.

Wer den VW Derby heute ins Gespräch bringt, wird das erkennen: Die meisten zucken ahnungslos mit den Schultern, während die wenigen wissenden meist dreckig lachen. Dabei war der Derby an sich clever konstruiert: Die kleine Limousine war eigentlich ein Polo mit Stufenheck, den sie anfangs sogar im Verkauf weit übertraf. Technisch basierte der Kleinwagen auf dem Schwestermodell Audi 50. Wie dieser hatte er einen vorne quer eingebauten Motor und Frontantrieb. Für das 730 kg leichte Auto waren die 0,9 bis 1,3 l großen Vierzylinder mit Leistungen von 40 bis 60 PS allemal ausreichend. [...mehr]
Die Modelle Toyota Crown und Celica nahmen an der Tagestour für junge Oldies teil. Toyota Oldtimer und Youngtimer hatten sich sportlich auf der Königsallee wie auch gleichmäßig in der Eifel zu beweisen.

Gleich zwei Toyota Oldtimer gingen am 4. Juni bei der Youngtimer Tour 2011 an den Start. Der Toyota Crown und der Celica verkörperten eindrucksvoll das vielseitige Angebot der Japaner. Den sportiven Auftritt stellte ein Toyota Celica mit dem Werkscode TA 22 sicher. Das 79 PS starke Coupé stellte zwischen 1970 und 1975 die fernöstliche Antwort zu amerikanischen Muscle-Cars und ihren europäischen Abkömmlingen mit Designanleihen beim Chevrolet Camaro wie auch beim Dodge Challenger dar. Schon 1971 wies das 1,6-Liter-Modell eine Fünfgang-Schaltung auf und war damit seinen Mitbewerbern weit voraus. [...mehr]
Der Suzuki Samurai, ab 1988 als modellgepflegter Nachfolger des ehrwürdigen Suzuki SJ eingeführt, ist ein echtes Multitalent. Auch in engsten Gegenden schlägt sich der Suzuki 4×4 Flitzer sich durch.

Dabei ist der Suzuki Samurai kein Schlaffi-SUV – wer den mit Softtop erhältlichen Wagen auch im Winter fuhr zeigte, was für eine harte Kante er war. Und auf widrigen Fahrbahnoberflächen zeigte der etwa 344 cm kurze sowie 154 cm schmale Geländewagen, was er draufhatte: Dem für die Alltagsnutzung gedachten Heckantrieb ließ sich der Suzuki 4×4-Antrieb zuschalten, gekrönt von einer Geländeuntersetzung. Elektronik? Allenfalls an der Transistor-Zündung und der TBI-Einspritzung. Dank der quasi nicht vorhandenen Überhänge fiel ihm das Erklimmen mit aktiviertem Allradantrieb von Böschungen denkbar leicht. [...mehr]
Von a bis o, quasi von Alpha bzw. Admiral bis Omega reichte neben dem griechische Alphabet auch die Hecktriebler-Historie bei Opel: Der Opel Omega B war der letzte dieser Art.

Der Opel Omega löste im Jahr 1986 den Opel Rekord als Fahrzeug der besseren Mittelklasse ab. Anfangs war ihm noch der Senator B übergeordnet, doch der verschwand 1993 aus dem Angebot. Da standen nun der ladefreudige Omega Caravan und die konservative gestaltete Omega-Limousine an der Spitze der Rüsselsheimer. Während der Kombi der bis 1993 gebauten Omega A-Reihe größtenteils exportiert oder abgewrackt ist, sind vom Opel Omega B Caravan noch deutlich mehr Exemplare unterwegs. Der Grund lautet in der Regel Gier: Satte 1800 Liter Volumen stehen bei umgelegter Rückbank bereit. [...mehr]


