» Ford
Nach Kriegsende waren zum Wiederaufbau vor allem Nutzfahrzeuge wie der Ford FK gefragt. Aus dem VW T1-Konkurrenten sollte der Dauerbrenner Ford Transit werden.

Der Ford Transit wurde in erster Generation ab 1953 in Köln gebaut und zunächst unter dem Namen Ford FK 1000 vermarktet. Die Abkürzung bedeutete Ford Köln und 1000 kg Nutzlast. Im modernen Onebox-Frontlenker-Design an den VW T1-Transporter angelehnt, unterschied sich der FK 1000 jedoch unter dem Blech grundlegend von der Wolfsburger Ikone: Komplette Neuentwicklung gegen Käfer-Plattform, wasserumspülter Frontmotor gegen luftumwehten Heckmotor, ebener Laderaum gegen hinteres, erhöhtes Motorenabteil. Der glatte Ladeboden vom Ford FK wurde jedoch mit den lärmend zwischen den Vordersitzen positionierten Reihenvierer aus dem Ford Taunus 12M erkauft, der zudem Fahrer und Beifahrer an die Seiten der Kabine drängte. [...mehr]
Wer die Beliebtheit des Ford F100 in den Staaten kennt, wird die Titelthese bestätigen. Doch auch hier findet der Ford Oldtimer zunehmend mehr Fans.

Der Ford F100 wurde im Herbst 1952 als ’53er Modell und Nachfolger des Ford F1 vorgestellt. Wie auch bei Chrysler und Chevrolet ging es darum, dem Pickup möglichst viel Optik und Komfort eines Personenwagens angedeihen zu lassen. Und tatsächlich steht der Ford Oldtimer seinen weniger ladefreudigen Verwandten von einst in kaum etwas nach: So gab es gegen Aufpreis ein Radio, Licht am Dachhimmel, Zigarettenanzünder, Sonnenblenden und Armlehnen. Der massive Kühlergrilleinsatz nahm Scheinwerfer sowie Blinker auf und verleih dem Nutzfahrzeug trotz aller Wuchtigkeit eine einzigartige, flotte Note. [...mehr]
Der Ford Galaxie war lange Zeit eines der wichtigen Volumenmodelle. Betrachten wir einmal den Galaxie 500, einen der besseren Vertreter der Baureihe.

Als Ford 1960 den Galaxie 500 einführte, war das Modell ohne Nummer bereits ein Jahr auf dem Markt und stellte das Gegenstück zum Chevrolet Impala und Plymouth Fury dar. Der Fullsize Ford wurde im Vorfeld der automobilen Aufrüstung zu den Muscle Car Wars mit dicken V8 Big Block-Motoren versehen, der 406 cui und der noch stärkere 427 V8 bildeten hier die Spitze. Auf dem Dragstrip waren die Ford Galaxie wegen höheren Gewichts den leichteren Pontiac Super Duty Catalina unterlegen, doch auf den Nascar–Ovalen auch aufgrund von GMs Rückzug eine echte Wucht, vor allem mit dem legendären Fred Lorenzen. [...mehr]
Wer in den 60er Jahren das Taunus Coupe für zu bieder befand, aber nicht auf die standfeste Kölner Mechanik verzichten wollte, griff kurzerhand zum Ford OSI.
Denn der Ford OSI verband einen robuste Technik mit dramatischem Design, das sich vor zeitgenössischen Coupes „echter“ Produzenten wie Iso Rivolta oder anderen italienischen Herstellern. Die Linienführung vom ehemaligen Taunus Coupe war und ist einsame Spitze, soviel Anmut und Dynamik gab es sonst nur für ein Vermögen. Die Abkürzung „OSI“ bedeutet „Officina Stampaggi Industriali“, die Karosserieschmiede. Deren Designer Sergio Sartorelli zeichnete auch den großen Karmann Ghia Typ 34. Beste Vorraussetzungen also. [...mehr]
Was den Deutschen der Ford Taunus, war den Briten der Ford Cortina. Das Mittelklasse-Fahrzeug erfreute sich auf der Insel größter Beliebtheit.

Der Ford Cortina brachte nicht grundlos Unmengen an Kunden in die Autohäuser – das Taunus-Pendant war stets modisch gestylt, bot ansprechende Motoren und überzeugte durch Zuverlässigkeit. Mit dem Ford Cortina Mk1 begann die Erfolgsgeschichte im Jahr 1962, die Karosserie ähnelte im Bereich der Heckflossen und runden Rücklichter dem 1959 Buick, was besonders durch den grünen Seitenstreifen der sportlichen Lotus Cortina betont wurde. Die Vierzylinder-Motoren leisteten zwischen 48 und 106 PS und wurden vorne bereits durch Scheibenbremsen gezähmt. [...mehr]
Wer das Ford Elite Coupe in den 70ern erwarb, erhielt einen echten Elitepartner: Das Personal Luxury Coupe war aufs angenehmste hin ausgestattet und trotzdem recht günstig.

Der Ford Elite war ein Schuss aus der Hüfte, eine fixe Reaktion: Die FoMoCo hatte zwar mit dem Ford Thunderbird bereits ein Personal Luxury Coupe im Portfolio, doch zogen Chevrolet Monte Carlo und Pontiac Grand Prix derart viele Kunden an, dass der banale Midsize Ford Torino für den Elite herhalten musste. Dem Elite Coupe – und nur in dieser Form erhältlich - wurde eine neue Front mit Einzelscheinwerfern und andere Opera Windows in der C-Säule verpasst. Der Ford Elite verschleierte seine unedle Herkunft im ersten Modelljahr 1974 nicht einmal, komplett hieß das Modell „Gran Torino Elite“. [...mehr]
Als Ford 1972 die große Granada-Consul-Reihe lancierte, löste der Ford Consul den deutschen 17M bzw. den britischen Zephyr 4 ab. Der Granada beerbte die 20M und 26M bzw. die Sechszylinder-Fahrzeuge Zephyr 6 und Zodiac von der Insel.

Der Ford Consul ist vom Granada auf den ersten Blick durch seine massive horizontale Grillstrebe zu unterscheiden. Wie sein opulenter ausgestatteter Bruder war der Consul als zwei- und viertürige Limousine erhältlich, als Fließheckcoupe sowie als Ford Kombi „Turnier“ mit gewaltigen 2,18 m³ Laderaum. Die Mittelklasse-Wagen wurden von der Presse als zu amerikanisch mit zu dick aufgetragenem Hüftschwung kritisiert – speziell das Coupe sah nach Entfernung des Coke-Bottle-Shape erheblich dynamischer aus. Die größeren Ford-Motoren, die der Granada nutzte, waren jedoch optional ebenfalls erhältlich, so etwa der laufruhige 2.3-l-V6 mit 108 PS im Consul GT oder der gar der dicke 3.0 Essex V6 mit 138 PS. Durch die erste Ölkrise stiegen die Unterhaltskosten merklich, was sich auf mangelndes Interesse beim Ford-Autohändler auswirkte; obendrein hatte der Granada auch den Premiumanspruch, sodass der Ford Consul schließlich 1975 eingestellt wurde. [...mehr]
Der Ford Granada wurde in den Ford-Werken in Köln und Dagenham produziert. Zeitgleich wurde auch in den USA ein Modell unter dem Namen Ford Granada gebaut, was mit dem kultigen, eckigen Karosserie der deutschen Produktion aber nur den Namen gemeinsam hat.
Der Ford Granada wurde nach der andalusischen Stadt Granada benannt und war das Nachfolgemodell der Typen 20M/26M der Baureihe P7.
Ford Granada als Kombi oder Coupé
Der luxuriöse Ford Granada zielte auf die Oberklasse und war bis 1975 ausschließlich mit V6-Motoren ausgestattet. Die Entwicklung dieser Limousine für den europäischen Markt begann bereits im Jahr 1968. Im März 1972 wurde der Ford Granada auf dem Genfer Auto-Salon erstmals der Öffentlichkeit präsentiert, nachdem Investitionen von rund 500 Millionen DM in die Produktion getätigt wurden.
Der Ford Granada wurde in Zusammenarbeit englischer und deutscher Entwicklungsabteilungen von Ford entwickelt und war damit das dritte Modell, nach dem Ford Escort und dem Taunus TC dieser Kooperation.
Eckige Limousine aus Köln und Dagenham
Der Ford Granada verfügte über ein Fahrwerk mit Doppel-Querlenkern vorne und Einzelradaufhängung an schraubengefederten Schräglenkern hinten im Vergleich zu den Vorgängermodellen deutlich aufwendiger und moderner konstruiert. Auch die Sicherheitslenksäule wurde in die Konstruktion des Ford Granadas eingebaut.
Der Ford Granada wurde als als Kombi (Turnier) und als Coupé angeboten. Im April 1979 kostet der Neuwagen Ford Granada etwa 24.000 DM. Das Design des Ford Granada zeichnet sich vor allem durch seine typischen rechten Winkel aus. Die leistungsstärksten Modelle des Ford Granada hatten 160 PS und 2,8 Liter Hubraum und machten in den 70ern sogar Benz und BMW Konkurrenz. Bis zum Produktionsende im Jahr 1985 wurden mehr als 1,6 Exemplare hergestellt und war damit ein Bestseller, der Ford-Geschichte schrieb. [...mehr]
Es war DAS Auto der 60er Jahre: Hühnerzüchter und Hobby-Racer Carroll Shelby stopfte V8-Motoren von Ford in den kleinen AC Ace. Ergebnis: Riesenmotor + leichtes Auto = echte Granate.

1962 gab es die AC Cobra 289 mit einem 4,7 Liter-Triebwerk. Da ging schon was auf der Rennpiste. Doch wild wurde es, als Shelby den Sportwagen verbreiterte, Aufhängung sowie Rahmen verstärkte und das 427 Kubikzoll-Aggregat hineinzwängte. Damit hatte die Cobra 427 sieben Liter Hubraum, über 400 PS und etwa 640 Nm Drehmoment. Später ersetzte der geringfügig schwächere Ford 428 V8 den 427 Side Oiler. Wer das „Toploader“ genannte Viergangetriebe geschickt schaltete, prügelte den knapp 1.050 Kilogramm leichten Roadster in unter 5 Sekunden auf 100. Über 240 Spitze waren in der Shelby Cobra immer drin, die abgespeckten und noch stärken Rennversionen kratzten an der 300 k/hm Schallmauer. [...mehr]
Der Ford Torino hatte neben dem Ford Mustang stets einen schweren Stand und konnte vor allem durch seine Erfolge bei Nascar-Rennen auf sich hinweisen. Auch heute noch ist das Auto Torino, benannt nach der italienischen Autostadt, vergleichen mit seinen damaligen Mitbewerbern weit weniger gefragt.

Der Ford Torino stellte zunächst zwischen 1968 und 1969 eine gehobenere Version des [...mehr]





