Einen konkreten VW Buggy gab es nie. Dennoch bürgerte sich der Name ein – schließlich basierte fast jeder Buggy-Bausatz auf einem gekürzten VW Käfer-Chassis.

Wem in den 60ern die völlig überalterte Karosserie vom VW Käfer nicht mehr zusagte, er andererseits aber nicht auf Heckantrieb mit serienmäßiger Traktionsgarantie dank des darüber liegenden Boxermotors verzichten wollte, musste ihn haben – einen VW Buggy. Damit machte der Dune Buggy, wie die Spaßautos in ihrem Herkunftsland, den USA, genannt werden, auch mit losem Untergrund kurzen Prozess. und zwar weit besser als aufgemotzte Vorkriegsautos mit Stollenbereifung. Und wer den VW Motor zwecks mehr Leistung nicht frisieren wollte, musste das auch nicht unbedingt tun – da ein ordentlicher Buggy-Bausatz ohnehin aus leichtem GFK bestand, war die zweistellige Pferdeherde allgemein ausreichend. Wenn der Sand aber so richtig stauben sollte… [...mehr]
Wer die Beliebtheit des Ford F100 in den Staaten kennt, wird die Titelthese bestätigen. Doch auch hier findet der Ford Oldtimer zunehmend mehr Fans.

Der Ford F100 wurde im Herbst 1952 als ’53er Modell und Nachfolger des Ford F1 vorgestellt. Wie auch bei Chrysler und Chevrolet ging es darum, dem Pickup möglichst viel Optik und Komfort eines Personenwagens angedeihen zu lassen. Und tatsächlich steht der Ford Oldtimer seinen weniger ladefreudigen Verwandten von einst in kaum etwas nach: So gab es gegen Aufpreis ein Radio, Licht am Dachhimmel, Zigarettenanzünder, Sonnenblenden und Armlehnen. Der massive Kühlergrilleinsatz nahm Scheinwerfer sowie Blinker auf und verleih dem Nutzfahrzeug trotz aller Wuchtigkeit eine einzigartige, flotte Note. [...mehr]
Damit war der Maserati Quattroporte eine Besonderheit unter den zweitürigen Sportwagen der Italiener. Unter der gelungenen Karosserie des Quattroporte steckte mehr Sportsgeist, als mancher annehmen mochte.

Der Maserati Quattroporte entstand auf Wunsch amerikanischer 3500 und 5000 GT-Fahrer, die ihrem Sportwagen etwas Familientauglicheres zur Seite stellen wollten. Nach einigem Hin und Her stellte Maserati dann ein Konzept auf die Beine, das, um eine möglichen Misserfolg abzufedern, sich reichhaltig aus Vorhandenem bediente. Damit wurde der Quattroporte zum Must-Have der Reichen und Schönen. Schön fuhr er auch, nutzte er doch das verlängerte Fahrwerk des Maserati 5000 GT und eine Weiterentwicklung dessen Motors, ein 4,1 l V8 mit 260 PS. Da hatten Mercedes und Jaguar bei Vorstellung 1964 zu schlucken. [...mehr]
Nicht viel Autos werden als miesester Wagen des Jahrhunderts gekürt – der Yugo schaffte das spielend. Dennoch schafft es der Zastava Yugo, satte 27 Jahre lang produziert zu werden.

Zum ersten Mal in seiner automobilen Geschichte kreierte der jugoslawische Großkonzern Zastava selbst ein Fahrzeug, anstatt wie bisher Fiat Autos in Lizenz nachzubauen. Patriotisch Yugo benannt, lief der Kleinstwagen ab 1981 vom Band – und verstörte die westlichen Exportmärkte. Denn dem Erstlingsmodell Yugo 45 fehlte es vor allem an akzeptabler Ausstattung und Verarbeitungsqualität. Die namensgebenden 45 PS, mobilisiert durch einen 0,9 Liter-Fiat Motor mit Weber Vergaser waren jedoch ausreichend, das vielfach auf einem Fiat 127 basierende Auto aufgrund seiner 825 kg Gewicht adäquat voranzutreiben. [...mehr]
Der Opel Admiral war der Bestseller der KAD-A-Serie. Kein Wunder, mit diesem Opel Pkw musste man sich nicht schämen.

Mit einem Opel Kapitän mochte dies eher passieren – hier konnten die missgünstigen, VW Käfer oder NSU Quickly fahrenden Nachbarn ätzen, für den besser ausgestatteten Admiral habe es wohl nicht gereicht. Damit war der Opel Admiral fein raus – der klangvolle Name mit gutem Ruf zierte zuletzt 1939 einen Opel Pkw. Die Wiederbelebung kam genau 25 Jahre später und passte perfekt ins Wirtschaftswunder. Wenn es denn unbedingt geballte V8-Kraft sollte, hielt der freundliche Autohändler ja noch das Top-of-the-Line Modell Opel Diplomat bereit. [...mehr]
Auch in diesem Jahr findet die beliebte Oldtimer Rallye statt. Die Hamburg Berlin Klassik beginnt am 29. in Hamburg und endet am 31. Juli in Berlin.

Diese Oldtimer Rallye konnte sich schnell etablieren, wurde sie doch erst im Jahr 2008 ins Leben gerufen. Der Erfolg der Hamburg Berlin Klassik könnte auch den Mitfahrern geschuldet sein – so mancher Prominenter aus Rennsport und Gesellschaft bewegt hier einen Klassiker. Freilich geschieht dies hier gemächlicher als bei einem ausgewiesenem Rennen, doch andererseits handelt es sich auch nicht um eine lahme Kaffeefahrt. Sky und Mirja du Mont, Detlev Buck, Timo Scheider, Jochen Mass, Bernd Schneider, Rauno Aaltonen, Christian Geistdörfer und Kurt Lotz gehören zum Starterfeld und pilotieren wie immer ausgesuchte Schätzchen. [...mehr]
Der Fiat Spider zeigte in seiner langen Bauzeit, dass klassische Roadster nicht unbedingt aus Großbritannien kommen müssen. Auch heute noch erfreut sich der 124 Spider großer Beliebtheit.

Der 124 Spider wurde 1966 als Ablösung des in Ehre gealterten 850 Spider eingeführt. Wie der Name besagt, lag dem neuen Fiat Spider der technisch solide Fiat 124 zugrunde. Optisch war der Roadster jedoch bei weitem flotter geschnitten als die 124 Limousine. Ein Schuss Ferrari, eine Prise Triumph – schon war das Erfolgsmodell fertig, das erst 1985 nach knapp 200.000 Exemplaren eingestellt wurde. Das Fahrwerk mit vorderer Einzelradaufhängung und hintere Starrachse an Schraubenfedern war zwar nie sonderlich modern, aber gut abgestimmt und brachte dem für einen solchen aus rein emotionalen Gründen gekauften Flitzer nötigen Fahrspaß. [...mehr]
Der Dodge Daytona war der erste Rennwagen für die Straße – und zwar einer der nicht dem Dragstrip entstammte, sondern den NASCAR-Ovalen.

Der lästige Konkurrent Ford hatte 1969 zum Dodge Daytona geführt: Den aerodynamisch günstigeren Torino Talladega vermochten die brachialen Charger nichts entgegen zusetzen. Der 426 Hemi unter der langen Haube war zwar standfest und bärenstark, doch die Blue Oval Jungs kamen früher ins Ziel. Was tun? Dem Dodge Charger 500 eine stark abgesenkte und spitz zulaufende Front zu verpassen war nur die halbe Miete. Für die Traktion des für die Piste konzipierten Muscle Cars kam ein Heckspoiler auf den Kofferraumdeckel – und was für einer: 584 mm hoch. [...mehr]
Der BMW CSi 3.0 feiert Premiere in der BMW Welt. Das flotte BMW Coupe wurde vollrestauriert seinem glücklichen Besitzer übergeben.

Der von der neuen BMW Classic Center Kundenwerkstatt komplett restaurierte BMW 3.0 CSi von 1972 wurde am 07. Juli 2010 seinen Besitzer in der BMW Welt ausgehändigt. Das wurde doppelt gefeiert: Das BMW Classic Center freute sich über den erfolgreichen Abschluss der ersten kompletten Restaurierungen seit der Einrichtung der BMW Classic Kundenwerkstatt, und in der BMW Welt ging erstmalig anstelle eines Neuwagens ein BMW Oldtimer an einen Kunden. „Die erfolgreiche Restaurierung des BMW 3.0 CSi zeigt, dass wir den richtigen Weg eingeschlagen haben und mit unseren Partnern im Werksverbund der BMW Group individuell nach den Wünschen der Kunden auf höchstem qualitativen Niveau restaurieren können“, äußerte sich Ralf Vierlein, Leiter Sales und Aftersales der BMW Group Classic, über das quasi flammneue BMW Coupe. [...mehr]
Mit dem Fiat 130 wollten die Italiener die gehobene Mittelklasse aufmischen. Da dem Fiat Pkw jedoch das nötige Image fehlte, wurde der 130 nicht zum Kassenschlager.

Vom Fiat 130 Viertürer wurden zwischen 1969 und 1976 15.093 Exemplare gefertigt; damit ist der Nachfolger des Fiat 2300 nicht als Verkaufserfolg zu betrachten – von den stärkeren Mercedes Strich Acht 280 und 280 E etwa wurden weit mehr gefertigt. Der 130 mit Oberklasse-Ambitionen und anfangs einem 2,9-l-V6 mit 140 PS unter der Motorhaube überforderte Kunden wie Fiat-Händler gleichermaßen: Erstere erwarteten aus Turin günstige Autos wie den 128 oder den 600er, letztere zeigten sich auf ein solch luxuriöses Modell in Puncto Wartung und Verkauf gänzlich unvorbereiteten Händlern. [...mehr]

