Opel Monza: Rarität mit Blitz

Der Opel Monza stellte das Spitzen-Coupe der Rüsselsheimer dar. Der technisch vom viertürigen Senator abgeleitete Flitzer überraschte nach seiner Einführung im Jahr 1978 mit Testergebnissen gegen den 10.000 DM teureren BMW 630 CS.

Der Opel Monza kam quasi als Commodore GSE-Ersatz nur mit kräfigen Reihensechszylindern, denen jedoch bis zu großen Modellpflege 1983 vor allem in der 180 PS starken 3.0 E-Version ein Ölkühler fehlte. Der Sportwagen mit Heckantrieb war zudem mit 2,5 und 2,8-l lieferbar. Das sehr aerodynamisch ausgelegte Facelift 1983 brachte das Topmodell Monza GSE mit sich, zudem wurde die optionale Drei-Stufen-Automatik durch eine mit vieren ersetzt. Nun waren auch auch mit Vierzylindermotoren mit 2,0 Litern und ab 1984 mit 2,2 Litern Hubraum erhältlich; die ab 1983 lieferbare Top-Ausstattungsvariante GSE unterschied sich stark von den sonst identischen Ausstattungsvarianten des Opel Senator.

Opel Monza GSE – der Linksspurschreck für Stuttgart und München

Der Opel Monza GSE war ausschließlich mit dem 3,0-Liter-Einspritzer-R6 mit 180 PS (später 156 PS mit Kat) zu haben und glänzte mit serienmäßigem Lederlenkrad und sportlichen Recaro-Sitzen, für die merkwürdigerweise keine Sitzheizung verfügbar war. Zeitgeistig wurden im GSE zum Ende 1983 erstmals bei Opel die im Volksmund als Mäusekino bekannten digitale Anzeigeinstrumente von VDO Automotive verbaut; inoffiziell konnten die nun oft problematischen Armaturen wieder abbestellt werden. Den dynamischen Auftritt unterstützten weiter das sportlich abgestimmte Fahrwerk und die schwarzen statt verchromten Zierleisten. Wer mehr Leistung haben wollte, der begab sich zum Opel-Tuning zu Irmscher, der für das finale Modelljahr 1986 den 3.6 E mit 200 PS anbot. Auch Tuner Mantzel offerierte mit dem 240 PS starken 3.0 Turbo eine echte Linksspur-Rakete.

Opel Monza Gebrauchtwagen

Opel Monza Gebrauchtwagen haben und hatten einen schweren Stand: Durch die zweite Ölkrise und Opels rasch schwindendes Image brachte die durstigen Coupes heftiger Wertverlust bald in die Hände unpfleglicher Heizer. Rostprobleme, geringe Verfügbarkeit und das bisher für nur wenige Fahrzeuge erhältliche H-Kennzeichen sind als Hauptgründe für das momentane Schattendasein des zackigen Blitzes anzuführen. Wer sich einen zulegen will, sollte in jedem Fall vorher einen Auto Versicherungsvergleich durchführen; mit etwas Glück lässt sich ein günstiger Youngtimer-Tarif finden. Fast wie gute Kadett C GTE sind Irmscher Monza extrem rar und werden dann mit Gold aufgewogen; gute Monza wechseln für rund 8.000 Euro den Besitzer, Wertzuwachs fast garantiert.