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Mit dem 1962 debütierten Roadster MG B landete MG als Konzernmarke der British Motor Corporation einen großen Wurf. Was lag da näher, als Coupefreunde mit einem geschlossenen Derivat anzulocken?

Der ursprüngliche MG B GT wurde ab 1965 als dreitüriges Kombicoupé hergestellt und ähnelte bis auf die Größe den damaligen Shooting Brakes. Mit seinem gusseiserne 1,8-l-Reihenvierzylinder, der auch im Roadster zu finden war, beschleunigte der MG B GT zwar etwas langsamer, da wenig schwerer, als sein offener Bruder, konnte aufgrund besserer Aerodynamik jedoch mit 168 km/h Höchstgeschwindigkeit um acht Tachoeinheiten abhängen. Seine Pluspunkte lagen im Handling, die 95 PS hatten mit den 1025 kg Leergewicht keine größeren

MG B V8 mit Minilite-Felgen ©flickr / tonylanciabeta

Probleme, die hintere Starrachse an Blattfedern sorgte für ein mäßig komfortables, aber ehrliches Fahrverhalten. Sitzen konnte hinten indes kaum jemand, selbst für einen 2+2-Sitzer bot der MG B GT auf der Rückbank wenig Platz. Dafür blieb man in jedem Fall trocken und windgeschützt.

MG B GT als Sechszylinder MGC

Zwischen 1967 und 1969 schickte sich MG an, in den engen Motorraum des MG B einen 2,9-l-Reihensechser zu quetschen, um die Einstellung des Austin Healey 3000 zu kompensieren. Die

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Dass der Adler Standard 6 den heimischen Horst erreicht, ist nicht ganz utopisch. Zwar handelt es sich bei dem Mittelklasse-Fahrzeug um ein Vorkriegsauto, doch wurde der Standard 6 in recht ordentlichen Stückzahlen gebaut.

Spektakulärstes Merkmal des Adler Standard 6 war seine Ganzstahlkarosserie des Karossiers Ambi-Budd. Das mag uns heute seltsam erscheinen, löst selbst eine Carbonaußenhaut bestenfalls ein müdes Zucken aus. Doch 1927 kollidierten die Autos noch anders: Hersteller wie Tornax und viele andere bauten ein Gerüst aus Holz und verkleideten es mit Blech oder Kunstleder. Diese aus Amerika übernommene Bauweise hat zweierlei Vorteile, zunächst einmal geht die Karosseriefertigung aus gepressten und gestanzten Blechen erheblich schneller von

Adler Standard 6: Kühlerfigur im Art Deco Stil ©Wikipedia / Patrick Huebgen

statten, zweitens ermöglicht sie – eine genügende Stückzahl vorausgesetzt – ein beliebiges Teil vom Schrott zu nehmen und damit identisches am eigenen Auto zu auszutauschen. Je mehr Handarbeit in den Aufbauten steckte, desto unregelmäßiger und unpräziser wurden und sind sie immer noch. Wer mit dem Ambi-Budd Adler Standard Adler 6 nichts anfangen konnte, bestellte sich einfach ein fahrtüchtiges Chassis und ließ ein außenstehendes Karosseriewerk nach Wunsch die Blechhülle maßschneidern. Der inzwischen so gut wie ausgestorbene Leiterrahmen ermöglichte dies.

Adler 10/45 Standard 6 und Adler 12/50 Standard 6A

Insgesamt gab es vier Ausführungen des Adler 6 Standard, so zunächst von 1927 bis 1930 den Standard 6 (10N). Diesen gab es als 4-türige Tourenwagen und Limousinen sowie als 2-türiges

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Mit dem Opel GT schickten sich die Rüsselsheimer an, problemlose Großserientechnik mit amerikanischen Coke-Bottle-Design zu kombinieren. Das Ergebnis: Während bei VW der Käfer noch läuft und läuft und läuft, bricht im Licht des Blitzes schon die Luftfahrt an: „Nur Fliegen ist schöner!“ titelte die Werbung. Und behielt recht.

Woran erkannt man den Opel GT Fahrer? Am rechten Popeye-Arm. Der erledigte nämlich mit kräftigem Zug am Hebel das Öffnen und Schließen der Scheinwerfer. Das Zugsystem stellt leider gleichzeitig eine der Achillesfersen des Opel GT 1900 wie auch des schwächeren GT 1100 dar, Frontalunfälle ziehen das Gestänge schnell in Mitleidenschaft. Das interessierte die Kundschaft

Opel GT 1900, die deutsche Corvette mit Haubenblase ©flickr / exfordy

des Sportwagens allerdings nicht, sie gab dem formschönen Coupe die Sporen, gerade jenseits vom Atlantik: Über die Hälfte der 103.463 produzieren Opel GT gingen in US-amerikanischen Besitz über. Die Fahrer bekamen Chevrolet Corvette-Optik zum kleinen Preis und mussten im Zweifelsfall nicht einmal General Motors untreu werden, handelte es sich um eingefleischte GM-Fans. Frankophile konnten sich indes an der bei Brissoneau & Lotz produzierten Karosserie erfreuen.

Opel GT 1900 – Rekord-Verdacht trifft zu.

Zuverlässsige Großserientechnik? Aber ja, der Opel GT 1900 hatte sie. Der Opel Rekord C spendierte den 1,9 Liter-Vierzylinder mit 90 PS, der höhere Zylinderkopf forderte jedoch Tribut, der

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Nachdem die Hamburg Berlin Klassik 2009 gerade zu Ende gegangen ist, freut sich die Oldtimer-Gemeinde schon auf die Rallye-Veranstaltung im nächsten Jahr.

Die Oldttimer-Rallye Hamburg Berlin Klassik 2010 kann kaum besser werden. Dafür legten sich die Organisatoren der diesjährigen Ausgabe einfach zu sehr ins Zeug. Das zweite Stattfinden der Tour nach 2008 konnte die Zusammenkunft von historischem Edelmetall fest in der Szene etablieren: Der vom Fachmagazin „Autobild Klassik“ ausgetragene Event glänzte nur so vor Perfektion. Lediglich die 78 Pokale versprühten noch mehr Glanz. Denn die gab selbstverständlich es nur für Teilnehmer, dabei sein ist also auch auf der Hamburg Berlin Klassik 2010 alles.

Was bietet die Rallye Hamburg Berlin Klassik 2010?

Was die Hamburg Berlin Klassik 2010 beinhaltet, steht zum gegenwärtigen Zeitpunkt natürlich noch in den Sternen. Peter Göbel als sportliche Leiter der Oldtimer-Rallye mit Fahrzeugen bis Baujahr 1989 setzte eine ziemlich hohe Benchmark, war er doch zur Ermittlung der einhellig als Rallye Hamburg Berlin Klassik 2010: Opel Diplomat V8 Coupe wieder mit dabei? ©Auto-Reporter/Opel traumhaft angesehenen Strecke 10.000 Kilometer zum Festlegen selbiger unterwegs. Auch am

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Wie Porsche Oldtimer oder Jaguar Oldtimer umgibt Bugatti Oldtimer die Aura eines erlesenen, sportlichen Fahrzeugs. Insgesamt verließen nur knapp 8.000 Fahrzeuge die Fabrik in Molsheim.

Schon zu ihrer Bauzeit zwischen 1909 und 1956, waren Bugattis in kleiner Stückzahl und vor allem extrem teure gefertigte Fahrzeuge. Ein 1925er Bugatti Brescia, der seinerzeit aus Angst einer gewaltigen Importsteuer-Nachzahlung im Lago Maggiore versenkt und jüngst geborgen wurde, mag dazu etwas Aufschluss geben. Neben einigen Tourenwagen und Limousinen waren es vor allem Leichtbau-Sportwagen mit Cabrio Karosserien und die bemerkenswerten Erfolge im Motorsport. Legendär ist die Äußerung des Patrons Ettore Bugatti, einem absoluten Verfechter des Leichtbaus, über die zeitgenössischen Rennwagen von Walter Owen Bentley, die Bugatti wegen ihrer Massivität und riesigen Motoren als „schnellste Lastwagen der Welt“ bezeichnete.

Bugatti Oldtimer – Ästhetik pur

Als Ästhet befand Ettore Bugatti, dass ein Motor nicht nur funktionieren müsse, sondern dazu noch gut auszusehen habe. Für die anmutige Erscheinung seiner Triebwerke nahm Ettore teilweise

Bugatti Type 41 Royale ©flickr / motoyen

auch Leistungseinbußen hin, etwa durch seinem Geschmack entsprechende Ansaugrohre, die durch ihre rechten Winkel den Luftstrom behinderten. Seine Fahrzeuge waren häufig im Art Deco-Stil gestaltet und wiesen teils dramatische Karosserien mit ungewöhnlichen

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Vom 2. bis zum 5. September 2009 richtet die Stadt Gstaad im Berner Oberland erneut die Rallye Gstaad Classic, die in Zukunft alle zwei Jahre ausgetragen werden soll.

Vier Tage lang wird Gstaad ganz im Glanz des historischen Automobilsports stehen. Ins Leben grufen wurde die Gstaad Classic 2009 vom Unternehmen DSL Organisation, das auf seine jahrelange Erfahrung mit der Ausrichtung solcher Sport-Events bauen kann. Unterstützung erfuhr DSL weiter vom erlesenen Gstaad Automobile Club und Peter Auto als Co-Organisatoren.

Bei der Gstaad Classic 2009: Aston Martin DB 4 ©flickr / stuff_and_nonsense

Programm Gstaad Classic 2009 – Vier Tage Rallye Action mit millionenschweren Oldtimern

Die gewundenen Bergstraßen rund um den Schweizer Nobelort liefern drei Streckennetze direkt an der Grenze zwischen deutschem und französischsprachigem Landesteil. Insgesamt rund 800 abgesperrte Straßenkilometer – ein in der Schweiz nur selten gewährtes Privileg – eignen sich

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Käfer-Cabrio kann ja jeder. Wer aber mit einem Vierzylinderboxer exklusiver unterwegs sein will und sich keinen frühen Porsche 356 leisten kann, greift auf eines der gefragten Hebmüller-Cabriolets zurück. Am 22. und 23. August treffen sich die Anhänger der Seltenheiten in Neuss-Meerbusch.
Den seltenen Kreationen, die keineswegs nur offene Autos beinhalten, huldigt ein markenoffenes Treffen, bei dem aber eben ein Hebmüller-Aufbau obligatorisch ist. Zum Meeting im rheinischen Neuss-Meerbusch erwarten der Organisator Klaus Hebmüller, Enkel des Firmengründers, automobile Raritäten wie wie Tornax-Rex, Opel-Admiral und Opel- Kapitän-Cabriolets, imposante Pullman-Limousinen auf Opel– und Ford-Chassis sowie ein seltenes Hanomag-Cabriolet. Doch auch die VW-Käfer-Fans werden bedient, ein Hebmüller VW-Zweisitzer vom Typ 14A vertritt die Reihe des meistgebauten Fahrzeugs.

VW Käfer mit Hebmüller-Karosserie (Quelle: flickr / jessicafm)

Ablauf des Hebmüller Treffens

Gemeinsam mit Ehefrau Christel und den Söhnen Jörg, Axel und Frank ersann Klaus Hebmüller

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Wer zwischen 1965 und 1972 ein Fahrzeug der Oberklasse sein eigen nennen wollte, hatte zwischen zwei deutschen Fabrikaten die Wahl: Entweder ein amerikanisch angehauchter Opel der K-A-D-Serie oder die S-Klasse W 108 von Mercedes-Benz.

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Es wird mal wieder laut am Nürburgring. Zum 37. Male zeigen die Piloten historischer Rennfahrzeuge beim AvD Oldtimer Grand Prix, was in ihren ungedämpften Boliden steckt.

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Einst konnte man die Herkunft eines Rennwagens an der Farbe des Lackes ablesen: Grün für Großbritannien, blau für Frankreich, Silber für Deutschland. Die Flitzer aus Italien trugen, wie auch heute oft, rot. Das kleidet auch diesen Alfa Romeo 12 C Monoposto von 1937.

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