Dodge Challenger – Herausforderung angenommen!

Mit dem Dodge Challenger, der sich ab 1970 mit der dritten Generation des Plymouth Barracuda die E-Body-Plattform teilte, setzte die Chrysler Corporation auf ein zweites Pferd im Pony Car-Segment. Leistungstechnisch forderte allerdings der Chally Ford und Chevrolet heraus.

Der Dodge Challenger hatte mit allerdings 2“ mehr Radstand als sein günstigerer Bruder, wies jedoch die gleiche Motorenpalette auf. Der Standard-Challenger war mit dem blutarmen Slant Six-Reihensechser und dem 318 cui Small-Block zu haben, der immerhin 230 PS leistete. Weiterhin gab es den 340 cui V8 mit 275 PS und den 383 cui Big Block mit 300-Doppelvergaser-PS. Die Sportversion Challenger RT zog alle register und begann mit dem 383 Magnum (335 PS). Ferner waren der 440 Magnum mit 375 PS und der 440 SixPak mit 390 PS lieferbar. Der Hemi Challenger war mit 426 cui (7 l) geringfügig kleiner, leistete aber 425 PS. Damit mutierten die Ponies zu mehr als respektablen Muscle Cars. Fahrleistungen in Sekunden auf der Vietelmeile gefällig?

340: 14.8 @ 96 mph (154 km/h)
340 T/A: 14.51 @ 99.6 mph (160.3 km/h)
383 2-barrel: 15.1 @ 96 mph (154 km/h)
383 Magnum R/T: 14.3 @ 99 mph (159 km/h)
440 Magnum R/T: 13.8 @ 102 mph (164 km/h)
440 Six-Pack: 13.4 @ 107 mph (172 km/h)
426 Hemi: 13.0 @ 108 mph (174 km/h)

Challenger Coupe und Challenger Cabrio

Neben dem Challenger Coupe war die ersten beiden Verkaufsjahre auch ein Challenger Cabrio zu haben. 1970 gab es ferner das Sondermodell Challenger T/A mit dem 340 SixPak (drei Doppelvergaser), das wie seine direkten Konkurrenten Camaro Z/28 und Ford Mustang Boss 302 „zufällig“ 290 offizielle PS leistete. Der Film „Vanishing Point“ bewarb den Challenger R/T als automobilen Hauptdarsteller derart spektakulär, dass Chrysler erst einmal keine Promotion-Filmautos mehr auslieferte.
Ab 1972 sank die Motorleistung nicht nur aufgrund anderer Messungen drastisch, auch konnte der Autohändler die keinen der Mopar-Big Block-Motoren mit minimal 383 cui anbieten. Dennoch stellte 1973 mit 27.930 verkauften Einheiten das zweitbeste Jahr dar. 1974, im Jahr der Ölkrise waren es nur noch 11,354, was die Einstellung vom kleinen Sportwagen bedeutete.

Chakllenger SRT8 Hemi tritt das Erbe an

Optisch ist der Challenger in zwei Kategorien einzuteilen: Die erste bis 1971 hatte den breite Rücklichter und im Kühlergrill liegende Doppel-Scheinwerfer, während die späteren Fahrzeuge schmalere Grille und je zwei einzelne Heckleuchten pro Seite aufwiesen.
Der aktuelle, neue Challenger, der spätestens als Challenger SRT8 – wieder mit Hemi – die gute, alte Zeit aufleben lässt, orientiert sich optisch stark an den frühen Performance-Modellen. Zwar ist er erheblich größer und baut auf der Fullsize-Plattfrom vom aktuellen Chrysler 300 C, doch who cares? Mopar or no car, wie die Enthusiasten sagen!