BMW M1 – die schnellste Weißwurst

Vor dem BMW M1 beflügelte das BMW Concept „Turbo“ 1972 die Besucher von Automessen. Trotz optischer Ähnlichkeit ist der M1 nicht die Serienversion vom BMW Turbo.

Der BMW M1 wurde primär für den Motorsport konzipiert. Diesen Bereich hatte Lamborghini mit dem Erschienen des Mittelmotor-Miura umgekrempelt: Sportwagen mit Frontmotor waren fortan Autos von gestern. Tatsächlich sollte der M1 BMW-Wünschen gemäß bei den Italienern gebaut werden, doch brachten innerbetriebliche Probleme die Fertigung nach Stuttgart zur Karosserieschmiede Baur. Dort entstanden zwischen 1978 und 1981 insgesamt 460 Exemplare mit dem längs zwischen den Achsen eingebauten Reihensechser, doch das Rennsport-Reglement war nicht mehr dasselbe. So machten die Bayern aus der Not eine Tugend und mit dem BMW M1 Procar-Geschichte. Dieses Formel 1-Rahmenprogramm machte das flache Klappscheinwerfer-Coupe bekannt und begehrt.

BMW Motorsport GmbH zufrieden

Leistete der von der BMW Motorsport GmbH entwickelte M1 in der Einspritzer-Straßenversion aus 3,5 l Hubraum ordentliche 277 PS und zischte in sechs Sekunden auf Hundert, war er damals schon mit 265 km/h das bisher schnellste Straßen-Auto von BMW. Später wurde abgeriegelt. Ferner fand der Block als Basismotor für den M 635 CSI und den BMW M5 (E28) Verwendung. Mit Kugelfischer-Einspritzung waren im Rennwagen 470 PS drin, mit Vergaser und Turbolader gar bis 850 PS. Alle Fahrzeuge verfügten über moderne Vierventil-Technik und bemerkenswerter Weise gleich zwei blau-weiße Embleme am Heck.

BMW M1 Hommage zum 30. Jubiläum

Der BMW M1 wurde zum 30-jährigen Jubiläum im April 2008 mit der Studie BMW M1 Hommage geehrt. Wie schon das Original entsprang auch diese der Feder von Giorgetto Giugiaro. Nach offiziellen Angaben soll das BMW M1 Concept nicht in Serie gehen. Auf der Dubai Motorshow 2009

war es jedoch abermals zu bestaunen. Hier kommt nun die Frage auf, ob der BMW M1 2008 schon dezent auf einen Supersportwagen hindeutete, der Mercedes SLS und Audi R8 herausfordern sollte.
Dass Andy Warhol wieder eine der Granaten bemalt, ist allerdings recht unwahrscheinlich.