Fast erfolgreich verdrängt – der Alfa Romeo Arna

Der 400 cm lange, 134 cm hohe und 161 cm breite Alfa Romeo Arna fiel in erster Linie durch unfassbar langweiliges Design auf – das passte so gar nicht zu Alfa Romeo.

Der Alfa Romeo Arna war kompaktes Schrägheckmodell mit zwei oder vier Türen, das von Herbst 1983 bis Ende 1986 von Alfa Romeo in Zusammenarbeit mit Nissan gebaut wurde. Die Initialen von Alfa Romeo Nissan Autoveicoli, der Bezeichnung des Joint Ventures, ergaben auch den Namen Arna. Der Alfa Romeo Youngtimer wurde im September 1983 auf der Internationalen Automobilausstellung in Frankfurt vorgestellt. Er sollte das Modellportfolio nach unten ausbauen und teils auch den bejahrten Alfasud beerben.

Arna auch als Nissan vermarktet

Die Grundkonstruktion des Alfa Romeo Arna basiert auf den Nissan-Modellen Cherry und Pulsar. Von Alfa Romeo kamen Boxermotor, Antriebsstrang und Vorderradaufhängung. Der Arna war in Motorvarianten mit 1.2, 1.4 und 1.5 Litern mit 63 bis 95 PS Leistung erhältlich. Die Rohkarosserie lief bei Nissan in Japan vom Band und wurde dann zum neu errichteten Alfa Romeo-Werk nach Pratola Serra verschifft. Dort wurden die Kompaktwagen fertig gestellt; die leistungsstärkeren Versionen hießen „Arna TI“. Auf manchen Märkten wurde der Arna auch als „Nissan Cherry Europe“ oder „Nissan Cherry Europa“ vertrieben.

Alfa Romeo Arna sorgte für wenig Freude

Der Arna war für die Alfa Romeo-Kunden das schlechteste aus zwei Welten: Wenig standfeste Mechanik trifft auf erzbiederne Karosserie, deren Fahrgefühl danach nicht dem eines zeitgenössischen Autos mehr entsprach. Kein Wunder, dass der Alfa Youngtimer als Symbol für den damaligen wirtschaftlichen Niedergang der Firma gilt. Als Fiat im Dezember 1986 den Staatsbetrieb Alfa Romeo übernahm, wurde die Fertigung des Arna gestoppt. Der Alfa Romeo Arna soll trotz einer Gesamtstückzahl von über 80.000 gebauten Einheiten kein wirtschaftlicher Erfolg für die Marke mit der Schlange im Emblem gewesen sein.