Aston Martin Lagonda – der Vorgänger vom Rapide

Autor: Arild
10. April 2010
Kategorie: Klassiker

Als der Lagonda Aston Martin im Jahr 1978 einige dynamisch orientierte Limousinen-Käufer in die Autohäuser bringen sollte, reagierten diese verschreckt: War der Aston Martin Lagonda wirklich zum Fahren gedacht?

Aston Martin Lagonda S3 ©flickr / liftarn
Der Aston Martin Lagonda konnte tatsächlich und auch schnell fahren; sein 5.3 V8 aus dem Sportwagen Aston Martin V8 leistete je nach Fertigungsjahr rund 300 PS, und schaffte die Limousine mit Automatik und über 2 t Leergewicht auf 230 km/h Höchstgeschwindigkeit. Preislich lag der Lagonda, dessen Name sich von einer von Firmenchef David Brown aufgekauften und verblichen Luxusmarke her ableitet, auf dem Niveau vom Rolls Royce Silver Spirit. Der Bentley Mulsanne Turbo R war in den späten 80ern günstiger und – sportlicher, wie ein Test von 1988 belegt.

Lagonda-Instrumente animierten zum Mäusekino vom Opel Monza

Technisch brachte der Lagonda Aston Martin an die Spitze der Autohersteller: Das lag nicht an den Klappscheinwerfern, sondern an der LED-Technik, die die analoge Instrumente am Armaturenbrett ablöste. Die LED-Instrumente passten perfekt zu Starwars und fanden in der Folge Verbreitung in vielen Fahrzeugen, wie etwa auch dem Opel Monza GSE. Ab 1986 gab es sogar ein Head Up-Display, das einige Informationen in die Windschutzscheibe spiegelte. Leider erwies das Mäusekino nur als wenig zuverlässig, was auch heute noch zu bedenken ist, wenn ein solcher Youngtimer auf dem Gebrauchtwagenmarkt auftaucht.

Aston Martin Martin Lagonda: hui oder pfui?

Den Aston Martin Lagonda machte sein außergewöhnliches, kantiges Design stets zum Streitobjekt: Ist die 5,3 m lange und nur 1,3 m hohe Karosserie nun hübsch, avantgardistisch oder peinlich und hässlich? Auch das Interieur mit dem Einspeichenlenkrad und großem Anzeigekasten wirft diese Frage auf und erinnert obendrein an den Citroen CX, der sich ähnliche Kritik gefallen lassen musste. Als die Produktion nach gerade einmal 650 Exemplaren im Jahr 1989 eingestellt wurde, mussten leer ausgegangene sich entweder mit einem älteren Lagonda Rapide zufrieden geben oder auf den akutellen Aston Martin Rapide warten, der sich seit Herbst 2009 im Autohandel befindet.Similar Posts:

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Ralf schreibt
am 12. April 2010 um 07:12 Uhr

Aston Martin Lagonda. Schon der name ist Musik in den Ohren. Noch musikalischer klingt aber der V8. Und bald soll es nur noch nach Elektromotoren surren?! Seufz…

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