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Der Lincoln Versailles war eine hastige Geburt, die sich nur mäßiger Beliebtheit erfreute. Doch Lincoln durfte die Herausforderung von General Motors nicht unbeantwortet lassen.

Den Lincoln Versailles eigenständig zu nennen, wäre eine glatte Lüge – der viertürige Luxuswagen basierte auf dem Brot-und-Butter-Modell der Schwesterfirma, dem amerikanischen Ford Granada. Dem wurde das für Lincoln typische angedeutete Ersatzrad im Heck sowie der ebenso charakteristischen Kühlergrill im Rolls Royce-Stil verpasst. Dazu Komfortfeautures, die auch in den bei weitem größeren und schwereren Lincoln Continental-Versionen für Fahrgenuss sorgten. Damit, so dachte man bei der Ford Motor Company, habe man ein dem 1975 eingeführten Cadillac Seville mindestens ebenbürtiges Fahrzeug. Doch weit gefehlt. [...mehr]
Mit dem Lincoln Continental Mark V kam das Ende der traditionellen Full Size Cars bei Lincoln. Während die Full Size Modelle bei Ford und Mercury 1979 schon per „Downsizing“ verkleinert wurden, gab es war das typische Lincoln Auto noch groß. Sehr groß.

Dem Lincoln Continental Mark V saß jedoch auch die CAFE im Nacken. Als Cadillac 1979 verlauten ließ „Liebling, ich habe den Eldorado geschrumpft!“, waren Lincolns dicke Kinder mit Landau-Dach im letzten Jahr auf dem Automarkt. Als der Lincoln Mark V zum Modelljahr 1977 in die Showrooms der Autohändler rollte, war er, verglichen mit dem Vorgänger Mark IV, bei leicht kürzerem Radstand um rund sieben Zentimeter auf 5,86 m Außenlänge gewachsen. Das Leergewicht sank auf minimal 2.069 kg. Hinter dem weiterhin existenten Rolls Royce Kühlergrill gab es jedoch eine Überraschung: Ein 400 cui V8 Big Block mit 182 PS markierte die Basismotorisierung; der 460 cui V8 mit 211 PS war die ersten bedien Produktionsjahre für geringe 133 $ Aufpreis zu haben. Auto Motor und Sport testete letzteren und ermittelte einen Verbrauch von 33 l/ 100 km. [...mehr]
Mit dem Lincoln Continental Mark IV hielt sich die Luxus-Abbteilung von Ford an das geliebte Credo „Bigger is better“ und ließ ihr Personal Luxury Coupe der zweiten Generation ein wenig Speck zulegen.

Der Continental Mark IV war in seinem Debütjahr 1972 immerhin 559 cm lang und wuchs dank staatlich verordneter Stoßstangen mit Energieabsorption auf 579 cm. Der Lincoln Mark IV nutze die selbe Plattform wie der ähnlich große Ford Thunderbird, behielt jedoch typische Designmerkmale des beliebten Vorgängers Mark III wie den Rolls-Royce-Kühlergrill, die verdeckten Scheinwerfer und das Reserverad-Imitat auf den Kofferraumdeckel bei. Aufs Opera Window in der C-Säule wurde natürlich auch nicht verzichtet. Im letzen Modelljahr 1976 nahm es das Signet renommierter Designer wie Pucci, Cartier, Bill Blass und Givenchy auf. Die so genannten Lincoln Designer Series zeichneten sich durch spezielle, festgelegte Farbkombinationen von Vinyldach, Lackierung und Innenausstattung aus. [...mehr]
Als der Lincoln Continental Mark III 1968 in die Autohäuser kam, hatte er ein Ziel im ewigen Kampf Lincoln-Cadillac: Dem Eldorado kräftig einzuheizen.

Doch der Lincoln Continental Mark III röhrte dabei nicht wie ein entfesseltes Muscle Car, sondern berief sich auf andere Werte, die dem Oberklasse Coupe gut zu Gesicht standen: Luxus, echtes Walnussholz und Leder überall im Innenraum garniert mit Klimaanlage, Cartier-Uhr sowie allen erdenklichen Servohilfen und –Einstellungen. Das Vinyldach durfte am Lincoln Mark III natürlich nicht fehlen; auch der Rolls-Royce-Kühlergrill und das angedeutete Reserverad im Stil eines so genannten Continental Kit waren Lincoln Parts, die konservative Käufer zu schätzen wussten. [...mehr]


