Techno Classica: Alfa Romeo feiert drei runde Jubiläen

Auf der Techno Classica 2012 in Essen feiert Alfa Romeo vom 22. bis zum 25. März unter anderem gleich drei runde Geburtstage: Der Alfa Romeo Tipo B „P3“, die Giulita TZ1 und die Alfetta nullen.

Der Alfa Romeo Tipo B oder kurz „P3“ genannte Grand Prix-Renner hatte wegen seiner einsitzigen Karosserie einen legendären Ruf. Der von Vittorio Jano entworfene erste „Monoposto“ der Rennsporthistorie wurde von einem über zwei Kompressoren beatmeten Reihenachtzylinder befeuert. Der Hubraum legte mit den Jahren von 2,6 auf 3,2 Liter zu, entsprechend erhöhte sich die Leistung auf 330 PS. Mit nur 680 Kilogramm war der P3 trotz des gusseisernen Motorblocks für seine Ära ein Fliegengewicht. Beim Debüt Mitte 1932 gehörten auch Rudolf Caracciola und Tazio Nuvolari zum erlesenen Alfa Romeo-Werksteam, das mit ihm schon im ersten Jahr sechs Rennen gewann, so die GPs von Italien, Frankreich und Deutschland.

Alfa Romeo Giulia TZ1 in Essen

Der Gitterrohrrahmen der Alfa Romeo Giulia TZ1 von Zagato debütierte auf dem Turiner Salon 1962. Zur Motorsport-Premiere beim FISA Monza Cup 1963 holte er die ersten vier Ränge in der Prototypen-Klasse. Für 1964 wurde Alfa Romeo nach 100 gebauten Exemplaren für die GT-Klasse homologiert – diverse Klassensiege folgten. Bei der Targa 1964 errangen zwei Giulia TZ1 Platz drei und vier der Gesamtwertung. Der TZ gab auch den Startschuss für die im März 1963 unter Leitung von Carlo Chiti ins Leben gerufene Rennabteilung Autodelta. Der gekippt montierte 1,6-Liter-DOHC-Vierzylinder mit 160 PS befeuerte auch die reguläre Alfa Romeo Giulia. Doch dank erstklassiger Aerodynamik, Doppelzündung vom Alfa GTA und nur 660 Kilo Gewicht machte ein TZ auf den Geraden bis zu 220 Sachen.

Alfa Romeo zeigt auch Straßenfahrzeuge

Die Alfa Romeo Alfetta wurde 1972 präsentiert und nach dem gleichnamigen Formel-1-Wagen benannt, mit dem Luigi Fagioli und Juan-Manuel Fangio 1950 und 1951 Weltmeister wurden. Die Namensgleichheit ist dem in beiden Fällen inklusive Kupplung am Differential montierten Transaxle-Getriebe zuzuschreiben. Diese Architektur aus dem Rennsport bescherte der Limousine der oberen Mittelklasse eine 50:50-Achslastverteilung und steigerte die Traktion der hinteren Antriebsräder. Ferner verbesserten die innenliegenden Scheibenbremsen durch geringere ungefederte Massen das Handling. Neben dem 122 PS starken 1750er-Motor bot Alfa Romeo die Alfetta ab 1977 mit Zwoliter-Benziner und maximal 130 PS an. 1974 gab’s ein 108 PS-Basismodell mit dem 1600er-Giulia-Motor, 1979 den ersten Diesel.