» Trabant
Der Trabi hat mittlerweile einen Kultstatus erreicht, der an Hingabe nur selten übertroffen werden kann, Liebhaber können nicht genug von dem Auto bekommen, dass in der DDR nur durch, bzw. nach seiner langen Wartezeit so heiß begehrt war.
Als es die Grenze zur DDR in Deutschland noch gab, oder auch noch, als die Grenzen schon offen waren, wurden sämtliche Artikel aus der DDR verschmäht.
Doch im Laufe der Zeit haben sich einige Artikel aus den verschiedensten Bereichen (zum Beispiel Grüner Pfeil, Sandmännchen oder Spreewaldgurken) zum wahren Klassiker gemausert und sind unter dem Status “Ostalgie” einzustufen. Unter den Fahrzeugen hat sich der Trabant, liebevoll Trabbi genannt, zum Kultobjekt entwickelt. [...mehr]
Als der P60 im Jahr 1964 auslief, brachte der Trabant 601 seinem Hersteller Sachsenring weiter die geforderten Kunden. Das neue Trabant Auto verkaufte sich bestens – mangels Alternativen.

Dass Männer aus Stahl Autos aus Pappe fahren, ist auf dem Trabant 601 ein wesentliches Statement. Nummer zwo: Bitte keine heiße Asche einfüllen, der klassische Mülltonnen-Aufkleber. Und nicht zu vergessen, die Rennpappe. Derartige Bosheiten hat das Trabant-Auto aus Duroplast nicht verdient, war es doch zumindest zu seiner Einführung mit dem Frontantrieb topmodern. Der charakteristische, stinkende Zweitakter war indes eher den Gelegenheiten geschuldet und hatte auch von Laien leicht zu reparieren zu sein. Im Jahr 1965 folgte der Limousine der dreitürige Kombi 601 Universal. [...mehr]
Als man 1953 den ersten Prototypen des Trabant P50 im VEB Forschungs- und Entwicklungswerk entwarf, war noch nicht absehbar, welchen Kultstatus das Auto aus Pappe einmal erreichen sollte. Bis zur politischen Wende 1989 war der Trabant der Volkswagen der DDR, zu dem es eigentlich nur eine Alternative gab - den Wartburg, der aber nie den Bekanntheitsgrad des „Trabbi“ erreichen sollte.
Wer seinen Trabant unmittelbar nach dem politischen Umbruch nicht gleich für wenig Geld verscherbelte und stattdessen etwas Geduld bewies, kann sich heutzutage freuen, denn der Trabant gehört inzwischen zu den beliebtesten Oldtimern dieser Republik. Gerade die älteren Generationen verbinden mit dem „Volkswagen“ des Ostens liebevolle Erinnerungen und wollen diese mit einem Trabant wieder aufleben lassen.
Der Trabant P50, dessen Name von den 500ccm Hubraum abgeleitet ist, war das erste Modell, welches auf den Markt gelangen sollte. Am 10. Juli 1958 wurde mit dem Beginn der Serienproduktion eine völlig neue Ära eingeleitet werden, die erst im Jahr 1991 ein jähes Ende finden sollte.
Der P50 verfügte über einen luftgekühlter Zweizylinder-Zweitaktmotor mit 13,2 kW bei 3.750 U/min, dies entsprach knapp 18PS. Mit einer Höchstgeschwindigkeit von 90 km/h war der kleine Flitzer aufgrund seiner 620 Kilogramm Gewicht recht schnell unterwegs, auch wenn dies aus heutiger Sicht sehr langsam erscheint. Nur knapp ein Jahr später erfuhr der Trabant P50 eine erste Modifizierung, so erhielt der P50 einen „Z“-Motor mit 14,7 kW (20 PS).
Für die damalige Zeit war die Einführung des Trabants von politischer Bedeutung, die heute kaum noch nachvollziehbar ist. Stattdessen überwiegt inzwischen die Begeisterung für das Fahrzeug an sich – die Verarbeitung, die Technik und das Flair.
Wer einmal in Genuss gekommen ist, wird dies auch verstehen können. [...mehr]
Eines der erfolgreichsten Exportautos Deutschlands war über Jahrzehnte hinweg der VW-Käfer. Was im Osten der Republik der Trabant war, ist der VW Käfer für den Westen, ein Kultauto, dessen Status von anderen Autos bislang noch nicht erreicht wurde.
Seit Beginn des Baus des unverwechselbaren Autos agierte der Käfer als Botschafter in aller Welt. Neben Produkten wie die Kuckucksuhr, Knödel und Goethe galt der Käfer als typisch deutsch. Die Silhouette des Volkswagens wurde während der gesamten Bauzeit niemals verändert, selbst als Forderungen nach einem neuen Design laut wurden, hat man an der Bauweise festgehalten. VW gelang es sogar mit humoristischen Werbekampagnen die Herzen von Nicht-Käferbesitzern zu erobern. Aber was machte dieses kleine Auto so faszinierend, dass es selbst in den USA, wo alles groß und mit Power sein musste, erfolgreich war.
Die geheimnisvolle Mischung des Käfers lautete: der Geruch, der Sound, das Gefühl, die Handlichkeit und das Image. All diese Dinge machten den Käfer zu einem besonderen Auto. Während die Konkurrenten mit geruchsfreier Heizung warben, machte gerade die Heißluftbrise des Autos den einzigartigen Geruch aus. Mit dem typischen Gefühl des Käfers wuchs eine ganze Generation heran. Manche Kinder konnten ohne das Summen des Käfermotors schon gar nicht mehr in den Schlaf gewiegt werden. Man besaß einfach das wohlige Gefühl von Geborgenheit. Die Handhabung des Käfers war sein großes Plus. Das leichte Bedienen der Lenkung und Schaltung machte das Auto auch für Fahranfänger attraktiv. Obwohl es damals mit Sicherheit noch keinen großen Parkplatzmangel gab, war das Einparken mit dem handlichen Käfer ein Kinderspiel. Das etwas beschaulichere Tempo wurde ohne Widerwillen in Kauf genommen.
Beim Image hatte der Käfer immer die Nase vorn. Immer ein wenig belächelt, aber doch ungemein beliebt, gehört er eben Straßenbild in Deutschland. Seine Besitzer besaßen ihren eigenen Humor und das Auto versprühte Charme – wer einen Käfer besaß, war „WER“.
Die Beliebtheit des wiedergeborenen Käfers, des VW Beetle, zeigt, der Käfer wäre heute noch Kult. Der letzte gebaute Käfer rollte 1978 mit etwas Wehmut vom Band und wurde durch den ersten Golf ersetzt. Aber die Geschichte des Käfers wird noch lange nicht beendet sein. [...mehr]




