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Mit dem Pontiac Bonneville standen nun diejenigen in den Showrooms, die früher nur zum Lachen gekommen waren: Das neue Pontiac Auto machte die einstige Opa-Marke auch für Dynamiker interessant.

Der Pontiac Bonneville schaffte das, was vielen anderen Modellen verwehrt blieb: Mit frischem Look und kraftstrotzenden Motoren verhalf der Wagen der Marke Pontiac zu seiner Einführung im Jahr 1957 zu einem komplett neuem Image. Galten die Autos der GM-Division lange Zeit zwar als solide und zuverlässig, doch ähnlich wie einst Opel auch als reichlich langweilig, so hatte das neue Pontiac Auto den denkbar ersterbenswerten Ruf heutiger BMW: Sportlich UND solide! Kein Wunder, dass im Zuge von Bonny auch die anderen Fahrzeuge wie Pontiac Chieftain und Pontiac Star Chief mehr Käufer fanden. [...mehr]
Tatsächlich sollte der Pontiac Grand Prix bei seiner Einführung auf den Automarkt die Entwicklung vom Personal Luxury Coupe und später sogar den Niedergang vom Muscle Car forcieren.

Als der Grand Prix Pontiac 1962 neue Kunden in die Autohäuser locken sollte, war das Konzept ähnlich wie vom Ford Thunderbird: So groß wie ein Fullsize, doch optisch nicht direkt an den Pontiac Bonneville angelehnt und – essentiell wichtig: die reichhaltige Ausstattung, garniert mit kräftigen V8-Motoren. Der 1969 Pontiac Grand Prix machte jedoch Schluss mit den dicken Fullsizes, behielt aber den gewaltigen Pontiac Motor unter der gut 2 m langen Haube – einen 428 cui Big Block mit bis zu sagenhaften 390 PS. Dieses Downsizing auf Midsize-Niveau verdreifachte den Absatz der Autohändler und war gleichzeitig ein Vorgeschmack auf die späten 70er Jahre. [...mehr]
Wer das erste echte Muscle Car, den Pontiac GTO, bezwingen wollte, musste 1964 nur beim Autokauf eines Pontiac Tempest die richtigen Kreuze machen, schon donnerte der 389 cui Big Block im kleinen Coupe.

Damit war der Pontiac GTO die Initialzündung für den Muscle Car War, dem AMC, Chrysler und Ford nur allzu gern beiwohnten. Der auch mit einem Song als „Tiger“ beworbene GTO erfuhr 1966 eine wichtige Überarbeitung; der nur leicht modifizierte 1967 Pontiac GTO bekam mit 81722 Exemplaren allerdings weniger Kundschaft. „The Goat“ war bis 1973 stets als Coupe oder Cabrio zu haben. 1968 stand eine neue Generation mit fließenderer Linienführung an, die als Pendant zum günstigen Plymouth Roadrunner eine Sonderversion bekommen sollte. Der 1969 eingeführte GTO Judge geriet allerdings recht teuer und schwer, war aber trotz mindestens 366 bzw. 370 PS offizieller Leistung der Ram Air III und Ram Air IV V8-Motoren beileibe kein Verkehrshindernis. [...mehr]
Nachdem der Pontiac GTO das Muscle Car salonfähig gemacht hatte, wollte Pontiac auch im vom Ford Mustang dominierten Pony Car-Feld mitmischen. Der 1967 herausgebrachte und auf dem Chevrolet Camaro basierende Pontiac Firebird wurde zur Ikone.

Der Firebird war stets besser motorisiert als der Chevrolet, doch fehlte ein klares Topmodell. Dies stellte der 1969 präsentierte Firebird Trans Am dar, der für 5$ pro Auto nach der populären gleichnamigen Rennserie benannt werden durfte. Als Pontiac 1970 die zweite Firebird-Baureihe zum Autohändler brachte, hatte der Sportwagen ein Bodykit mit Front- und Heckspoiler sowie „Fender Flares“, spezielle Kotflügelverbreiterungen. Unter der Shaker-Hood Motorhaube leisteten die Ram Air V8-Motoren mit 6.6 l Hubraum mindestens 366 PS. 500 waren möglich. Im 1971 Trans Am war ausschließlich der größere 455 HO (High Output) zu finden, der nun bleifreies Benzin nutze, was die Leistung verringerte. Dass der 455 Super Duty V8 im 1973 Trans Am Pontiac zum Hersteller mit dem nominell stärksten Motor machte, erkannten viele, dass das Rennsport-Aggregat leicht auf 500 PS frisiert werden konnte jedoch nur wenige. [...mehr]


