» Personal Luxury Coupe

Der Buick Regal ersetzte das langjährig etablierten Intermediate Buick Skylark im Modelljahr 1973. Der nur als Colonnade Hardtop erhältliche Coupe avancierte rasch zum Bestseller

Buick Regal Modelljahr 1973 ©flickr / FaceMePLS
Als der Buick Regal 1973 in die Autohäuser kam, hatte sich der Markt schlagartig gewandelt: Die Umschreibung „Colonnade Hardtop“ verschleierte die B-Säule werbewirksam, die aus dem, was einst ein säulenfreies Hardtop Coupe war, ein bei Überschlägen sicheres Auto machte. Dieser neue A-Body war fortan auch bei Chevrolet, Pontiac und Oldsmobile zu finden. Muscle Cars waren auch beim Autohändler auch nicht mehr Zentrum des Interesses, ein komfortables Coupe zur Selbstdarstellung indes schon. Damit war der Buick Regal das Personal Luxury Coupe für all jene, die sich einen Buick Riviera nicht leisten konnten, aber auch keinen „niederen“ Buick Century fahren wollten.    [...mehr]


Wer das Ford Elite Coupe in den 70ern erwarb, erhielt einen echten Elitepartner: Das Personal Luxury Coupe war aufs angenehmste hin ausgestattet und trotzdem recht günstig.

Ford Elite von 1976 ©flickr / mark.mitchell.brown
Der Ford Elite war ein Schuss aus der Hüfte, eine fixe Reaktion: Die FoMoCo hatte zwar mit dem Ford Thunderbird bereits ein Personal Luxury Coupe im Portfolio, doch zogen Chevrolet Monte Carlo und Pontiac Grand Prix derart viele Kunden an, dass der banale Midsize Ford Torino für den Elite herhalten musste. Dem Elite Coupe – und nur in dieser Form erhältlich - wurde eine neue Front mit Einzelscheinwerfern und andere Opera Windows in der C-Säule verpasst. Der Ford Elite verschleierte seine unedle Herkunft im ersten Modelljahr 1974 nicht einmal, komplett hieß das Modell „Gran Torino Elite“.    [...mehr]


Als der Oldsmobile Toronado 1966 bei seinem Erscheinen für Aufsehen sorgte, lag das weniger an der schmissigen Optik, sondern an der Technik Antrieb: Der Big Block V8 war hier mit einem Frontantrieb gekoppelt.


Dem Oldsmobile Toronado verhalf diese Auslegung zu guter Straßenlage und recht ordentlicher Traktion – obwohl der starke 385 PS und 644 Nm starke Siebenliter-Motor die Vorderreifen recht schnell abpellte. Das über 2 Tonnen schwere Oldsmobile Coupe beschleunigte damit in knapp 8 Sekunden auf 100 km/h, durcheilte die Viertelmeile in 16,4 Sekunden und kam auf die damals äußerst beachtliche Höchstgeschwindigkeit von 217 km/h. Als im Jahr 1968 Oldsmobile dem Toronado einen 455 cui V8 mit 400 PS und bis 691 Nm einpflanzte, der in ähnlicher Form auch den heckgetriebenen Oldmobile 442 befeuerte, führte dies beim kuscheligen wie avantgardistisch mit Walzentacho versehenen Personal Luxury Coupe zu noch besseren Werten.    [...mehr]


Tatsächlich sollte der Pontiac Grand Prix bei seiner Einführung auf den Automarkt die Entwicklung vom Personal Luxury Coupe und später sogar den Niedergang vom Muscle Car forcieren.

Pontiac Grand Prix vom Modelljahr 1972 ©flickr / Benoît Derrier
Als der Grand Prix Pontiac 1962 neue Kunden in die Autohäuser locken sollte, war das Konzept ähnlich wie vom Ford Thunderbird: So groß wie ein Fullsize, doch optisch nicht direkt an den Pontiac Bonneville angelehnt und – essentiell wichtig: die reichhaltige Ausstattung, garniert mit kräftigen V8-Motoren. Der 1969 Pontiac Grand Prix machte jedoch Schluss mit den dicken Fullsizes, behielt aber den gewaltigen Pontiac Motor unter der gut 2 m langen Haube – einen 428 cui Big Block mit bis zu sagenhaften 390 PS. Dieses Downsizing auf Midsize-Niveau verdreifachte den Absatz der Autohändler und war gleichzeitig ein Vorgeschmack auf die späten 70er Jahre.    [...mehr]


Mit dem Lincoln Continental Mark V kam das Ende der traditionellen Full Size Cars bei Lincoln. Während die Full Size Modelle bei Ford und Mercury 1979 schon per „Downsizing“ verkleinert wurden, gab es war das typische Lincoln Auto noch groß. Sehr groß.

Lincoln Continental Mark V Diamond Jubilee ©Wikipedia / Stephen Foskett
Dem Lincoln Continental Mark V saß jedoch auch die CAFE im Nacken. Als Cadillac 1979 verlauten ließ „Liebling, ich habe den Eldorado geschrumpft!“, waren Lincolns dicke Kinder mit Landau-Dach im letzten Jahr auf dem Automarkt. Als der Lincoln Mark V zum Modelljahr 1977 in die Showrooms der Autohändler rollte, war er, verglichen mit dem Vorgänger Mark IV, bei leicht kürzerem Radstand um rund sieben Zentimeter auf 5,86 m Außenlänge gewachsen. Das Leergewicht sank auf minimal 2.069 kg. Hinter dem weiterhin existenten Rolls Royce Kühlergrill gab es jedoch eine Überraschung: Ein 400 cui V8 Big Block mit 182 PS markierte die Basismotorisierung; der 460 cui V8 mit 211 PS war die ersten bedien Produktionsjahre für geringe 133 $ Aufpreis zu haben. Auto Motor und Sport testete letzteren und ermittelte einen Verbrauch von 33 l/ 100 km.    [...mehr]


Mit dem Lincoln Continental Mark IV hielt sich die Luxus-Abbteilung von Ford an das geliebte Credo „Bigger is better“ und ließ ihr Personal Luxury Coupe der zweiten Generation ein wenig Speck zulegen.

Lincoln Continental Mark IV ©flickr / MGSpiller
Der Continental Mark IV war in seinem Debütjahr 1972 immerhin 559 cm lang und wuchs dank staatlich verordneter Stoßstangen mit Energieabsorption auf 579 cm. Der Lincoln Mark IV nutze die selbe Plattform wie der ähnlich große Ford Thunderbird, behielt jedoch typische Designmerkmale des beliebten Vorgängers Mark III wie den Rolls-Royce-Kühlergrill, die verdeckten Scheinwerfer und das Reserverad-Imitat auf den Kofferraumdeckel bei. Aufs Opera Window in der C-Säule wurde natürlich auch nicht verzichtet. Im letzen Modelljahr 1976 nahm es das Signet renommierter Designer wie Pucci, Cartier, Bill Blass und Givenchy auf. Die so genannten Lincoln Designer Series zeichneten sich durch spezielle, festgelegte Farbkombinationen von Vinyldach, Lackierung und Innenausstattung aus.    [...mehr]


Als der Chrysler Cordoba 1975 mit dem baugleichen Dodge Charger SE auf dem Automarkt erschien, stellte das Coupe den kleinsten Chrysler seit dem zweiten Weltkrieg dar.

Chysler Cordoba vom Modelljahr 1977 ©flickr / Hugo90
Der Chrysler Cordoba brach damit mit Chryslers altem Slogan „Positively no Junior Editions“, also keine Autos unterhalb des Fullsize-Formats. Doch die erste Ölkrise und der generelle Erfolg vom Personal Luxury Coupe bewog den kleinsten der Big Three, angesichts der eingebrochenen Absätze, ein Auto günstiger anzubieten – in jeder Beziehung hin. Wem zum Autokauf rund 5.000 US$ zur Verfügung standen, konnte sich für relative kleines Geld das Fahrzeug eines Oberklasse-Herstellers leisten – und danach gierte der Automarkt: Mit über 150.000 Exemplaren waren rund die Hälfte aller im Modelljahr 1975 in den USA verkauften Chrysler-Autos Cordobas.    [...mehr]