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Als der Oldsmobile Toronado 1966 bei seinem Erscheinen für Aufsehen sorgte, lag das weniger an der schmissigen Optik, sondern an der Technik Antrieb: Der Big Block V8 war hier mit einem Frontantrieb gekoppelt.


Dem Oldsmobile Toronado verhalf diese Auslegung zu guter Straßenlage und recht ordentlicher Traktion – obwohl der starke 385 PS und 644 Nm starke Siebenliter-Motor die Vorderreifen recht schnell abpellte. Das über 2 Tonnen schwere Oldsmobile Coupe beschleunigte damit in knapp 8 Sekunden auf 100 km/h, durcheilte die Viertelmeile in 16,4 Sekunden und kam auf die damals äußerst beachtliche Höchstgeschwindigkeit von 217 km/h. Als im Jahr 1968 Oldsmobile dem Toronado einen 455 cui V8 mit 400 PS und bis 691 Nm einpflanzte, der in ähnlicher Form auch den heckgetriebenen Oldmobile 442 befeuerte, führte dies beim kuscheligen wie avantgardistisch mit Walzentacho versehenen Personal Luxury Coupe zu noch besseren Werten.    [...mehr]


Stand Oldsmobile 442 im Einführungsjahr 1964 noch für 4-Fachvergaser, 4-Gangschaltung und 2-Rohr-Auspuff, so stand schon 1965 die zweite 4 für satte 400 cui Hubraum, was munteren 6.6 Litern entsprach.

Oldsmobile 442 Hurst ©flickr / The359
Damit war der Oldsmobile 442, der von 1964 bis 1967 noch als Muscle-Car-Option für die Midszize-Modelle Oldsmobile Cutlass und F-85 fungierte, am Hubraumlimit von General Motors angelangt. Als 1968 Oldsmobile in Verbindung mit einer neuen A-Body-Karosserie den 442 zum eigenen Modell beförderte, betrug die Leistung mit der Dreistufen-Automatik TH400 unterhaltsame 325 PS. Besser konnten das die Handschalter mit derer 350, die noch von der Sportversion 442 W-30 mit 360 Pferden getoppt wurde. Auf der Viertelmeile benötigte letzteres Coupe mit der Staudruckbeatmung Ram Air 13,3 Sekunden. Auch Performance-Guru Hurst brachte durch Einbau vom 455 cui V8 den Olds 442 gehörig auf Trab. Dass 1969 Oldsmobile seinen zackigen Sportwagen wenig Neuerungen zugestand, war nur verständlich.    [...mehr]