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Auf die Geschichte der Morgan Motor Company sind wir bereits eingegangen und haben dort erwähnt, dass die „Threewheeler“ dabei ein ganz besonderes Kapitel gebildet. Zwischen 1910 und 1952 hat der britische Autohersteller zahlreiche Modelle der „Threewheeler“ auf den Markt gebracht und war dabei bestrebt, den Geschmack der unterschiedlichen Klientel zu bedienen.
Bestes Beispiel hierfür ist der “New Standard Popular”, der als billigstes Modell der Morgan „Threewheeler“ geschaffen wurde, um auch das Klientel mit geringer Kaufkraft anzusprechen. Dieser war eher gedrungen klein und für maximal zwei Personen ausgelegt.
Erheblich komfortabler waren der Threewheeler Morgan „Family“, der laut Herstellerangaben Platz für zwei Erwachsene sowie drei Kinder bot. Nun, dies klingt etwas übertrieben, schließlich mussten die Kinder auf den Rücksitzen schon etwas zusammen rücken. Zumindest war der „Family“ auch dank zahlreicher Überarbeitungen eines der erfolgreichsten Modelle.
Ganz anders verhielt es sich beim „Sporting“, der ganz ohne Türen auskam. Dadurch erhielt der Wagen mehr Verwindungsfreiheit, reduzierte sein Gewicht und konnte somit höhere Geschwindigkeiten erzielen. Die „Türlosigkeit“ verlieh ihm zudem ein sportliches Outfit, dass insbesondere in Männerwelt gut ankam.
Die Threewheeler gehören mittlerweile zu den Klassikern. Sie haben den Charme des Ungewöhnlichen und begeistern nicht nur Oldtimer-Fans. [...mehr]
Wenn es um klassische Oldtimer geht, haben die Briten aus designtechnischer Sicht oftmals die Nase vorn. Optisch ansprechend und mit dem Hauch von Klasse versehen, begeistern die britischen Klassiker durch ihre schlichte Eleganz. Ein typisches Beispiel hierfür sind die Roadstars aus der Morgan-Schmiede, die bereits seit den 30er Jahren des 19. Jahrhunderts begeistern.
Weil sich dieser Luxus bis in die heutige Zeit verkaufen lässt, hat man in Sachen Design und Karosserie nur sehr wenig verändert, lediglich die Kraft der Motoren und die Geschwindigkeit der Autos liegt unweit höher.
Im kommenden Jahr wird das Unternehmen Morgan sein 100jähriges Bestehen feiern, was wiederum von der langen Tradition der Marke zeugt, die seit jeher sich in Familienbesitz befindet. Besonders interessant sind die Dreiräder wie der Morgan Threewheeler Super Sport, die in den 30er Jahren gefertigt wurden. Mit Heckantrieb und zwei gelenkten Rädern sind sie heutzutage eine wahre Rarität.
Aber ab Mitte der 30er stieg man um auf vier Räder und eroberte im Laufe der kommenden Jahrzehnte die potente Käuferschicht auf der Insel. Als Klassiker gilt hier der Morgan Plus Acht, der 1969 erstmals das Licht der Welt erblickte. Mit einem Hubraum von 3,5 Litern und 150 PS besaß er genügend Power, um auch neben den optischen Aspekten punkten zu können.
Charakteristisches Merkmal der Morgan-Fahrzeuge ist das Holzgerüst für die Karosserie auf einem Stahlrahmen, das bis zur heutigen Zeit erhalten wurde. [...mehr]
Am kommenden Wochenende wird das kleine Städtchen Langenburg zum Schauplatz für Oldtimer-Fans. Auf der Langenburg Historic 2008 (11.-13.April) können Besitzer von Fahrzeugen, die vor dem Jahr 1971 gefertigt wurden zum Wettstreit gegeneinander antreten.
Wenn man einmal in der jüngsten Vergangenheit ein Oldtimer-Rennen verfolgt hat, wird man recht schnell festgestellt haben, dass das Klischee vom Schneckenrennen vollkommen unzutreffend ist. Bei der dreitägigen Oldtimerveranstaltung in Langenburg lässt sich dieses Klischee beim Nachtprolog oder der schwierigen Bergprüfung eindrucksvoll wiederlegen. Auch hier wird mit harten Bandagen, aber mit großer Rücksicht auf die wertvollen Autos, um den Sieg gekämpft. Wer also schon immer einmal sein Gefährt auf Renntauglichkeit testen wollte, kann dies bei der Langenburg Historic 2008 gerne tun, zumal die Strecke wirklich anspruchsvoll ist und so mancher an seine Grenzen gestoßen ist.
Wer es etwas ruhiger angehen und trotzdem sein Schmuckstück der Öffentlichkeit präsentieren möchte, kann an der Orientierungsfahrt am Samstag durch das wunderschöne Umland von Langenburg teilnehmen. Natürlich kommen auch Oldtimer-Fans ohne Fahrzeug voll auf ihre Kosten, denn zahlreiche Schätze der Automobilgeschichte werden einfach nur zum Anschauen und Anfassen ausgestellt.
Den Aufenthalt in Langenburg kann man mit einem Besuch im Oldtimer-Museum oder dem Schloss Langenburg abrunden. [...mehr]




