» MG
Per Badge Engineering vom Austin Healey Sprite Mk2 abgeleitet, brachte der Midget MG quasi gratis einen attraktiven Sportwagen. Der MG Roadster machte es seinem Ahnen bald schwer.

Als der Midget MG im 1961 ohne große eigene Entwicklungsarbeit einen günstigen Sportwagen bescherte, schien der Markt nur darauf gewartet zu haben: Der MG Midget Mk1, ein 348 cm kurzer und etwa 735 kg leichter Flitzer konnte bis zu seinem Auslaufen im Jahr 1964 25.681 Kunden bezirzen. Unter der Motorhaube tat zunächst ein 948 ccm großer Vierzylinder mit 46 PS Dienst, den 1962 ein Elfhunderter mit 56 PS ablöste. Mit dem kleinen Motor wurde der Benzinverbrauch auf lächerliche 7 Liter bemessen. Der Fahrkomfort vom kleinen MG Roadster war allenfalls marginal, der Fahrspaß jedoch um so größer. [...mehr]
Mit dem 1962 debütierten Roadster MG B landete MG als Konzernmarke der British Motor Corporation einen großen Wurf. Was lag da näher, als Coupefreunde mit einem geschlossenen Derivat anzulocken?
Der ursprüngliche MG B GT wurde ab 1965 als dreitüriges Kombicoupé hergestellt und ähnelte bis auf die Größe den damaligen Shooting Brakes. Mit seinem gusseiserne 1,8-l-Reihenvierzylinder, der auch im Roadster zu finden war, beschleunigte der MG B GT zwar etwas langsamer, da wenig schwerer, als sein offener Bruder, konnte aufgrund besserer Aerodynamik jedoch mit 168 km/h Höchstgeschwindigkeit um acht Tachoeinheiten abhängen. Seine Pluspunkte lagen im Handling, die 95 PS hatten mit den 1025 kg Leergewicht keine größeren
Probleme, die hintere Starrachse an Blattfedern sorgte für ein mäßig komfortables, aber ehrliches Fahrverhalten. Sitzen konnte hinten indes kaum jemand, selbst für einen 2+2-Sitzer bot der MG B GT auf der Rückbank wenig Platz. Dafür blieb man in jedem Fall trocken und windgeschützt.
MG B GT als Sechszylinder MGC
Zwischen 1967 und 1969 schickte sich MG an, in den engen Motorraum des MG B einen 2,9-l-Reihensechser zu quetschen, um die Einstellung des Austin Healey 3000 zu kompensieren. Die [...mehr]


