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Um den günstigen ausländischen Import-Fahrzeugen, allen voran dem VW Käfer, etwas entgegenzusetzen, hatte Ford ab 1959 den kompakten Falcon im Angebot. Mit seiner Einstellung im Jahr 1969 tat sich eine Lücke auf, die es nun zu füllen galt.

Der Ford Maverick kam für das Modelljahr 1970 zunächst als zweitürige Limousine mit einer [...mehr]
Die Gruppe der Oldtimerfreunde kennt viele Spielrichtungen: Autos, Motorräder, Rennfahrzeuge, Zwitter wie Voiturettes und Cyclecars sowie Militärfahrzeuge. Weniger öffentliche Beachtung finden die Nutzfahrzeuge, besonders das Feld der Traktoren.
Kein Neid auf Traktoren
Was reizt diesen Schlag Menschen, sich tonnenschweren Fahrzeugen zu widmen, die weder Prestige, Geschwindigkeit noch jeglichen Komfort bieten? In der Regel ist es das Ehrliche, Unzerstörbare, das stahlgewordene Heldentum der Agrarwirtschaft. Der Traktor, vielleicht ein rüstiger Fordson, war sich für keine Arbeit zu schade, ob im Schneesturm oder in der Sommerhitze. Es gab keinen Schampus auf der Rückbank, allenfalls neben dem rußenden Auspuff einen Korn aus dem Flachmann. Das macht den Traktor neben der überschaubaren Technik äußerst sympathisch.
Trecker aus heimischen Gefilden
Bei Traktoren denken viele unbewusst zunächst an die amerikanischen John Deere in der Markenfarbe Grün, kontrastiert von gelben Felgen. Doch auch die deutsche Industrie hielt für den wackeren Landmann einiges bereit. Schlüter, Lanz, Fendt, Hanomag, Eicher, Deutz und Fahr hießen einige der bekannten Hersteller, von denen der Großteil länger schon nicht mehr existiert. Alle diese diesel-nagelnden Trecker lösten mit der Zeit die dampfgetriebenen Lokomobile ab, die meist stationär zu zweit am Rand eines Feldes standen und per Stahltrosse einen Pflug hin- und herzogen.
Mit dem Porsche auf den Acker
Manche Schlepperfans erlauben sich dieses Späßchen. Mit „Porsche“ und „Diesel“ kräftig angeben und dann statt Cayenne V6 TDI einen typischerweise rot lackierten Traktor aus der Halle fahren. Wenn der Rauch weggezogen ist, kommt bei den Umstehenden die Neugier zutage. Sollten Porsche nicht Sportwagen mit Boxermotor im Heck sein? Mitnichten. Ferdinand Porsche arbeitete vor dem Krieg parallel zum Volkswagen am Volkstraktor und schuf sich ab 1950 mit den Landmaschinen ein sicheres Standbein.
Vom Trecker zum Supersportler
Dass ehrliche Landarbeit zu sportlichen Höchstleistungen führen kann, beweist auch die wechselvolle Geschichte des Ferrucio Lamborghini. Der produzierte als junger Mann ab 1948 mit großem Erfolg robuste Traktoren. Der Legende nach entschied sich der Herr mit Stier im Sternzeichen und Hitze im Blut zum Bau eines Sportwagens, als Enzo Ferrari verlauten ließ, Lamborghini hätte lediglich Ahnung von Traktoren.
Oldtimer - Traktoren ohne Rentenanspruch
Wer nun glaubt, dass sich ein alter Traktor nach erfolgter Restauration täglich poliert in einer beheizten Garage die grob profilierten Reifen platt steht, irrt sich. Die Treckerfreunde erkennen die arbeitsamen Gene ihrer Schlepper an und lassen sie auf Veranstaltungen ihre typischen Aufgaben verrichten. Was dem Sportwagenlenker eine Rallye ist, stellen für den Traktoristen die verschiedenen Disziplinen der Feldarbeit dar. So wird fleißig um die Wette geeggt, Holzschlag weggeschafft oder ein Stück Land umgepflügt. Danach gibt`s einen Korn. Man bleibt bodenständig. [...mehr]
Selten genug geschieht es, dass sich ein Automobilkonzern mit einem, als bahnbrechend bezeichnetem, Prestigeprojekt derart in die Nesseln setzt wie Ford in den 1950er Jahren mit dem Edsel. Wie die Titanic traf der Edsel schon auf seiner Jungfernfahrt seinen Eisberg.
Doch was seinerzeit die angestrebten Verkaufszahlen von einer Million Stück um beinahe 900.000 Exemplare verfehlte ist naturgemäß heute eine echte Rarität. Eine reale Chance hatte der Ford Edsel jedoch nie.
Mutiges, aber doch sehr spottanfälliges Design, technische Probleme, Rezession und ein Feind in den eigenen Reihen brachen dem Auto noch vor seinem ersten gefahrenen Kilometer die Achsen.
Der Ford Edsel sollte den Markt aufrollen und die Lücke zwischen Ford und Mercury schließen. Mit Bing Crosby, Frank Sinatra und Louis Armstrong kostspielig umworben, sollte der Edsel Amerikas neuer Wunderwagen werden. Statt dessen wurde er das größte Desaster in der Konzerngeschichte des amerikanischen Automobilpioniers. [...mehr]
Drei Gesichter hat er getragen, der Mercury Comet und keines davon gehörte alleine ihm. Als Marke der Ford Motor Company basierte jede Serie des Mercury Comet auf einem anderen Modell von Ford. Das wohl bekannteste aber längst nicht erfolgreichste war jenes Mercury Coupé Cyclone.
Nimmt man alle drei Serien zusammen, so wurde der Mercury Comet von 1960 bis 1977 gebaut und über 1,7 Millionen mal verkauft. Die erste Serie von 1960 bis 1965 basierte auf dem überaus erfolgreichen Ford Falcon.
Der ein Jahr zuvor eingeführte Falcon machte deutlich, dass nicht jeder Amerikaner darauf bestand, einen riesigen Straßenkreuzer zu fahren. Die Ford Motor Company wollte den Erfolg des Falcon weiter für sich nutzen und ließ 1960 auf dessen Basis den Comet von Mercury fertigen. Bis 1974 der Mercury Bobcat erschien, war der Comet tatsächlich das kleinste Modell von dieser Marke. [...mehr]
Taunus ist das Synonym für Ford, wenn es um die Klassiker dieser Marke geht. Wer hatte im Europa der 70er Jahre schon von einem Mustang gehört. Der Ford Taunus, genaugenommen der TC, der sich schnell zu Verkaufsschlager gemausert hatte, wäre in den 80ern beinahe vollständig in den Schrottpressen verschwunden, wäre er nicht langsam zum Kultobjekt avanciert.
Ford ist vielmehr Taunus, als man vielleicht annehmen mag. Nicht nur ein Markenname, in den Jahren nach dem Krieg bis 1967 hießen alle Fordmodelle in Deutschland ausschließlich Taunus. Der amerikanische Konzern hatte damals die Benutzung des Markennamens „Ford“ vollständig untersagt.
Neu war der Name dennoch nicht. Der erste Ford Taunus lief in Deutschland, genauer gesagt in Köln, schon 1939 vom Band. Der Ford Taunus G93A folgte 1939 bis 1942 dem „Eifel“ nach. [...mehr]
Beim Ford Modell A Roadstar Rumble Seat handelt es sich um die zweite Generation des Ford Modell A, somit dem Nachfolger des legendären Fordmobils, des ersten Autos aus dem Hause Ford.
Natürlich hatte man bei Ford den Anspruch auch die folgenden Modelle auf höchstem Niveau anzusiedeln, weshalb man die zweite Generation (1928-31)des A-Modells in ganz unterschiedlichen Varianten anbot und somit eine breite Käuferschaft erreichte.
Das A-Modell war dank seiner Variabilität auch in Deutschland höchst erfolgreich und wurde auch hierzulande gefertigt. Als äußerst beliebt stellte sich dabei der Roadstar Rumble Seat heraus, der mit seiner Bauweise eine bisher ungekannte Eleganz verkörperte. Das Besondere an dieser Version des Roadstar war seine zusätzliche Sitzgelegenheiten, den sogenannten „Rumble Seat“. Dieser befand sich meist am Heck des Fahrzeugs und konnte je nach Bedarf ausgeklappt werden. Somit konnten zwei zusätzliche Personen Platz im Auto finden.
Der Ford Modell A Roadstar Rumble Seat war mit einem 3,3-Liter Motor versehen und wog etwas mehr als seine Tonne. Entscheidender an dieser Stelle war sein vornehmes Design, so entwickelten sich die weißen Ledersitze zum Klassiker bei der Innenausstattung. Mit seiner lang gestreckten Motorhaube und dem breiten Radstand verkörpert er schließlich jene Eleganz, die man heute noch beim Thema Oldtimer vor Augen hat.
Zusammen mit anderen Versionen des A-Modells wie der Boattail Speedster verkaufte man mehr als vier Millionen Wagen in den drei Jahren seiner Generation – eine recht beeindruckende Zahl, wie ich finde. [...mehr]
Mit diesem Auto fahren die Mafiosi gleichermaßen wie die Abgeordneten in den Hollywood-Streifen vor. Er ist ein Zeichen von Macht und Geld.
Lincoln produziert diesen Wagen mit dem fast trivial erscheinenden Titel: Town Car. Doch der Wagen steht für viele Dollars und Luxus. Denn Town Car war ursprünglich mal die teure und exklusive Version des Lincoln Continental. Auf Grund der hohen Beliebtheit wurde das Auto als eigenständiges Modell produziert - einen zeitlosen Klassiker.
Es ist die Vorzeigemarke des Ford-Konzerns. Das Limousinendesign mit einem langgestreckten Haube und der groben, aber eleganten Linienführung sind die Erkennungszeichen des Viertürers. Der ärgste Konkurrent auf diesem Gebiet ist traditioneller Weise der Cadillac.

Das Design blieb bei allen Generationen des Lincoln Town Car ähnlich
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Ein Traumauto einer ganzen Generation, das man je nach Bedarf zusammenbauen lassen konnte! Der Ford Mustang 68.
Als Ford den Mustang herausbrachte, lieferten sie dazu eine ausgeklügelte Werbestrategie. Der Wagen brach alle damaligen Rekorde im Verkauf und noch heute ist es das meistgekaufte Modell eines Jahres: 1964. Insgesamt wurden 680.000 Autos verkauft.

Das Traumauto einer ganzen Generation
In Deutschland trug das Auto den wenig inspirativen Namen T5. Das war nötig, da der Name in Deutschland von den Firmen Krupp und Kreidler patentiert war.
Der Ford Mustang wurde als Sportcoupé gebaut und bot die Vorlage einer ganzen Reihe von Autos, die diesem Image entsprechen wollten. Darunter die Pony-Cars und die Musclecars. Denn das Design dieses Autos war sportlich und kraftvoll, wie die Pferde, nach denen er benannt wurde.
Das Besondere an diesem Auto war auch, dass es etliche Varianten gab, was die Ausstattung betraf und den damaligen Nerv der Individualität traf. Ein echter Klassiker eben.
Technisch wurde der Ford Mustang über die Jahre hinweg immer stärker und ausgereifter. Von der ursprünglichen Variante, Ford Mustang I, gab es dann noch vier Generationen. So gab es die erste Generation mit einem 2,8 Liter Motor und 100 PS und der zweiten Generation - dem eigentlichen 68er Modell - bis zu 334 PS. Hier war es dann die Mustang Cobra Jet mit einem V8-Motor und einem Hubraum von sieben Litern. Ein wirklicher Sportwagen, nicht nur für seine Zeit.
Die Normalversion des 68er Mustang gab es mit 195 PS und die GT-Variante mit 230 PS.
In der Zwischenzeit geht die Produktionsreihe bis zum Ford Mustang 5, der ab 2004 gebaut wurde.
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Oldtimer zu lieben, das bedeutet meistens, auf der Suche zu sein nach ganz besonderen Perlen der Automobilgeschichte, die sehr selten zu finden und im güngstigsten Fall auch noch wunderschön anzusehen sind.
Deshalb möchte ich Euch ein ganz besonderes Schmuckstück präsentieren: Den Ford Model A Boattail Speedster. Dieser coole kleine Racer wurde seinerzeit, nämlich 1928, in einer extrem limitierten Stückzahl hergestellt. Gerade mal 9 Exemplare dieser speziellen Model A - Ausfertigung wurden in Einzelanfertigung gebaut.
Der 4-zylindrige Reihenmotor des Gefährts kommt mit seinen 3236 ccm Hubraum auf immerhin 60 PS - das sind astronomische Leistungsdaten für damalige Verhältnisse! Auch die 160 Stundenkilometer, die der Rennbolide aufdrehen kann, sind extrem schnell für einen Oldtimer. Dementsprechend hoch ist auch der Verbrauch. Das Gefährt schluckt zwischen 19 und 26 Litern Benzin auf 100 Kilometern. Gestängebremse und unsynchrone 3-Gang-Schaltung steuern diesen wunderschönen Flitzer.
Wer da nicht schwach wird, hat einfach kein Herz für Autos. Diese Scheinwerfer… diese geschwungenen Radverkleidungen - in diesem Auto manifestiert sich der Stil eines anderen Jahrhunderts in geballter Kraft. Für eine Fahrt mit dem Ding würde ich schon eine ganze Menge hergeben… Wer aber auf andere Autos steht, kann ja mal hier nachschauen.
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Hoffnungsvoll war man bei Ford in das Abenteuer Escort gestartet. Als „Käfer-Killer“ und in seiner zweiten Generation als Golf-Alternative sollte die Escort die Käuferschicht der Kompaktklasse erobern.
Doch irgendwie schien die erste gemeinsame Produktion der britischen und deutschen Ford-Werke die potenziellen Käufer nicht anzusprechen. Der als „Familienwagen“ und „sportlicher Flitzer“ deklarierte Escort verkaufte sich in Deutschland gerade einmal mit 234.667 Stück, obwohl allein in den deutschen Werken über 800.000 seiner
Art produziert wurden. Insgesamt verkaufte sich die erste Generation des Ford Escort 2,14 Millionen Mal, wobei der Großteil in Großbritannien an den Mann gebracht wurde.
Hier dürfte auch die Ursache des mangelenden Interesses in Deutschland liegen. Das Auto wurde vollständig in auf der Britischen Insel entwickelt. Das kompakte Design mit dem charakteristischen Kühlergrill, der nahtlos in die Scheinwerfer übergeht und dem Ford Escort schließlich den Beinamen „Hundeknochen“ eintrug, überzeugte lediglich die Briten und fand kaum Käufer hierzulande.
Mit Motoren zwischen 29 KW und 53 KW war ebenfalls kein Blumentopf zu gewinnen, da hier kaum außergewöhnliches gelungen war. Als man jedoch den RS2000 als Sportmodell 1973 auf dem Markt brachte, weckte dieser zumindest ein größeres Interesse. Die knapp 100 PS waren eher eine Seltenheit und für den kleinen Ford mehr als genügend.
Wesentlich mehr Anklang in Deutschland fanden die Nachfolgemodelle wie der MKII „Brenda“ und der MKIII. „Erika-86“. Erst zu dieser Zeit wurde der Escort zu einer führenden Marke in Europa. [...mehr]










