» Cadillac

Wem der Sedan Deville zu ordinär war, der nahm kurzerhand den längeren Cadillac Fleetwood. Hierzulande ist der Cadillac Oldtimer nicht nur platzbedingt eher selten.

Cadillac Fleetwood Brougham ©flickr / MGSpiller
Denn der Cadillac Fleetwood kippt sich – ganz nach gängigem Vorurteil über US-Oldtimer - kräftig was hinter die Binde. Was die ähnlich schweren Luxusfahrzeuge der Marken bentley und Rolls Royce verbrauchen, verschweigen die Nörgler dann geflissentlich. Zum Wagen: „Fleetwood“, der Name einer alten Karosserieschmiede in GM-Besitz, zeichnete immer die besonders luxuriösen Cadillac Pkw aus: Die hießen Fleetwood Sixty Special, Fleetwood Eldorado und Fleetwood 75. Der Sixty Special war eine normal lange Limousine, der Eldorado ein Zweitürer und der 75 eine Stretchlimousine mit Werksverlängerung. Erstgenannter Cadillac Oldtimer ist das in Flammen stehende Fotomodell.    [...mehr]


Der Cadillac Eldorado war als Personal Luxury Coupe ähnlich positioniert wie die Lincoln Continental Mk-Reihe. Doch hatte der Eldorado Frontantrieb und war auch als Cabrio zu haben.

Cadillac Eldorado von 1967 ©flickr / Wouter Duijndam
Als der Oldsmobile Toronado 1966 für Furore sorgte, befanden die GM-Verantwortlichen, dass der Cadillac Eldorado im Folgejahr auch das Prinzip des Frontantriebs und der Eigenständigkeit aufzugreifen hätte. So entstand aus dem Nobelhobel, der auf den DeVille-Modellen basierte, ein einzigartiges Personal Luxury Coupe. Der Cadillac wies ein kantiges Styling mit kurzem Heck und endlos langer Motorhaube auf. Der breite Kühlergrill wurde von Klappscheinwerfern flankiert, die den Eldorado dem Zeitgeschmack anpassten. Unter der Haube sorgte 1967 ein 429 cui, 1968 bis 1969 ein 472 cui V8 und 1970 schließlich ein 500 cui Kraftprotz mit 400 PS für souveräne neun Sekunden von 0 auf 100 und 192 km/h Spitze.    [...mehr]


Als Cadillac 1975 den Seville auf den Markt brachte, war dies eine kleine Sensation: Der Cadillac Seville war erheblich kleiner und sparsamer als die Dickschiffe Fleetwood, Eldorado und DeVille.

Cadillac Seville vom Modelljahr 1978 ©Wikipedia / Morven

Der Cadillac Seville war Ergebnis langer Analysen zu Beginn der 70er Jahre, die Mercedes- und BMW-Besitzer fragten, wie sie zu einem kleineren Cadillac-Auto stünden. Die meisten waren einem solchen Import Beater positive geneigt, sodass die Entwicklungsabteilung grünes Licht bekam. Die Big Three mussten feststellen, dass nicht nur billige Kleinwagen aus dem Ausland einströmten, sondern auch vermehrt Luxusfahrzeuge, die preislich - und technisch - weit über den amerikanischen Oberklasse-Modellen lagen. Genau dieses Feld sollte der Cadillac Seville beackern. Im Zuge von Ölkrise und staatlich verordnetem Leistungsschwund kam hinzu, dass die Imports auch erheblich bessere Performance an den Tag legten.    [...mehr]


Cadillac Deville

Cadillac – in Deutschland besitzt der Name noch Klang und versprüht jenen Hauch von Luxus, den die Marke einst verkörperte. Mittlerweile hat das Image der überdimensionalen Limousine erheblich gelitten, gerade in Zeiten des Spritsparens sind solche „Schiffe“ der Autogeschichte nicht mehr wohlgelitten.

Der Cadillac Deville ist quasi der Inbegriff der amerikanischen Limousine – ein Bild, dass sich über Jahrzehnte hinweg in den Köpfen der Menschen verankert hat. Nicht umsonst erreichte der Deville seinen Ruhm als gepanzerte Limousine des US-Präsidenten und war lange Zeit das Auto mit den besten Umsatzzahlen im Luxussegment. In stetiger Konkurrenz mit dem Lincoln Town Car hat sich ein Zweikampf der Klassiker auf dem amerikanischen Markt entwickelt, der am Ende keinen wirklichen Sieger fand.

Den Cadillac Deville gab es ganz unterschiedlichen Ausführungen, so dass er auch eine breite Käuferschaft erreichen konnte. Als viertürige Limousine Sedan, als Coupé, als Cabrio und sportliche Ausführungen gab es den Deville zu kaufen.

Mit geradezu imposanten Maßen von einer Länge von 5,25 Meter und einer Breite von 1,84 Meter fand man problemlos Platz. Mit dem 4,6 Liter-Ottomotor, der zwischen 205 und 224 KW variierte, bleiben keine Wünsche offen. Die erste Ölkrise von 1973 sollte die Ära dieser so imposanten Oldtimer fürs Erste beenden.    [...mehr]