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NSU – da klingelt’s bei wenigen, die sich an die Autos ihrer Kindheit oder Jugend erinnern. Neben dem finalen Technologieträger Ro 80 mit Wankelmotor machte das Unternehmen aus Neckarsulm auch auf der Piste Furore. Ganz vorne mit dabei: der TTS.

TTS light: NSU TT ©flickr / arne.list
Wer heute TTS hört, wird eher an Audi als an NSU denken. Wenig verwunderlich, fusionierten doch im August 1969 die damalige NSU AG und die zum Volkswagen-Konzern zählende Auto Union GmbH mit Sitz in Ingolstadt zur Audi NSU Auto Union AG. 1985 fand die Umbenennung in AUDI AG statt, der Name NSU entfiel aus der Firma.

Nach NSU Prinz NSU TT

Der 1963 eingeführte NSU Prinz 1000 mit luftgekühltem Heckmotor offenbarte rasch sein sportliches Talent, sodass ihn ab 1965 der zackige Prinz 1000 TT begleitete. Aus elfhundert Kubik    [...mehr]


Einst konnte man die Herkunft eines Rennwagens an der Farbe des Lackes ablesen: Grün für Großbritannien, blau für Frankreich, Silber für Deutschland. Die Flitzer aus Italien trugen, wie auch heute oft, rot. Das kleidet auch diesen Alfa Romeo 12 C Monoposto von 1937.

Alfa Logo (Quelle: flickr / James Temple)

Alfa-Unikat – hier mal nicht inflationär gebraucht

Lediglich drei Exemplare des 12 C wurden 1937 in Handarbeit hergestellt; davon existiert heute noch ein einziger. Der tiefliegende Einsitzer – auf den Notsitz samt Schmiermaxe konnte man in den 30ern bereits verzichten – hatte die staatstragende Aufgabe, den italienischen Nationalstolz gegen den kraftstrotzenden Silberpfeile zu behaupten. Vittorio Jani stand hinter der Entwicklung des 12 C, doch genauso wie Fahrerlegende Tazio Nuvolari wurde er mit dem Rennwagen nicht glücklich. Beide verleißen Alfa Romeo, Jano heuerte bei Lancia an, und Nuvolari brillierte auf den Wagen Auto-Union.

Mit der Reife kommen die Erfolge für den Alfa

Beim Großen Preis von Italien wurde der 12 C nicht mit Lorbeeren bedacht, auch beim Rennen um den Coppa Acerbo stand kein Alfisto auf dem Siegertreppchen. Den kleinen Rennställen wie Amserati und eben auch Alfa Romeo fehlten die Mittel, um den staatlich massiv subventionierten Auto-Union und Mercedes-Benz Paroli zu bieten. Hinzu kamen Mängel im Handling.
Die Stunde des 12 C schlug erst in der Nachkriegszeit, als er als „junger Gebrauchter“ zahlreiche Motorsport-Erfolge erringen konnte. So   pilotierte Archille Varzi im Jahr 1948 den Alfa auf den zweiten Platz beim Gran Premio Mar de Plata und auf die oberste Stufe des Treppchens beim Gran Premio Interlagos. Im selben Jahr fuhr Clemar Bucci lbeim Gran Premio Cordoba einen zweiten Rang heraus und belegte 1950 beim Gran Premio Buenos Aires die dritte Podeststufe.

Kraft im Überfluss im 12 C

Dank Kompressoraufladung stemmte der 4,5 l V12-Motor je nach Quelle 430 - 450 PS auf die Kurbelwelle, die per Viergangschaltung an die hintere Starrachse weitergeleitet wurden. Damals zeitgemäß, heute ein Schock für jeden Autotester. Denn der vollgetankte Monoposto brachte gerade mal zwischen 808 und 818 kg auf die Waage, was ein Leistungsgewicht von 1,82 bis 1,9 kg pro PS bedeutet. Nicht weniger beeindruckend ist die Literleistung des Front-Mittelmotorfahrzeugs, die bei gut 100 PS für jeden Liter Hubraum rangiert. Dennoch reichten Alfa Romoes Anstrengungen nicht, die Silberpfeile waren stärker.

Zu sehen ist der 12 C Monoposto am 1. und 2. August auf den Schloss Dyck Classic Days 2009    [...mehr]


Ferrari war schon immer etwas besonderes. Doch der Ferrari 250 Testa Rossa ist einer der erfolgreichsten Rennwagen von Ferrari überhaupt. Zehn Siege holte der Wagen von 1958 bis 1961. Und jetzt kann dieses Fahrzeug noch einen weiteren Titel sein eigenen nennen. Den des teuersten Oldtimers der Welt.

Im letzten Jahr hieß  das teuerste Auto der Welt noch 250 GT SWB California Spyder. Versteigert wurde das Auto auf der „Ferrari – Leggenda e Passione“ durch die Auktionshäuser RM Auctions und Sotheby’s. 7,04 Millionen Euro zahlte damals der Radiomoderator Chris Evans für den Spyder, den einstmals Schauspielerlegende James Coburn besessen hatte.

Ferrari 250 Testa Rossa © flickr / jcheng

Der Ferrari 250 Testa Rossa schlug dieses Jahr den Spyder um längen. Für das Fahrzeug mit der Fahrgestellnummer 0714TR wurde für sage und schreibe 9,02 Millionen Euro an einen anonymen Käufer versteigert. Mehr ist für einen Oldtimer noch nie gezahlt worden. Nicht seine Limitation auf nur 22 gebaute Exemplare macht diesen Sportwagen von 1958 so begehrenswert, sondern seine einzigartige Rennhistorie.    [...mehr]


Heutige Sportwagen wirken so sicher wie noch nie. Überrollbügel, Karbon-Karosserie, Sicherheitskleidung und was nicht noch alles sorgen dafür, dass der Fahrer beinahe ein Maximum an Sicherheit zur Verfügung hat. Vor 100 Jahren sah das noch ganz anders aus.

Die Renn- beziehungsweise Sportwagen aus der Anfangszeit der Automobilbranche glichen eher rollenden Motoren mit aufgeschraubten Sitzen. Der Fahrer saß offen im Wind, wusste oft nicht, wo er seine Beine lassen sollte und hatte meist den Schalthebel irgendwo zu sitzen, wo es besonders weh tut.

Buick © flickr / Peter.Hamer

Kein Vergleich mit dem Komfort der heutigen Tage. Dennoch umgibt diese Boliden ein unnachahmliches Flair, selbst, wenn man sie vor der Fahrt noch mit der Handkurbel starten musste, oder vielleicht gerade deswegen.

Der Motor rasselt, die Ventile klappern, der Fahrer erlebt das Fahrzeug als Maschine viel intensiver, als es der Formel-1-Pilot in seinem schnurrenden Boliden jemals könnte.

Der  Autobauer Buick hat seit seiner Gründung 1904 die amerikanische Autowelt geprägt.
Bereits 1907 brachte Buick seinen ersten Roadster und 1908 den Speedster auf den Markt.

Auch dieses Modell war schon mehr Motor als Fahrzeug. Zwei Sitze, vier Räder und ein bisschen Verkleidung, mehr war es nicht, was Buick um den Motor “herum” konstruierte.  In den späteren Modellserien glichen sich die Speedster immer mehr jener Torpedoform an, die wir heute mit klassischen Rennen aus der Vorkriegszeit verbinden, und dies war nicht nur bei Buick der Fall. Aber dennoch kam auch später nicht viel an Komfort hinzu.

Gewichtsoptimierung war auch hier schon das Maß aller Dinge. 1930 produzierten die Amerikaner ihren Speedster bereits mit kompletter Aluminium-Karosserie. Ausgestattet war dieses Model mit einem 6-Zylindermotor, 2 Vergasern, Trommelbremsen und einem Vier-Gang-Getriebe.

Leider sind diese Fahrzeuge inzwischen sehr selten geworden, und man muss sich glücklich schätzen, wenn man einen davon auf der Straße sieht.

Sie sind fast schon zu schade zum fahren, aber nur fast.    [...mehr]


Oldtimer Rallye flickr flickr ©realname

Sie ist zwar gerade seit zehn vorüber, trotzdem ist es lohnenswert über die Schweizer Jungfrau-Rallye zu berichten. Das Klischee, wonach nur Männer sich für Oldtimer interessieren, wird bei dieser Rallye auf eindrucksvolle Weise widerlegt, denn ans Steuer dürfen hier lediglich Frauen. An den zwei Tagen der Rallye begeben sich die rund 80 Teams auf die Reise durch das Berner Oberland, wobei sich oftmals Männer als Co-Piloten neben den Frauen befinden und dabei wesentlich heißblütiger agieren als steuernden Frauen.

Insgesamt 240 Kilometer müssen die kostbaren Gefährte der Baujahre 1930 bis 1979 bewältigen, wobei auf die Fahrerinnen Geschicklichkeits- und Spaßprüfungen warten sowie am Ende des Tages die Zeitmessung. Natürlich steht der Spaß bei der  Schweizer Jungfrau-Rallye im Vordergrund, auch wenn so mancher männliche Co-Pilot am Ende des Tages mit der Fahrweise der Frauen hadert. Ein Fahrerwechsel auf Strecke hätte aber die unmittelbare Disqualifikation zur Folge.

Das wunderbare an der Schweizer Jungfrau-Rallye ist das bunt gemischte Teilnehmerfeld. So mischen sich unter den „Fahranfängerinnen“ so manche erfahrenen Rallye-Fahrerin, die ihren männlichen Kollegen in nichts nachstehen würde.  Am Ende belegen jedoch die ersten drei Plätze Teams, in denen männliche Co-Piloten die Koordinierung übernommen haben und genau darin sehen viele Frauen den Grund – „Männer können besser lotsen“, so eine Teilnehmerin.    [...mehr]


Horch 830BL flickr ©liftarn

Am kommenden Wochenende wird die kreisfreie Stadt Ingolstadt am Donauufer in Bayern zum Austragungsort einer faszinierenden Oldtimer-Rallye. Bereits zum dritten Mal werden rund 200 Klassiker sich auf die Strecke rund um die Heimatstadt von Audi begeben, wobei Audi natürlich mit wunderschönen Fahrzeugen vertreten sein wird.

Die Veranstalter des noch recht jungen Events können in diesem Jahr ein Rekordstarterfeld von 400 Teilnehmern verkünden, das sich aus Fahrern aus Ländern wie USA, Bulgarien, Italien, Österreich und vielen mehr rekrutiert. Damit können sich die Zuschauer, welche die Straßenränder säumen, auf wunderbare Modelle aus sämtlichen Automobil-Epochen freuen.    [...mehr]


Die Württembergische Classic 2008 ist eine Rallye, die von der Württembergischen Versicherungen AG veranstaltet wird - und zwar bereits zum 13. Mal. 2008 haben sich 150 Fahrer zur Rallye angemeldet, der älteste teilnehmende Oldtimer ist ein Bentley Vanden Plas Open Tourer von 1922, sozusagen einen Vorfahren des James Bond Autos.

Die Rallye wird vom 19. - 22. Juni 2008 in Warnemünde stattfinden. Auf der Homepage der Veranstalter sind bisher zwei Etappen bekanntgegeben: Eine “Bädertour” über Zingst, Strahlsund und Pütnitz, sowie eine “Schlösser und Seentour” über verschiedene Schlösser in der Umgebung. Den genauen Streckenplan findet ihr hier.

Edel, edel… Wer also um die Zeit in Rostock ist, der hat die Chance, eine Menge schnieke Oldtimer aus der Nähe betrachten zu können. Die Anmeldephase ist wohl bereits vorbei, Zuschauer, die an den Strecken “jedes einzelne Auto bestaunen” können, sind dagegen ausdrücklich erwünscht.    [...mehr]


Nachdem 1904 ein französisches Auto das erste in Deutschland stattfindende internationale Autorennen gewann, ließ der darüber verärgerte Kaiser Wilhelm drei Jahre später an gleicher Stelle im Taunus in Hessen einen neuen Wettbewerb stattfinden, um die Ehre der deutschen Automobilindustrie wieder herzustellen. Auch dieses mal konnte kein deutscher Teilnehmer, sondern ein Italiener als erster über die Ziellinie fahren. 100 Jahre später trafen sich nostalgische Automobilliebhaber aus ganz Europa zu einer Neuauflage des Kaiserpreis-Rennens.

Unter dem ironischen Beinamen „Wilhelms Revanche“ fand vom 31. Mai bis 3. Juni 2007 das Oldtimer-Rennen statt. Zugelassen waren drei- und vierrädrige Fahrzeuge bis einschließlich Baujahr 1925. Die 118 Kilometer lange Rennstrecke durch den Taunus sollte möglichst genau der Distanz des Originals entsprechen. Gewertet wurde nach Herstellerländern unterteilt nach zwei Klassen bis 1907 und 1908- 1925. Das älteste Auto war der deutsche Bergmann Tonneau aus dem Jahr 1900. Zu weiteren teilnehmenden Fahrzeugen aus der Zeit vor dem 1. Weltkrieg zählten der Mercedes Simplex 60 hp von 1903, Charron Typ 12 HP von 1907 und Opel Sport 2-Sitzer von 1911 (Foto), um nur wenige der 44 Teilnehmer zu nennen.

Opel 1911

Natürlich konnte angesichts des Dinosaurieralters der Fahrzeuge von keine Bedingungen wie bei herkömmlichen Rennen die Rede sein. Um die Oldtimer nicht zu überlasten galten andere Gewinnkriterien als Schnelligkeit und die Wägen mussten vorgeschriebene Geschwindigkeitsgrenzen einhalten. Eine Expertenjury bewertete die Teilnehmenden Fahrzeuge nach bestimmten technischen Gesichtspunkten und so ging schließlich Großbritannien als die siegreiche Nation hervor. Dass Deutschland die Revanche wieder nicht gelang sollte aber nicht allzu ärgerlich sein. Schließlich kann die Tatsache, dass die antiquierten Autos überhaupt funktionierten als ein Erfolg für jeden einzelnen Fahrer gewertet werden.

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Teilnehmer der Mille Miglia flickr©jcheng

„Das schönste Rennen der Welt“ adelte einst Ferrari-Firmengründer Enzo Ferrrari die Mille Miglia, die „Tausend Meilen“ von Italien. Vom 15. bis 18. Mai werden sich rund 350 Oldtimer auf den Weg durch den Norden Italiens machen, um am einem der traditionellsten Rennen der Welt teilnehmen zu können.

Der weltberühmte Klassiker, zu dem eigens Modelle aus allen Teilen der Welt eingeschifft werden, übt auf die Fahrer eine ganz besondere Faszination aus. Da hier nur Oldtimer an den Start gehen können, die zwischen 1927 und 1957 gebaut wurden, bekommt man als Zuschauer Klassiker zu Gesicht, die sonst nur in Museen und in den Garagen der Besitzer aufbewahrt werden. Für die Fahrer selbst ist die Mille Miglia die ideale Möglichkeit, um noch einmal das Fahrgefühl wieder aufleben zu lassen und nebenbei können sie die einzigartige Landschaft Norditaliens genießen.

Bereits seit 1927 gehört die Mille Miglia zum jährlichen Rennkalender, aber seit jeher versuchen die Fahrer aus aller Welt die Dominanz der italienischen Fabrikate zu brechen. Zwar gelang es Mercedes und andere vereinzelt die Phalanx zu durchbrechen, aber im Großteil der Rennen behielten Lancia, Ferrari und Alfa Romeo die Oberhand.

Rein technisch ist die Mille Miglia eine ganz besondere Herausforderung, schließlich müssen die Oldtimer eine Strecke von 1.600 Kilometern bewältigen – nicht gerade eine tägliche Herausforderung. Der Ruhm, den man ernten kann, reicht aber für die Ewigkeit.    [...mehr]


Autos auf der Langenburg Historic flickr©Jons pics

Am kommenden Wochenende wird das kleine Städtchen Langenburg zum Schauplatz für Oldtimer-Fans. Auf der Langenburg Historic 2008 (11.-13.April) können Besitzer von Fahrzeugen, die vor dem Jahr 1971 gefertigt wurden zum Wettstreit gegeneinander antreten.

Wenn man einmal in der jüngsten Vergangenheit ein Oldtimer-Rennen verfolgt hat, wird man recht schnell festgestellt haben, dass das Klischee vom Schneckenrennen vollkommen unzutreffend ist. Bei der dreitägigen Oldtimerveranstaltung in Langenburg lässt sich dieses Klischee beim Nachtprolog oder der schwierigen Bergprüfung eindrucksvoll wiederlegen. Auch hier wird mit harten Bandagen, aber mit großer Rücksicht auf die wertvollen Autos, um den Sieg gekämpft. Wer also schon immer einmal sein Gefährt auf Renntauglichkeit testen wollte, kann dies bei der Langenburg Historic 2008 gerne tun, zumal die Strecke wirklich anspruchsvoll ist und so mancher an seine Grenzen gestoßen ist.

Wer es etwas ruhiger angehen und trotzdem sein Schmuckstück der Öffentlichkeit präsentieren möchte, kann an der Orientierungsfahrt am Samstag durch das wunderschöne Umland von Langenburg teilnehmen. Natürlich kommen auch Oldtimer-Fans ohne Fahrzeug voll auf ihre Kosten, denn zahlreiche Schätze der Automobilgeschichte werden einfach nur zum Anschauen und Anfassen ausgestellt.

Den Aufenthalt in Langenburg kann man mit einem Besuch im Oldtimer-Museum oder dem Schloss Langenburg abrunden.    [...mehr]