» Horch
Der Horch 850 - eine Bauserie, die auch den letzten Zweifler anno 1935 davon überzeugte, dass es nur einen König der Automobilbauer gab: Die Horch Werke. Die Nachfolgeserie des Horch 500 überzeugte damals mit ihrer sanft geschwungenen Karosserie und einem Design, nach dem sich die Reichen und Schönen die Augen ausschauten.
Der Horch 853 ist das Kabriolett der Serie - noch heute gilt es als der weltweit schönste Sportwagen dieser Zeit. Angetrieben wird dieses Wunder der Automobilkunst von einem 8zylindrigen 4-Takt-Motor mit 4,944 ccm Hubraum. Eine Höchstgeschwindigkeit von 135 km/h bei einem Gewicht von zweieinhalb Tonnen - dieser Wagen konnte noch beides: Gut aussehen und Leistung bringen.
Das Gefährt wurde in einer exklusiven Stückzahl von nur 619 Exemplaren hergestellt. Der Verbrauch von 22 Litern auf 100 km/h ist für ein Gefährt aus dieser Zeit relativ normal, auch wenn er natürlich vom heutigen Standpunkt aus ein extremes Kostenloch darstellt.
Dafür verzaubert der Wagen jede Straße, die er entlanggleitet. Er wird heutzutage noch des öfteren bei Hochzeiten, auf Oldtimer-Treffs und natürlich auf Messen gesichtet. Für mich jedes Mal ein Highlight. Wenn man den Horch sieht, versteht man auch verstehen, warum Horch und nicht Stoewer zu der Zeit das Mass aller Ding war
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In einer Zeit, wo das Auto immer mehr in den Mittelpunkt des Interesses rückte, weil es sich von einem Luxusgut zum Alltagsprodukt gewandelt hatte, brachte die Auto Union einen Wagen heraus, der aus designtechnischer Sicht eher ein Rückgriff war als ein Fortschritt war.
Möglicherweise ein Grund, weshalb sich der unscheinbare Auto Union 1000 in der heutigen Zeit einer großen Anhängerschaft erfreut. Der Auto Union 1000 war alles andere als Verkaufsschlager und erreichte am Ende seiner Produktion eine Stückzahl von etwas über 171.000 Fahrzeuge. Schuld daran war laut Experten, dass das Design des 1000 längst überholt gewesen war. Da er auch mit sehr wenig technischen Neuerungen versehen war, gab es zwar eine solide Käuferschaft, aber keinen Ansturm.
Aus heutiger Sicht ist der Auto Union 1000 ein wunderschöner Klassiker, der immer noch gern erworben wird. Höhepunkt der Baureihe war und ist das Auto Union 1000 S de Luxe Coupé, das erstmals mit Scheibenbremsen versehen war. Daneben gab es noch ein Cabriolet, einen klassischen Viertürer und einen Kombi. Alle Motoren verfügten über einen Hubraum von 981 ccm und variierten zwischen 44 PS und 55 PS. Mit einer Höchstgeschwindigkeit zwischen 120 km/h und 140 km/h ordnete sich der Auto Union 1000 unauffällig im Mittelklassesegment ein.
Trotz aller Kritik, die der Auto Union 1000 seinerzeit erfuhr, gehört zu den schönsten Oldtimern der 50er Jahre. [...mehr]
Die Stoewer-Automobile wurden mit dem Ende des 2. Weltkrieges zu Grabe getragen. Die traditionelle Firma, die im heutigen polnischen Stettin zu Hause gewesen war, fiel nach der geographischen Neuordnung auf polnisches Gebiet und somit in staatliche Hände, wo anscheinend kein Interesse herrschte, die Produktion fortzuführen.
Das Unternehmen, welches schon 1858 als Feinmechanische Reparaturwerkstatt gegründet wurde, gehörte am Ende des 19. Jahrhunderts zu den Pionieren des Automobils. Mit dem „Große Stoewer Motorwagen“ sollte eine neue Ära des
Unternehmens eingeläutet werden, die selbst durch die Wirtschaftskrise kein Ende fand. Zu den Glanzzeiten von Stoewer agierte man mit Horch und Mercedes auf Augenhöhe. Der Vorteil des Unternehmens war, dass man sich auf hochwertige und sportliche Luxuswagen spezialisiert hatte, statt einer typischen Massenproduktion zu folgen. In den 20er und 30er Jahren entwickelte man solide Modelle, die eine breite Käuferschicht fanden.
Zwischen 1917 und 1926 wurde die Herstellerpalette von Stoewer um die Produktion von Traktoren erweitert. Mit der Machtübernahme der Nationalsozialisten begann eigentlich schon der Niedergang des traditionellen Unternehmens, denn man wurde in die staatlich gelenkte Rüstungsproduktion
eingebunden und war für 11.000 Exemplare LEPKW verantwortlich. Die Beteiligung an der Rüstungsproduktion dürfte wohl die späteren Machthaber dazu veranlasst haben, das Unternehmen aufzulösen.
Liebhaber von historischen Automobilen sind bei Oldtimer-Auktionen ständig auf der Suche nach Stoewer-Automobilen. Gut erhaltenen Modellen müssen sich hinter den Neuheiten des Genfer Autosalon keinesfalls verstecken. [...mehr]
Der Name Horch ist heutzutage nur den wenigsten Menschen vertraut, lediglich Kenner der Automobilszene wissen mit dem Namen etwas anzufangen, dabei ist der Name Horch der Geburtsname der Marke Audi und die kennt ja nun wirklich jeder.
Audi ist die lateinische Übersetzung des Namens Horch oder etwas abgewandelt „Höre“. Diese kreative Namenswandlung wurde notwendig, weil August Horch seine erste Firmengründung mit dem Namen „Horch“ aufgrund eines Streites mit seinen Teilhabern verließ. Zwar gründete er in Zwickau die „August Horch Automobilwerke GmbH“, unterlag aber im
Namensstreit und nannte seine neuen Modelle „Audi“. Im Jahr 1932 kam es zum Zusammenschluss der alten Horch-Werke, von Audi, DKW und Wanderer zur Auto Union. Während des 2. Weltkrieges wurden die Horch-Werke erheblich beschädigt und nach Beendigung des Krieges von VEB Sachsenring Automobile Zwickau übernommen. Die Geschichte der Marke Audi wurde im westlichen Teil Deutschlands fortgesetzt.
Eine der imposantesten Schöpfungen der Horch-Werke ist der Horch 500. Imposante Zahlen wie 4.944 ccm, 100 PS und 24 Liter auf 100 Kilometer lassen auf einen Giganten schließen, den es in heutiger Zeit wohl kaum noch geben dürfte. Die Tatsache, das lediglich nur 122 Modelle des Horch 500 gebaut wurden, machen den Riesen zu einer wirklichen Rarität. Oldtimer-Liebhaber reißen sich bei Auktionen um ein Modell des 500, der aufgrund seiner beeindruckenden Größe bei dem Klassikern äußerst beliebt ist. Für einst 14.800 Reichsmark konnte man ein Modell erstehen, heute dürfte er wohl ein Vielfaches dieser Summe in Euro wert sein.
Der Horch 500 ist ein absolutes Liebhaberstück. Die Ausstellungsmodelle auf Messen gehören immer zu den Fixpunkten für die Zuschauer.








