Subaru Libero: Sechs Sitze, drei Zylinder

Als der Subaru Libero 1984 in die BRD kam, hatte Subaru Deutschland ein Problem: Subaru Sambar, wie der Minivan in Japan hieß, hätte hierzulande mit Sicherhit einen Prozess heraufbeschworen.

Der Subaru Libero bekam seinen Namen schließlich in einem Gewinnspiel – „Sambar“ hätte VW auf den Plan gerufen, zumal der Samba-Bus auch noch ein ähnliches Konzept war. Einige Bastler verpassten ihrem Subaru Allrad-Van in der Folge sogar eine VW T1-Front. Doch das lag außerhalb Wolfsburger Reichweite. Doch zurück zum Subaru-Auto, das seinesgleichen suchte: So tollkühn, sechs Personen auf 343 cm Länge und 143 cm Breite unterzubringen, war sonst kein Hersteller. Da der ohnehin nicht tadellose Libero allerdings bei voller Besetzung keinen Platz für Gepäck bot, wurde er bis 1998 nur knapp 23.000 Mal verkauft.

Konkurrenzloser Subaru Allrad-Van

Denn der Subaru Libero 4WD war als hohes und schmales Fahrzeug mit regulärem Heckantrieb und zuschaltbarem Allrad bei Wind kein Vergnügen. Offroad verhinderten die kleinen 13-Zoll-Felgen mit 155 80R Reifen und die langen Überhänge Kletterorgien wie beim CJ Jeep oder dem Chevrolet Blazer, doch ließen sich mit dem Subaru Allrad-System auf Schnee und Matsch immerhin quasi alle gleichgroßen Fahrzeuge düpieren. Schoss aber jemand das Subaru Auto von hinten in der Ampelschlange ab, konnte es schnell teuer werden, da der Motor bis in die Heckstoßstange ragte und so leicht Schaden nahm.

Subaru Libero ist nichts für klamme Kassen

Einen Subaru Diesel gab es für den Van nie, doch die 37 bis 40 kW starken Subaru 1.0 und 1.2 Liter Benziner sorgten für völlig ausreichende 130 km/h Spitze. In der letzten Baureihe, dem Subaru Libero FA sorgten seitliche Glaseinsätze sowie je ein Schiebe- und Hubdach für gesteigerte Wohnlichkeit. Als Subaru Gebrauchtwagen ist der Minibus zurzeit nur etwas für eingefleischte Markenfans, da hohe Rostanfälligkeit und teilweise hohe Kfz-Steuer wie Ersatzteilpreise und Reparaturkosten einen kostengünstigen Einsatz mit Kleinwagen-Budget leider nicht zulassen.