Starion – nur das beste von jedem

Der Starion weist augenscheinlich keine eigenen Styling-Ideen auf – wozu auch, Mitsubishi Motors brauchte in den 80ern nur von den direkten Konkurrenten das Beste abzukupfern.

Wer den Starion sieht, den allen die Klappscheinwerfer klar als Kind der 80er Jahre auszeichnen, zieht sofort unweigerlich Vergleiche zu anderen Sportwagen seines Segments: Ab 1987 dicke Kotflügel-Backen und Lufthutzen in der Motorhaube? Erstere kennen wir vom Porsche 944, die seitlichen Hutzen hatte Plymouth bereits beim’68er Roadrunner. Glaskuppelheck und breite B-Säule? Toyota Supra und Pontiac Firebird lassen grüßen, wie überhaupt bei der Frontgestaltung. Doch da auch Mitsubishi Motors den US-Markt bedienen wollten, der eine Mindesthöhe für Scheinwerfer vorschrieb, war eine gewisse Uniformität unumgänglich.

170 PS Minimum im Starion

Als der Starion 1982 in die Autohäuser rollte, war er wie obige Konkurrenten ein weiterer Hecht im Coupeteich. Das 443 cm lange und 171 cm breite Mitsubishi Auto tat sich mit 170 PS aus nur zwei Litern Hubraum hervor – kein Wunder bei der Turboaufladung des vierzylindrigen Mitsubishi Motors mit Silent-Shaft-Ausgleichwellen. Zudem gab es satte 245 Nm Drehmoment, die über ein manuelles Fünfgang-Getriebe klassisch wie sportlich an die Hinterachse geleitet wurden. Vorne und hinten Einzelradaufhängung, dazu rundum Scheibenbremsen – war das Blechkleid vom Mitsubishi Modell Massenware, so spannender ging es darunter zu.

Aufladung des Mitsubishi Motors fordert Tribut

Mitsubishi Motors hatte mit dem Starion in der Tat ein reichlich heißes Eisen im Feuer: in 7,6 Sekunden flitzte er von 0 auf 100 km/h, das Spitzentempo betrug 220 Sachen. Großen Anteil daran hatten auch das Leergewicht von 1.220 bis 1.245 kg sowie die recht geringe Höhe von 132 cm. Doch wie auch andere Turbomodelle dieser zeit, war auch das Mitsubishi Coupe nicht von der abstinenten Sorte: 8 bis 16 Liter Super waren kein Problem. Doch die Fans verzeihen ihm das ob seiner sportlichen Talente – Rallye wie Rundkurs – gerne. Und wer mehr Leistung wollte, betrieb Mitsubishi Tuning, indem er etwa das ab 1987 eingeführte 2,6-Liter-Kraftwerk implantierte.