Renault 6 – der vergessene Franzose

Der Renault 6 – auch gut bekannt als Renault R6 – stellt ein kompaktes Pkw-Modell dar, das zwischen Herbst 1968 und Frühjahr 1980 vom Band lief. Mittlerweile kennt es kaum noch jemand.

Der Renault 6 kam im Oktober 1968 in den Handel. Er war als etwas größerer Nachfolger des Renault 4 gedacht, ähnlich wie der Opel Ascona eigentlich den Kadett B ablösen sollte. Der Renault R6 visierte mit seiner für die damalige Zeit modernen Gestaltung, das dem des größeren Renault 16 ähnelte, in erster Linie junge Familien an. Er wurde im Laufe der Zeit in verschiedenen Varianten gebaut, die sich vor allem in der Optik unterschieden. So waren die Frontscheinwerfer der Urversion rund und hatten einen Aluminiumrahmen. Der Frontgrill des 386 cm langen, 150 cm breiten und 148 cm hohen Kompaktwagens war verchromt.

Ein Facelift gab’s für den Renault R6

Im August 1973 erhielt der Renault Oldtimer quadratische Frontscheinwerfer, größere Rückleuchten und einen Kühlergrill ohne Chromzierrat sowie eine geänderte Nummernschildbeleuchtung. Im April 1980 wurde die Produktion des Renault 6 in Europa gestoppt; ihn löste der seit Mai 1976 gebaute Renault 14 ab. In Südamerika zählte das geräumige Schrägheck-Modell lange Zeit zu den populärsten Fahrzeugen. Dort baute man den Renault R6 noch bis ins Jahr 1984 weiter.

Renault 6 bis zu 60 PS stark

Den Renault R6 lässt sich aus technischer Sicht in drei Grundvarianten unterscheiden: Die Urversion Renault 6 L wies 845 ccm Hubraum auf und leistete 25 kW (34 PS). Der R6 TL mit dem Werkscode R1180 wurde zwischen 1969 und 1978 hergestellt und verfügte über 1108 ccm Hubraum, die beiden weiteren Varianten besaßen 33 kW (45 PS) bzw. 35 kW (47 PS). Die kräftigste Variante R6 GTL (R1181) war mit einem Hubraum von 1397 ccm und einer Leistung von 60 PS deutlich stärker. Weitere Modernisierungen vom Renault Oldtimer steigerten aber die Fahrleistungen bei gleichzeitiger Senkung des Benzinverbrauchs.