Range Rover – Luxus auf vier angetriebenen Rädern

Land Rover – klar, die mit den völlig spartanischen Kraxlern. Dass diese Firma etwas derart komfortables wie den Range Rover erdachte, traf viele völlig unerwartet.

Als Land Rover feststellte, dass es sowohl knorrige, unbezwingbare Geländewagen als auch luxuriöse Limousinen gab, war klar, dass ein gelungene Mischung her musste: Im Gegensatz zu heutigen SUV, die höchstens wie Geländewagen aussehen, sollte der Range Rover sich auch in äußerst unwegsamem Terrain souverän fortzubewegen. Damit hatte der britische Landadel endlich einen adäquaten Jagdwagen, wollte man dem Shooting Brake auf Aston Martin-Basis den matschigen Waldweg nicht zumuten. 1970 eine echte Sensation – ein 445 cm langes Nutzfahrzeug voller Komfortfeatures.

Range Rover kommt mit V8-Power

Der Range Rover basiert auf dem langen Land Rover Defender Serie III, verfügte also über eine  robusten Kastenrahmen, 254 cm Radstand und punktete nicht nur mit ordentlich Bodenfreiheit: Die großen Federwege der Starrachsen erlauben beachtliche Verschränkungen, zudem lässt sich das Längsdifferential sperren sowie eine Geländeuntersetzung manuell zuschalten. Genügend Leistung verschaffte dem zunächst ausschließlich als Dreitürer verfügbarem Allradler der 135 PS starke 3.5-l-V8 von Rover, eine zugekaufte Aluminium-Konstruktion der amerikanischen Marke Buick.

Land Rover überarbeitet den Range sanft, aber stetig

Beim Range Rover fand 1981 die erste wesentliche Veränderung statt: Nun bot Hersteller Land Rover auch einen Fünftürer an, der den Zugang zu den Rücksitzen erheblich vereinfachte. Erst 1982 war optional eine Chrysler-Automatik zu bekommen, während 1984 eine Benzineinspritzung Einzug hielt, die einen Leistungszuwachs auf 155 PS versprach. Damit war das Ziehen schwerer Anhänger ein noch größeres Vergnügen – ohnehin war der Anhängerbetrieb von Anfang an bedacht worden: Der Anhänglastlast von 3,5 Tonnen wurde ab Markteinführung mit Scheibenbremsen rundum begegnet.