Peugeot 104 – das Löwenbaby

Der Peugeot 104, ein 358 cm kurzer und 139 cm hoher Kleinwagen, wurde im September 1972 präsentiert. Anfangs war der Wagen nur als Viertürer mit kleinem Kofferraumdeckel verfügbar.

Im August 1973 ergänzte die Peugeot 104 Z genannte ein dreitürige Version das Angebot der Peugeot Händler. Der offiziell als Coupé bezeichnete Peugeot Oldtimer war gerade einmal 330 cm lang 134 cm hoch. Im Rahmen der Modellpflege im Juli 1976, die größere Scheinwerfer und Rückleuchten brachte, erhielt der viertürige 104 gegen Aufpreis eine großen Heckklappe, die ihn damit zum Fünftürer machte. 1975 entwarf die Löwenmarke zum Ausbau der Modellfamilie eine Stufenheck-Limousine und einen Kombi, brachte die Prototypen anders als VW wenig später beim vergleichbaren Derby allerdings nicht in Serie.

Peugeot Oldtimer auf Wunsch stark motorisiert

Im Peugeot 104 feierte darüber hinaus ein neu entwickelter Vierzylinder-Aluminium-Motor Premiere, bei dem Motor und Getriebe einen gemeinsamen Ölvorrat nutzten und die Zylinder um 72 Grad nach hinten gekippt waren. Das anders als bei zeitgenössischen Kleinwagen á la Trabant 601 oder Citroen 2CV selbstverständlich wassergekühlte Triebwerk schöpfte aus 954 ccm 45 PS Leistung, die Variante mit 1124 ccm sogar 50 PS. Später hinzugefügte Motoren mit 1360 ccm bauten das Portfolio mit drei Leistungsstufen von 60, 72 und 79 PS nach oben hin aus. Mit letzterem war der 760 kg leichte Peugeot Oldtimer mehr als adäquat motorisiert.

Peugeot 104 wird 16 Jahre lang gebaut

Als Nachfolger vom Peugeot Oldtimer sowie den baugleichen Schwestermodellen Citroen LN/ LNA und Talbot Samba der drei Modelle wurden der im Sommer 1983 der Peugeot 205 lanciert und ab Herbst 1986 der Citroen AX. Nach der Einführung des Peugeot 205 wurde die Vermarktung des 104 Anfang 1984 nahezu überall mit Ausnahme von Frankreich eingestellt. Im Sommer 1988 gab es den Peugeot 104 auch dort nicht mehr zu kaufen. Die Peugeot 100er-Modelle belebte nach kurzer Pause der Herbst 1991 präsentierte Peugeot 106 wieder.