Der VW Derby war nur bei seinem Erscheinen gefragt – 72.412 verkaufte Exemplaren im Einführungsjahr 1977. Danach ging es mit dem Derby rasch bergab.

Wer den VW Derby heute ins Gespräch bringt, wird das erkennen: Die meisten zucken ahnungslos mit den Schultern, während die wenigen wissenden meist dreckig lachen. Dabei war der Derby an sich clever konstruiert: Die kleine Limousine war eigentlich ein Polo mit Stufenheck, den sie anfangs sogar im Verkauf weit übertraf. Technisch basierte der Kleinwagen auf dem Schwestermodell Audi 50. Wie dieser hatte er einen vorne quer eingebauten Motor und Frontantrieb. Für das 730 kg leichte Auto waren die 0,9 bis 1,3 l großen Vierzylinder mit Leistungen von 40 bis 60 PS allemal ausreichend. [...mehr]
Jaja schon klar, Manta B Tuning ist das Letzte und nur für geschmacks- wie bildungsbefreite Proleten. Nun aber gewann der Irmscher Manta 400 bei den ADAC 24h-Classic die Gruppe A+B bis 2500 ccm.
Der Irmscher Manta 400/68-08 wurde am Freitag von Uwe Nittel, Martin Wagner und Josef Stengel bei wechselhaftem Wetter vor über 250.000 Zuschauer durch die „grüne Hölle” gejagt. Gejagt wurde der Opel Tuning-Bolide im wahrsten Sinne des Wortes: die zahlreichen Opel Fans an der Strecke fieberten mit dem Irmscher Manta B mit, der in kundigen Händen eindrucksvoll die Porsche- und BMW-Armada aufmischen konnte. Am Schluss vom Zeittraining kam das Fahrertrio mit dem Manta auf Startplatz 10 – nicht schlecht bei 163 Startern. [...mehr]
Mit 50 auf den Nürburgring: Insgesamt 140 Renault R4 stellten im Rahmenprogramm der „World Series by Renault“ ihr Potential auf dem Grand Prix-Kurs in der Eifel unter Beweis.

Für ein Renault R4-Treffen in Deutschland stellt diese Anzahl einen neuen Rekord dar. Grund für die große Parade war der 50. Geburtstag des R4. Zur Feier reisten Renault 4-Halter aus Belgien, Luxemburg, Österreich, Frankreich, Deutschland und der Schweiz an den Nürburgring. Sie stellten den Zuschauern Autos aus 31 Jahren Modellgeschichte vor. Das betagteste Fahrzeug war einer der ältesten noch existenten Renault 4 aus dem Debütjahr 1961. Der jüngste mit dem Produktionsdatum den 30. Juli 1992 zählt wiederum zu den letzten der im Ganzen 8.135.424 produzierten Einheiten. [...mehr]
Es muss nicht immer Chevy sein: Wer sich einen Dodge Ram gebraucht zulegt, fällt womöglich stärker auf als die Bowtie-Kollegen: Als älteres Modell ist der Dodge Pick Up gar nicht mal so häufig.

Der Dodge Ram wurde unter dieser Bezeichnung zum ersten Mal 1981 verkauft und gehörte zur Dodge D-Serie. Wer mit dem Hinterradantrieb der D-Modelle nichts anfangen konnte, orderte das W-Modell mit Allradantrieb. Der Dodge Pick Up war mit dem 6 Fuß 5 Zoll (ca. 2 m) langen Shortbed und der längeren 8 Fuß (ca. 2,5 m) Ladefläche verfügbar. Die Kunden konnten zwischen den Modellen 150 mit einer halben, 250 mit einer dreiviertel und 350 mit einer ganzen Tonne Zuladung wählen. Heutzutage haben Dodge Ram 1500, 2500 und Co. einfach eine Null mehr im Namen, laden aber genauso viel zu wie ihre Ahnen. [...mehr]
Vor 30 Jahren lancierte Volkswagen den Scirocco II - damit kommt der VW Scirocco offiziell in den Genuss der Oldtimer-Zulassung.

Der VW Scirocco der zweiten Generation war elf Jahre auf dem Automarkt, bis die Produktion 1992 ein Ende fand. Als der Corrado 1989 debütierte, blieb der Scirocco 2 zunächst weiter im Programm. Die Karosserie des im März 1981 eingeführten neuen Scirocco war erheblich weicher gezeichnet als die des Scirocco 1 und zeigte bereits wesentliche Stilmerkmale der zweiten Golf-Generation. Auch wenn die Außenlänge um 20 Zentimeter zulegte, diente baute der Volkssportler weiterhin auf der Golf- und Scirocco-I-Plattform auf. Damit blieb bei gleichem Radstand auch dessen narrensicheres Fahrwerk mit Frontantrieb erhalten. [...mehr]
Renault R4 auf Speed: Ein Team von vier französischen Petrolheads will vom 13. bis 19. August bei den „Saline4Fun“ auf dem Salzsee von Bonneville mit einem getunten R4-Kastenwagen einen neuen Geschwindigkeitsrekord aufstellen.

Der Renault R4 von 1983 bekam für den Rekordversuch den 290-PS-Motor eines Renault 5 Turbo aus der französischen Tourenwagenmeisterschaft desselben Jahrgangs implantiert. Auch weitere Bauteile entnahmen die vier Freunde dem historischen Renault Regal: Das Getriebe baut auf denen von Renault 21 Turbo und Renault 25 GTX auf. Die Bremsen des Renault-Tuning-Monsters stifteten der Renault 25 vorn und hinten der Clio 2. Maximale Sicherheit gewährleisten neben einem Überrollkäfig und einem Feuerlöscher ein besonderes Gurtsystem sowie ein Schalensitz nach US-amerikanischer Norm. Die totale Verzögerung obliegt einem Bremsschirm, der im Dach des R4 platziert ist. [...mehr]
Der Porsche 356 gehört definitiv zu den Autos, an deren Steuer ein Mann in seinem Leben zumindest ein einziges Mal gesessen haben sollte. Der Wagen gehört in die Gruppe der prägenden und stilbildenden Automobilen.
Ferry, der Sohn von Ferdinand Porsche, dem Entwickler des VW Käfer, zeichnete sich zusammen mit seinem Mitarbeiter Karl Rabe für die Entwicklung des eleganten Porsche verantwortlich. Seitdem steht praktisch jedes Modell für Power, Perfektion, Purismus und Präzision. [...mehr]
Eine originalgetreue Replik des Subaru Legacy RS, mit dem Collin McRae 1991 die Manx Rallye auf der Isle of Man gewann, ist 2011 auf gleich zwei bedeutenden Klassiker-Events vertreten.

Die Subaru Allrad Ikone wird in diesem Jahr von Volker Dannath pilotiert, der 2011 bereits an der Hamburg-Berlin Klassik und der Paul Pietsch Classic zum 100. Geburtstag des Verlagsgründers mit Beifahrer Kruppa zugegen war. Die Reihe der rund teilnehmenden hundert Old- und Youngtimer wurde geleitet von einem Bugatti 35, der Typ, mit dem Paul Pietsch im Mai 1932 seine Rennfahrer-Karriere startete. Auch die Startnummer 2 hat Legendenstatus und direkten Bezug zu Paul Pietsch: Auf einem Veritas RS wurde der Freiburger 1950 Deutscher Sportwagenmeister. [...mehr]
Wem der noble Chrysler New Yorker tatsächlich zu wenig Kofferraum oder, wahrscheinlicher, zu wenig Sitzplätze aufwies, der war mit dem Chrysler Town & Country bestens bedient.

Der Name Town & Country hatte bei Chrysler Tradition – bereits 1946 hießen die wunderschönen und entsprechend teuren Modelle mit hölzernen Karosserieteilen so. Wenn gleich diese Woodies extrem edel aussahen, so lag der eigentliche Sinn der Town and Country-Modelle darin, den nach dem Krieg vorerst noch seltenen Stahl zu sparen. Fiat, Ford und Morris zum Beispiel gingen ebenso vor. Doch ab den späten 50er Jahren wich das echte Holz der erheblich wetterfesteren Plastikfolie, das gediegene Image behielt der Chrysler Kombi wie auch seine zahlreichen inländischen Konkurrenten trotzdem. [...mehr]
Wer sich 1955 einen Opel Kapitän kaufen konnte hatte es so was von geschafft – entweder durch harte ehrliche Arbeit oder umfangreiche Schwarzmarktgeschäfte zuvor.

Der Opel Kapitän war ab dem Modelljahr 1954 mit einer modernen Ponton-Karosserie versehen worden, die mit der Vorkriegsgestaltung des Vormodells nichts gemein hatte. Stilistisch wie prestigeseitig war Mercedes der einzige Konkurrent weit und breit – heutzutage unvorstellbar. Der Käpt’n mit seiner amerikansich inspirierten Linienführung, vier vorne angeschlagenen Türen und einer einteiligen Windschutzscheiben wirkte aber auch modern. Der 2,5 Liter große Reihensechser mit 68 bis 75 PS schob den großen Rüsselsheimer in 23 Sekunden auf 100 – die Masse der Kleinstwagen-Besitzer waren froh, über 60 Sachen zu schaffen. Auch war das Wirtschaftswunder langsam zu spüren – bis Herbst 1955 konnten sich 61.543 wohlhabende Kunden diesen Opel Kapitän kaufen. [...mehr]



