

Mit dem Opel Corsa TR sollten die konservative Kunden im Kleinwagen-Segment gelockt werden. Doch in Deutschland wollte sich kaum einer als solcher erkennen lassen.

Der Opel Corsa TR darf als Antwort auf den anfänglichen erfolg des VW Derby gewertet werden. Die Wolfsburger bauten ein Stufenheck an ihren Kleinwagen, die Rüsselsheimer hatten nichts Besseres zu tun, als es nachzumachen. Dazu kam der zeitliche Abstand: In Deutschland war der Corsa erst ab März 1983 als zweitürige Limousine (bis April 1985 „TR“ genannt) verfügbar. Da wollte den Derby schon längst keiner mehr haben. Ab 1985 gab es wie beim dreitürigen Schrägheck des Opel Corsa A auch Versionen mit vier bzw. fünf Türen. [...mehr]
Das Steilheck kam mit dem Polo II auf den Markt. Presse und Publikum waren auf der 1981er-IAA gleichermaßen überrascht: Ein Kleinwagen ganz ohne Schrägheck, vielmehr ein kompakter Kombi.

Der damals neue VW Polo bot bei nur wenig gewachsenen Abmessungen deutlich mehr Innenraum. Das Dach wurde bis ins Heck verlängert, der fast senkrechte Heckabschluss bewirkte maximales Ladevolumen, während es für die Hinterbänkler mehr Kopffreiheit gab. Schmale, senkrechte Rücklichter erlaubten eine möglichst breite Laderaumöffnung. Ein langes Seitenfenster und nach hinten gezogene Radläufe hoben auch in der Seitenansicht den Kombi im unter Herbert Schäfer gezeichneten Polo II hervor. Neu war das Design indes nicht, Chevrolet Vega Kammback und Ford Pinto Wagon waren ganz ähnlich gestaltet. Die Grundarchitektur des Vorgängers veränderte sich wenig, auch die schraubengefederte Starrachse hinten hatte Bestand. [...mehr]
Wer einen Buick Electra fuhr, hatte es definitiv geschafft: Das Oberklasse-Schlachtschiff aus dem Hause Buick war quasi eine Eintrittskarte in die bessere Gesellschaft.

Wenngleich der Buick Electra auch kein Cadillac oder Lincoln war, so umgab es eine Aura des sportlichen, leistungsorientierten Fahrers und eben nicht die des Rentners mit Hut und Angst vorm Gaspedal. Diesen deutlichen Vorteil hatte Buick auch vor seinen direkten Mitbewerbern Chrysler, vor allem aber Mercury. Dabei war es nicht so, dass die so genannten Buick Land Yachts der Konkurrenz davon gefahren wären: Die Electra der frühen bis mittleren 70er Jahre war ausschließlich mit einem 455 cui großen V8 Big Block zu bekommen, während der Chrysler New Yorker 40 und der Mercury Grand Marquis über 460 cui Hubraum verfügte. Das würdigten 794.833 von ’71 bis ’76 Käufer. [...mehr]
Stichtag 23. Juli 1941: Der kleine amerikanische Automobilbauer Willys-Overland wird an diesem Tag von der US Army offiziell mit der Fertigung von 16.000 „Willys MB“ beauftragt, gemeinhin bekannt als Jeep.

Der Jeep-Legende voraus ging die Ausschreibung für ein leichtes, wendiges und solides Militärfahrzeug. Aus den 16.000 Exemplaren des Willys MB sollten nicht nur 250.000 und ein befreites Europa werden, der Vertrag ist zugleich der Startschuss für eine ganzen Fahrzeuggattung und der Marke Jeep. Bereits 1938 hatte die US Army 135 Fahrzeughersteller nach einem vierrädrigen Ersatz für die bisher genutzten Kurier-Motorräder mit Seitenwagen und Ford Model T angefragt. Leicht und agil sollte das Gefährt sein, robust und zuverlässig, mit Allradantrieb plus Geländeuntersetzung versehen und 250 Kilogramm Nutzlast befördern können. Binnen 49 Tagen waren Konstruktionspläne und ein erster Prototyp abzuliefern, weitere 26 Tage später 70 Testfahrzeuge. [...mehr]
Mit dem Kyalami leistete sich Maserati einen richtigen Griff daneben. Denn der Maserati Kyalami verkaufte sich nicht nur schlecht, er hatte auch ein denkbar mieses Image.

Womit der Maserati Kyalami punktete? Das waren vor allem die hauseigenen V8-Motoren, der zur Markteinführung ab 1976 lieferbare 4,2-Liter mit 255 PS, dem ab 1978 der 4,9-Liter mit 290 PS. Die aus dem Hause ZF stammende Fünfgangschaltung fiel durchweg als zu schwergängig durch, sodass die allermeisten Kunden zur Dreistufenautomatik vom Zulieferer Borg-Warner optierten. Ein weiteres Problem war die zweite Energiekrise für den Kyalami: Rund 25 Liter Sprit brachten nicht einmal herausragenden Fahrleistungen: Mit Glück lag in 7,8 Sekunden Tempo 100 an, Spitez waren schon damals unspektakuläre 235 Sachen. [...mehr]
Das Roadrunners Paradise Race 61 Festival 2011, ist, so kann man mit Recht sagen, buchstäblich ins Wasser gefallen. Die Party am Samstag, den 30 Juli 2011, zu der die Roadrunners nun einladen, findet definitiv im Trockenen statt.

Der Dauerregen machte dem Roadrunners Paradise Race 61 in der Tat den Garaus. Der Roadrunners Club hatte angesichts der nicht zu gewährleistenden Sicherheit auf der komplett nassen Strecke kaum eine andere Wahl, als das Rennen am Samstag abzusagen, die Hot Rods, Bikes und Startergirls konnten nicht in Aktion treten. Auch die Bands mussten in den Hangar des Flugplatzes evakuiert werden. Ein Berichterstatter der Berliner Zeitung leitete daraus nicht unabwegig ab, dass Petrus kein Rocker wäre. Doch wer etwas bei diesem Hot Rod-Treffen auf sich hielt, der ließ sich vom Wetter nicht beeindrucken und rockte trotzdem. [...mehr]
Kommt man auf den Ford Pinto zu sprechen, steht nicht der sparsame Vierzylinder im Mittelpunkt, sondern der Ford Pinto Skandal: Was ist dran an den angeblich leicht entflammbaren Autos?

Als der Ford Pinto 1971 auf den Markt kam, verkaufte er sich zunächst blendend. Dann hieß es, bei einem Heckaufprall gehe der Kleinwagen sofort in Flammen auf, da der Tank leicht beschädigt werde. Das traf durchaus zu, jedoch nicht in dem Maße, wie es von sensationslüsterne Medien rasch dargestellt wurde. Auch andere Kleinwagen als der Pinto hatten in dieser Zeit mit der gleichen Problematik und den gleiche Brandquoten zu kämpfen. Was hat ein leichter Cityflitzer auch für eine Chance, wenn ihm ein etwa doppelt so schwerer Fullsize Bolide a la Dodge Monaco oder Chevrolet Impala achtern reinrauscht? [...mehr]
Als der Fiat Ducato 1981 lanciert wurde, konnte keiner ahnen, dass das Nutzfahrzeug derart großen Erfolg haben würde. Auch hierzulande war und ist der Ducato äußerst beliebt.

Der Fiat Ducato I wurde als Typ 280 von 1981 bis 1990 und als überarbeiteter Typ 290 von 1990 bis 1994 vermarktet. Das leichte Nutzfahrzeug lief bei Sevel (Europäische Gesellschaft für leichte Nutzfahrzeuge) in Italien vom Band. Ein Einzelstück war der Ducato daher nicht, seine baugleichen Brüder hießen Alfa Romeo AR6, Peugeot J5, Citroen C25 und Talbot Express. Der Fronttriebler mit Lenkradschaltung konnte mit unterschiedlichen Aufbauten geordert werden, so etwa als Kastenwagen, Kleinbus oder mit Pritsche. [...mehr]
Dem Chevrolet Corvair ging eiene Rezession gegen Ende der 50er Jahre voraus: Kleine sparsame Autos mussten her, die großen Chevy Impala und Bel Air hatten Absatzprobleme.

Bei Chevrolet schaute man also, was die Konkurrenz zu bieten hatte: Ford baute den biederen Falcon, Plymouth den optisch gewöhnungsbedürftigen Valiant. Und VW verkaufte auch in den USA höchst erfolgreich den Käfer! Der war aber reichlich lahm, weswegen der Corvair wie der spätere Porsche einen luftgekühlten Sechszylinder-Boxermotor bekam. Im Debüt-Modelljahr 1960 wurde der Chevy durchaus gut aufgenommen, doch stellte man bald fest, dass der Chevrolet Corvair wie der Käfer hecklastig war und in schnellen Kurven zu abruptem Übersteuern tendierte. An sich nicht schlimm, doch waren die Kunden so etwas einfach nicht gewöhnt. [...mehr]
Mit dem Super Seven zeigte Colin Chapman, der Chef von Lotus Cars, wie Rennsport in
bezahlbarer Form auf die Straße gebracht wird. Doch den Fahrspaß gab es nur für Mutige – ängstlichen Naturen war der Budget-Bolide schlicht zu kompromisslos.

Was zeichnet den Lotus Super Seven aus? Primär vier Räder und ein Motor, dazu etwas, das entfernt an Sitze erinnert, sowie ein wenig Blech über der Mechanik. Die Krönung ist eine eher kleine Windschutzscheibe, und weil’s denn für eine Straßenzulassung sein musste, gab es schließlich noch Minimalkotflügel und eine Beleuchtungsanlage. Damit war man im Debütjahr 1957 bei Amateur-Rennen allerdings nicht vorne mit dabei: Der Zwölfhunderter von Ford war auch für damalige Verhältnisse mit 28 bis 40 PS kein Kraftwerk. Im Folgejahr sah es mit dem 75 PS starken Reihenvierzylinder von Coventry Climax schon ganz anders aus. [...mehr]


