Als der Chevy Camaro der zweiten Generation 1970 eingeführt werden sollte, verzögerte ein Streik dies lange. So wurden Camaro SS, Camaro Z28 und Co. erst spät als 1970 1/2-Modelle eingeführt.

Chevy Camaro Z28 der späten 70er ©flickr /MGSpiller
Der neue Chevy Camaro war optisch nicht wieder zu erkennen: Aus dem Hardtop-Coupe war ein Fastback geworden, die Cabrios entfielen komplett. Die Linienführung war reich an italienischer Inspiration und durchaus gelungen. Als größtes Aggregat war der LS6 Big Block geplant, doch stellte schließlich der bereits bekannte 396 cui V8 das Maximum dar, nun allerdings der Emissionen wegen auf 402 cui aufgebohrt. Der Camaro SS, den dieser V8 befeuerte, war mit 350 PS aber immer noch ein echtes Muscle Car. Wer ihn mit der Camaro RS-Option kombinierte, erhielt zudem Stummelstoßstangen und eine verlängerte Grilleinsatz.    [...mehr]


Wer in den 60er Jahren das Taunus Coupe für zu bieder befand, aber nicht auf die standfeste Kölner Mechanik verzichten wollte, griff kurzerhand zum Ford OSI.

Ford OSI von 1967 ©flickr / Rex Gray

Denn der Ford OSI verband einen robuste Technik mit dramatischem Design, das sich vor zeitgenössischen Coupes „echter“ Produzenten wie Iso Rivolta oder anderen italienischen Herstellern. Die Linienführung vom ehemaligen Taunus Coupe war und ist einsame Spitze, soviel Anmut und Dynamik gab es sonst nur für ein Vermögen. Die Abkürzung „OSI“ bedeutet „Officina Stampaggi Industriali“, die Karosserieschmiede. Deren Designer Sergio Sartorelli zeichnete auch den großen Karmann Ghia Typ 34. Beste Vorraussetzungen also.    [...mehr]


Als Ford 194 den Mustang lancierte, waren bei GM die Gesichter lang. Als für 1967 der Chevrolet Camaro angekündigt wurde, musste Ford rasch nachlegen.

Chevrolet Camaro RS/SS von 1969 ©flickr / zombieite

Denn der Chevrolet Camaro war von Anfang an als Muscle Car geplant worden und war breit genug, auch einen Big Block V8 aufzunehmen. Ford zog nach, aber der 67er Mustang wurde nicht so ein Hit wie das Pony Car von 1964 – zu viele Mitbewerber rangen um die Gunst der jungen Kunden. Und Chevy bot einiges: Das als Coupe und Cabrio erhältliche Fahrzeug war mit zwei albernen Sechszylinder und – viel wichtiger – vier V8-Motoren geliefert, die zwischen 255 und 375 PS lieferten. Wer mit seinem Händler auf „Du“ war, konnte sogar 425 Pferde ordern. Das Optikpaket vom Camaro RS mit den verdeckten Scheinwerfen sowie die rasanten Camaro SS und Z28 sorgten für weitere Begeisterung, sodass 220.906 Exemplare verkauft werden konnten.    [...mehr]


Wem der Jaguar XJ einst zwei Türen zuviel hatte, stand vor der Wahl: es lockten die Jaguar Coupe-Version XJC oder der Gran Turismo XJS.

Jaguar XJC V12 ©flickr / mark.mitchell.brown
Der Jaguar XJC bot dabei alles, was dem anderen Jaguar Coupe fehlte: klassisches, konservatives Aussehen und ein Stufenheck im Gegensatz zum Fließheck des Personal Luxury Coupe XJS. Das Jaguar XJ Coupe bestach in der seitlichen Linienführung durch den Verzicht auf Chromapplikationen und eine äußerst gekonnt gestaltete C-Säule, die die der XJ-Limousine in Sachen Eleganz um Längen übertraf. Auch das Vinyldach war ausgesprochen geschmackvoll. Die B-Säule des Zweitürers entfiel und steigerte dadurch weiter die Anmutung. Nicht umsonst gilt das Coupe als attraktivste Variante der Serie II, ähnlich wie die Zweitürer des Mercedes W108.    [...mehr]


Der Cadillac Eldorado war als Personal Luxury Coupe ähnlich positioniert wie die Lincoln Continental Mk-Reihe. Doch hatte der Eldorado Frontantrieb und war auch als Cabrio zu haben.

Cadillac Eldorado von 1967 ©flickr / Wouter Duijndam
Als der Oldsmobile Toronado 1966 für Furore sorgte, befanden die GM-Verantwortlichen, dass der Cadillac Eldorado im Folgejahr auch das Prinzip des Frontantriebs und der Eigenständigkeit aufzugreifen hätte. So entstand aus dem Nobelhobel, der auf den DeVille-Modellen basierte, ein einzigartiges Personal Luxury Coupe. Der Cadillac wies ein kantiges Styling mit kurzem Heck und endlos langer Motorhaube auf. Der breite Kühlergrill wurde von Klappscheinwerfern flankiert, die den Eldorado dem Zeitgeschmack anpassten. Unter der Haube sorgte 1967 ein 429 cui, 1968 bis 1969 ein 472 cui V8 und 1970 schließlich ein 500 cui Kraftprotz mit 400 PS für souveräne neun Sekunden von 0 auf 100 und 192 km/h Spitze.    [...mehr]


Per Badge Engineering vom Austin Healey Sprite Mk2 abgeleitet, brachte der Midget MG quasi gratis einen attraktiven Sportwagen. Der MG Roadster machte es seinem Ahnen bald schwer.

MG Midget 1500 mit kräftigen Stoßstangen ©flickr / mark.mitchell.brown
Als der Midget MG im 1961 ohne große eigene Entwicklungsarbeit einen günstigen Sportwagen bescherte, schien der Markt nur darauf gewartet zu haben: Der MG Midget Mk1, ein 348 cm kurzer und etwa 735 kg leichter Flitzer konnte bis zu seinem Auslaufen im Jahr 1964 25.681 Kunden bezirzen. Unter der Motorhaube tat zunächst ein 948 ccm großer Vierzylinder mit 46 PS Dienst, den 1962 ein Elfhunderter mit 56 PS ablöste. Mit dem kleinen Motor wurde der Benzinverbrauch auf lächerliche 7 Liter bemessen. Der Fahrkomfort vom kleinen MG Roadster war allenfalls marginal, der Fahrspaß jedoch um so größer.    [...mehr]


Mit dem Alfa Montreal wollte der italienische Staatsbetrieb einen edlen GT auf die Räder stellen. Das gelang zwar, doch kam der Alfa Romeo Oldtimer zu falschen Zeit.

Alfa Romeo Montreal von 1973 ©flickr / Rex Gray
Mit dem Alfa Montreal war’s beim Autoquartett wie in der Wirklichkeit: Der Achtzylinder konnte so manche Karte gewinnen, doch war der Rest eher mau. Der Alfa Romeo Oldtimer wurde zur Weltausstellung 1967 in Montreal als namenlose Studie präsentiert und fand großen Anklang. Für die Serienherstellung änderte man die Technik vom Rennwagen Alfa Tipo 33 auf größere Alltagstauglichkeit ab, der 2,6 l große V8 mit Trockensumpfschmierung war ein Novum der Firma. Als Mittelmotor wurde das Triebwerk nicht verbaut, die breiten Schlitze der C-Säule simulieren jedoch wie beim Ford Capri I derartige Lufteinlässe.    [...mehr]


Mit dem Austin Healey Sprite fuhr sich der britische Hersteller direkt in die Herzen der Fans. Dem Charme des Frogeye Roadster erlagen sie reihenweise – heute noch.

Austin Healey Sprite Frogeye ©flickr / exfordy
Der Austin Healey Sprite war in der Tat ein großer Wurf: Der Roadster mit dem freundlichen Gesicht, das wegen der herausragenden Scheinwerfer „Frogeye“ getauft wurde, war mit 699 Britischen Pfund erschwinglich. Der Morris Minor spendete Lenkung und Bremse, der Austin A35 steuerte Motor und Getriebe bei. Somit verfügte der Austin Healey Frogeye Sprite über 43 PS und 71 Nm Drehmoment aus 948 ccm, was für eine Höchstgeschwindigkeit von 133 km/h langte. Dieser Austin Healey Oldtimer, gebaut von 1958 bis 1961, wurde in einer Stückzahl von 48.987 Exemplaren hergestellt und erfreut sich in der Szene größter Beliebtheit.    [...mehr]


Der Ferrari 308 ist ein recht häufig gebauter Mittelmotor-Sportwagen, der vor allem durch die Fernsehserie Magnum bekannt wurde.

Ferrari 308 GTS ©flickr / FurLined

Im Ferrari 308 musste für den langen Darsteller Tom Selleck erst einmal der Sitz modifiziert werden. Dann konnte der Detektiv Ganoven einsammeln und wichtiger noch, Frauen bezirzen. Dies gelang ihm in allen verwendeten Fahrzeugen, sei es im von 1977–1980 gebaute Ferrari 308 GTS, im Ferrari 308 GTSi, der von 1981 bis 1982 mit der leistungsraubenden Einspritzanlage langweilte oder auch im kräftigen Ferrari 308 GTS Quattrovalvole. Wenngleich sich Magnum in der Serie öfter mal eine fing, behandelte er den Wagen seines Arbeitgebers immer pfleglich.    [...mehr]


Vom 11. bis zum 13. Juni ist es wieder soweit: Der Oldtimer Markt in Bockhorn öffnet seine Pforten.

Bockhorner Oldtimermarkt: Vorstellung der Rallye-Teilnehmer ©Bockhorner Oldtimermarkt
Der Oldtimer Markt in Bockhorn zählt zu den wichtigsten Events der Szene in Norddeutschland und wird in diesem Jahr bereits zum 29. Mal abgehalten. Der „Bockhorner Oldtimer- und Teilemarkt“ erwartet über 3.000 historische Fahrzeuge, seinen es rasante Sportwagen, komfortable Luxuslimousinen, urwüchsige Motorräder, schwere Nutzfahrzeuge oder kraftvolle Traktoren. Rund 20.000 Besucher bekommen die Klassiker an diesen Tagen in einer idyllischen Parklandschaft präsentiert. Auch der Autohandel kommt, wie der Name erraten lässt, nicht zu kurz: Auf dem Teilemarkt mit 1.000 Ständen finden Schrauber und Sammler Ersatzteile, Werkzeug und weiteres Zubehör wie auch Antiquitäten und nostalgische Accessoires.    [...mehr]


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