„Mein Maserati fährt 210…“Damit konnte Sänger Markus eigentlich nur den Maserati Biturbo meinen. Denn Maserati Spyder und Coupe machten anfangs etwa soviel Spitze, obgleich das Werk geringfügig mehr versprach.

Der Maserati Biturbo befand sich preislich und von der Ausstattung her in der oberen Mittelklasse. Zu seiner Einführung im Jahr 1981 war der Biturbo lediglich als Zweitürer mit Stufenheck zu haben. 1983 folgte dem Maserati Coupe die viertürige Limousine – quasi der Quattroporte für Arme, 1984 schließlich komplettierte der Maserati Spyder das Trio. Seine kantige, geradlinige Karosserie, ähnlich der des 3er BMW, kennzeichnete den Biturbo stets als Kind er ganz frühen 80er Jahre, woran auch das sanfte Facelift an der Front von 1990 nie etwas zu ändern vermochte. Ob die neue Leuchteneinheit die vorherigen Doppelscheinwerfer an Eleganz übertraf, muss jeder selbst mit sich ausmachen. [...mehr]
„Mopar or no Car“ heißt es bald wieder: Das Team vom Mopar Shop lädt Fans und Besitzer der amerikanischen Urgesteine am 23. Oktober zum Season Closer 2010 ein.

Der Mopar Shop von Oliver Zinn im nordrhein-westfälischen Olfen ist für viele Besitzer der in der Regel recht schnellen US Cars die erste Anlaufstelle, wenn es darum geht, 440 Magum, 426 Hemi und Co. in Schuss zu halten oder zu frisieren. Wer sich gerade am Begriff „Mopar“ aufhängt: Er steht für Motor Parts, die Performance Parts- und Ersatzteilabteilung der Chrysler Corporation. Kurzerhand bezeichneten die Pentastar-Freaks alle Produkte des Konzerns, also auch Plymouth, De Soto, Dodge und Imperial. Je nach Wohlwollen – oder Baujahrsbegrenzung - fallen die aufgekauften Marken AMC, Eagle und Jeep ebenfalls mit ins Raster. Für alle Mopar Manicas bietet die Crew aus Olfen nun die Möglichkeit, die Show and Drive Saison ausklingen zu lassen und die Restore & Tune Saison einzuläuten. [...mehr]
Der Mercedes W116 war jene S-Klasse, die noch heute gern mit dem günstigeren W123 verwechselt wird. An der Ampel löscht der 450 SEL 6.9 aber alle Zweifel aus.

„Mit dem 450 6.9 bauen wir einfach mal einen Wagen, um alle, wirklich alle Mitbewerber wie Autos von gestern aussehen zu lassen!“ Anders kann es im Lastenheft für das Topmodell der Mercedes W116 Reihe kaum gestanden haben. Denn der im Jahr 1975 debütierte Mercedes 450 SEL 6.9 hatte nicht nur den vergrößerten V8 aus dem Mercedes 600, sondern von allem ein bisschen mehr, ohne kitschig zu wirken. Niveauregelung, elektrische Gardinen, Scheinwerferwaschanlage, Klimaautomatik anstelle ordinärer Klimaanlage, eingebaute Vorfahrt… Hier wurden die Insassen wirklich verwöhnt; wer sich diesen Trumm leisten konnte, hatte es definitiv nach ganz oben geschafft. [...mehr]
Der Plymouth Fury kam 1956 als Topmodell über dem Plymouth Belvedere in die Autohäuser und war anfangs nur als weißes Coupe erhältlich.

Ab 1959 ersetzte der Plymouth Fury den Belvedere vollständig, der später als Intermediate zurückkehren sollte. Nach dem Debakel mit den geschrumpften Fullsizes zu Anfang der 60er fand der Fury ab 1965 zu alter Größe zurück und war als Fury I, Fury II, Fury III sowie Sport Fury erhältlich. Damit zielte die Chrysler Corporation direkt auf die großen Chevy Biscayne, Bel Air, Impala und Impala SS. Der für 1966 eingeführte Plymouth VIP (Very Important Plymouth) sollte es wiederum mit den luxuriösen Chevrolet Caprice und Ford LTD aufnehmen. Tatsächlich hatten die Plymouth Fury Modelle wesentlichen Anteil am Plymouth Absatz dieser Zeit. [...mehr]
Bei amerikanischen Geländewagen-Ikonen denken die meisten an den Jeep, egal ob Willis oder Wrangler, und den Hummer. Der Chevy Blazer kommt, da hierzulande recht unbekannt, kaum einem in den Sinn.

Der Cheyv Blazer betrat im Modelljahr 1969 den amerikanischen Automarkt. Seine Konkurrenten waren der ICH Scout und der Ford Bronco, die ihrerseits dem CJ Jeep einige Kunden abjagen wollten. Im Gegensatz zu diesen dreien war der Chevrolet Blazer kein kurzer Dünenkrabbler, sondern ein echtes Fullsize-Fahrzeug. Kein Wunder, wurde doch aus Kostengründen der ebensogroße Chevrolet K-Pickup als Basis gewählt. Rahmen und Ladefläche etwas gekürzt, avancierte der K5 Blazer zum Publikumsliebling und verkaufte sich bereits 1970 besser als Scout und Bronco. War im Einführungsjahr nur die Allrad-Version mit Starrachsen verfügbar, ergänzte ein Jahr darauf ein Hecktriebler mit vorderer Einzelradaufhängung das Programm. [...mehr]
Wer einen Oldtimer kaufen will, sollte sich in vielen Fällen, fließt nicht eine beachtliche Summe Geld, auf eine mehr oder minder aufwendige Oldtimer-Restauration einstellen.

Grundsätzlich gilt bei einer Oldtimer Restauration: Blechteile der Karosserie lassen sich – wenn auch mitunter zeitaufwendig und daher teuer – nachfertigen. Andere Oldtimer-Teile wie Innenausstattung, Zinkdruckguss-Parts oder Zierleisten können schon eher zum Problem werden. Beim Oldtimer Kaufen ebenfalls zu beachten: Anstelle der unrettbaren Originalsitze können durchaus Sitze aus aktuellen Neuwagen montiert sein – dass das kostengünstige H-Kennzeichen damit allerdings in große Gefahr wegen mangelnder Originalität geraten kann, ist ebenfalls zu bedenken. Bei der Autosuche ist dieses Dilemma zu berücksichtigen, vor allem, wenn beim Oldtimer Kaufen ein exotisches Modell auf der Wunschliste steht. [...mehr]
Der Ford Scorpio hatte mit seinem Vorgänger, dem beliebten Ford Granada mit Ausnahme auf den Heckantrieb nicht viel gemein. Das war der wesentliche Fehler vom Ford Youngtimer.
Der Ford Scorpio hatte die unrühmliche Aufgabe, sich ab 1985 als Granada-Nachfolger am von Uwe Bahnsen geprägte Ford Design mit Fließheck und große Glasfläche einzubringen. So rollte eine große Fließheck-Limosine in die Showrooms der Ford Händler und erfuhr dort wenig Beachtung. Letzteres hatte im Wesentlichen zwei Gründe: Wer ein großes Autos der gehobenen Mittelklasse wollte, griff bei traditionell bei Mercedes und BMW, neuerdings auch bei Audi zu. Lieder war der typische Fordkunde eher konservativ eingestellt und mit dem Granada Stufenheck sehr zufrieden. Gerade dies ließ der Ford Youngtimer Scorpio zunächst missen – dummerweise auch den Kombi. [...mehr]
Als der Wartburg 311 im Jahr 1956 debütierte, entsprach der Mittelklasse-Wagen gängigen Vorstellungen von Design und Ausstattung. Speziell das elegante Wartburg 311 Coupe wusste zu begeistern.

Dass der Wartburg 311 eine stinkende, blaue Fahne hinter sich herzog, war den Gegebenheiten der Zeit geschuldet. Zweitakter waren damals – den Vorkriegserrungenschaften von DKW sei Dank – in Ost und West gleichermaßen vertreten, doch modern waren sie angesichts der Viertaktmotoren in VW Käfer, Opel Kadett und Mini beileibe nicht mehr. Andererseits hielt die recht anspruchslose Technik Einzug in Wartburg 311 Coupe, Kombi und Limousine, da sie ohnehin da war und obendrein einfach instandzuhalten. Als erheblich moderner erwies sich der Frontantrieb, der wie beim Citroen DS als fortschrittlich galt und auch fortan in allen DDR-Autos mit Ausnahme des großen Sachsenring P240 zu finden war. [...mehr]
Der Volvo 480 war ein ganz unmögliches Fahrzeug – es brach mit allen Volvo Autos, die bis dato vom Band gelaufen waren.

Dabei sollte der Volvo 480 ES den Fortschritt in das konservativ konstruierte Modellprogramm bringen. Der sollte sich in Frontantrieb und Quermotor zeigen – was den Fans damaliger Volvo Autos hinten an der angetrieben Starrachse vorbeiging. Wer nicht wusste, dass da gerade ein 480 ES an einem vorbeigefahren war, konnte den gerade einmal 132 cm hohen 480 leicht für einen Honda Civic Aerodeck halten – die sportlich herunter gezogene Front ließ kaum Platz für den Pfeil zwischen den Scheinwerfern. Daher wurde das Volvo-Logo in den Grill unter die Stoßstange verlegt, wo es allerdings kaum sichtbar war. [...mehr]
Der Ford Capri war seinem Intimfeind Opel Manta leistungsmäßig stets voraus. Der Ford Turbo V6 sollte sichern, dass das auch so blieb.
Der Ford Capri Turbo kam 1981 in die Autohäuser, als bereits Saab 99 Turbo, BMW 02 Turbo und Porsche 911 Turbo das Feld für die aufgeblasenen Boliden geebnet hatten. Zudem darf der Capri Turbo für sich verbuchen, die spätere Ford Turbo-Ära mit Sierra Cosworth und Escort Turbo eingeleitet zu haben. Wie es dazu kam? Der Capri III, ein aufwendig modifizierter Capri II brauchte ein neues Zugpferd – spätestens ab 1981, als der 3.0 Essex V6 durch den Ford 2.8i V6 mit Einspritzung ersetzt wurde. Also hieß es bei Werkstuner Zakspeed Haube auf und Turbolader drunter. Allerdings nicht an den V6 mit Einspritzung, der Solex Doppelvergaser musste noch mal Bekanntschaft mit dem Zwoachter schließen. [...mehr]


