Der Fiat 850 galt als Mobilitätsgarantie für halb Europa. Noch heute ist der fahraktive Kleinwagen gefragt – unter anderem als Fiat 850 Coupe.

Dass der Fiat 850 auch als Coupe zu haben sein musste, war eine in jeder Beziehung weise Entscheidung: Günstiger ließ sich mit Fiat 850 Sport nicht treiben, spaßiger mit Ausnahme des abgeleiteten Siata Spring auch nicht unbedingt.
Das heckgetriebene Fiat 850 Coupe wurde wie der 850 Spider im Jahr 1965 präsentiert; beiden trugen den mit 843 ccm nicht besonders hubraumstarken Reihenvierzylinder aus der 850 Limousine, seinerseits eine Weiterentwicklung des Triebwerks vom Fiat 600. Hier sorgte allerdings ein Weber Fallstromvergaser 30 DIC1 für 47 PS im 850 Coupe und für 49 im Spider. Das Drehmoment lag bei überschaubaren 61 bzw. 63 Nm. [...mehr]
Der Ford Probe sollte ursprünglich den Fox-Body-Mustang der 80er Jahre ablösen. Gott sei Dank wetterten dessen Fans massiv gegen den Ford Probe 1.

Denn der Ford Probe hätte aus dem Mustang das gemacht, was passiert, wenn man ein erfolgreiches Fahrzeug mit Heckantrieb auf Frontantrieb umbaut: eine Lachnummer, der die Kunden weg laufen. So geschehen beim Toyota Celica. Dem Fiat Spider. Dem Alfa Spider. Auch Chevrolet spielte mit dem Gedanken, die nicht unbedingt zeitgemäßen angetriebene hintere Starrachse des direkten Konkurrenten Camaro in die Wüste zu schicken und auf den expandierenden Frontantrieb zu setzen. Doch auch hier die gleichen Reaktionen wie beim Ford Probe 1: Schlimm genug, dass die Motoren seit den frühen 70ern an Leistung verloren, da musste es nicht auch noch „Wrong Wheel Drive“ sein. [...mehr]
Kommodes Reisen war im BMW 2000 ein leichtes. Sportlich wurde es, hatte man sich für den BMW CS – das Coupe – entschieden.

Beim BMW 2000 steht die Zahl für den gerundeten Hubraum in ccm, der sich auf vier in Reihe gelagerte Zylinder verteilt. Heißestes Modell der Baureihe war natürlich der BMW 2000 CS. Das C beim BMW CS stand für Coupe, das S für Viergang-Schaltgetriebe – und mit dem war es eine Wonne, die 120 PS und 167 Nm Drehmoment an die angetriebene Hinterachse weiterzuleiten. Damit waren im BMW CS flotte 10,5 Sekunden für den Spurt von 0 auf 100 km/h nötig, die Höchstgeschwindigkeit lag bei mehr als respektablen 185 km/h. da bedurfte es schon mindestesn eines Opel Commodore, um Mitzuhalten. [...mehr]
Mit der Lancia Flavia hatten die Italiener nicht nur ein bildhübsches Auto geschaffen – das Lancia Coupe fuhr auch recht narrensicher.

Was der Lancia Flavia heute Punkte auf Oldtimertreffen einbringt, war früher Quell des Ärgernisses: Bei seiner Einführung im Jahr 1960 stimmte die konservative Optik des Blechkleides noch – doch sah das Lancia Coupe spätestens ab der zweiten Hälfte der 60er-Jahre doch arg veraltet aus. Eine Einstellung vom Lancia Flavia Coupe, das ferner auch als viertürige Limousine zu bekommen war, wurde zunächst nicht erwogen – ein technisches Update sollte der mechanisch für damalige Verhältnisse avantgardistischen Firma Aufschub gewähren. [...mehr]
Der Buick Skylark sah aus wie ein großes Auto und war auch dementsprechend ausgestattet. Doch tatsächlich war der Skylark klein, leicht und agil.

Der Buick Skylark kam 1961 als Upgrade für den Special auf den Automarkt, um auch für erheblich anspruchsvollere Kunden einen Kompaktwagen bereitzuhalten und sie so von Ford Falcon und dem ebenso günstigen Chevrolet Corvair abzuhalten. Optisch war das zunächst nur als zweitüriges Coupe, später auch als Hardtop und Cabrio erhältliche Fahrzeug streng den Fullsize-Modellen angepasst. Technisch glichen sie ihnen ebenfalls, mit Frontmotor und vorderer Einzelradaufhängung sowie Heckantrieb mit Starrachse. Eine flexible Kardanwelle und einen riesenhaften Vierzylinder wie beim verwandten Pontiac Tempest hielt man für zu gewagt. [...mehr]
Der Ferrari Mondial gilt heutzutage eher als Ladenhüter. Doch gerade als Ferrari Spider macht er Familienausflüge besonders schön – und schnell.

Zwar ist der Ferrari Mondial nicht mit einem der legendären Zwölfzylinder der Marke geadelt, sondern „lediglich“ mit V8-Aggregaten zwischen 214 und später 300 PS. Die waren – wenngleich anfangs nicht wirklich Quell explosiven Antritts - durchaus in Ordnung, ganz im Gegensatz zu den Proportionen der Karosserie. Das Ferrari Coupe geht schlimmstenfalls als verlängerter 308 GTB durch, doch beim Ferrari Spider wird das lange Elend erst richtig sichtbar und verschlimmert durch die Tatsache, dass hinter der einigermaßen alltags- und erwachsenentauglichen Rückbank noch ein Motor sitzt. [...mehr]
Die erste Generation VW Scirocco verkaufte sich ansehnlich: Innerhalb von sieben Jahren wurden weltweit 504.153 Scirocco 1 abgesetzt.

Der VW Scirocco war bei seinem Debüt tatsächlich die Reifeprüfung – für die vielen Autoteile, die er sich mit dem dringend benötigten Käfer-Nachfolger Golf I teilte. Die Alfa-lastige Reifeprüfung im Kino ist ein ganz anderes Thema. Wenngleich der Scirocco 1 auf der Bodengruppe des Golf entwickelt wurde, debütierte er 1974 zwei Monate vor dem für Wolfsburger Verhältnisse mindestens revolutionären Kompaktwagen. Freilich übernahm der Scirocco auch den unsportlichen Frontantrieb, doch musste andererseits in seinen hinterradgetriebenen Konkurrenten Opel Manta und Ford Capri auch der richtige Motor stecken, um sie als Sportwagen durchgehen zu lassen. [...mehr]
Darf es ein bisschen mehr sein? Chevy Suburban-Fahrer kennen die Frage nicht nur vom Tankwart. Doch im Chevrolet Suburban war nicht nur der etwa 150 Liter fassende Tank ein wenig größer.

Der Chevrolet Suburban ist genau das richtige Gefährt für Menschen mit großen Transportbedarf. Zwei ordentliche Sitzreihen und dahinter eine Garage groß genug für einen Smart – das bot sonst keiner an. In den ersten Modelljahren war der Suburban von Chevrolet ein großer Kombi mit zwei Türen, Frontmotor und Heckantrieb - quasi ein schwerer Pkw. Recht bald basierte der Chevy Suburban auf dem Fahrgestell der leichten Bowtie Pick Up Trucks und ging damit als Geländewagen bzw. später als SUV durch, anfangs noch mit zwei Türen. Ab 1960 konnte auf der Optionsliste Allradantrieb angekreuzt werden, womit das Fahrzeug als „Chevrolet K“ klassifiziert wurde – die Hecktriebler hießen Chevrolet C. [...mehr]
Mit dem BMW CSI kam endlich zeitgemäße Benzineinspritzung ins Portfolio der 6er BMW. Allen voran fuhr der BMW 635 CSI.

Als 1975 der neue 6er BMW herauskam, hatten die Bayern einen großen Wurf gelandet. Fortan wurde darauf geachtet, mit verschieden starken Modellen eine möglichst große Käuferschicht zu erreichen: Der BMW 630 CS zielte auf jene ab, die mehr der grandiosen Optik erlegen waren, während der BMW 635 sich an tendenziell dynamischere Zeitgenossen richtete. Speziell als BMW CSI – Coupe, Sport, Injection (Einspritzung) machte das komfortable Coupe viel her. Äußerlich war der 635 CSI durch Front- und Heckspoiler, Zierstreifen an den Flanken und BBS-Alufelgen mit Kreuzspeichen zu identifizieren. [...mehr]
Der Renault 5 Turbo machte es ab 1980 vor, wie der ideale Kleinwagen mit Extra-Dampf auszusehen hatte: Der Renault Turbo-Boost ging aufwendig an die Hinterachse.
Das Basisfahrzeug Renault 5, auch bekannt als „le car“ hat im Serienzustand Frontantrieb, doch für den beabsichtigten Rallye-Einsatz des R5 Turbo musste die Motorkraft an die Hinterräder. So wanderte der mit einem Turbolader aufgerüstete Renault 1.4-l-Vierzylinder längs hinter die Vordersitze, wobei die Rückbank der kistenartigen Motorabdeckung zu weichen hatte. Das Renault Turbo-Triebwerk mobilisierte 118 kW/160 PS; das maximale Drehmoment von 210 Nm lag bei 3250 Touren erreicht. Damit stand nach 6,9 Sekunden Tempo 100 an, die Höchstgeschwindigkeit vom R 5 Turbo betrug 205 km/h. [...mehr]



