Bekannt ist der Mercedes Benz 200D vor allem als das meist gefahrene Taxi seiner Zeit. Die deutlich schwächer motorisierten Dieselvarianten des Mercedes Benz W 110, 190D und 200D, verkauften sich wesentlich besser als die Benziner.
Bis zum Erscheinen des Opel Rekord 2100 D im Jahre 1972 war Mercedes nach der Einstellung des Borgward 1800 Diesel in Deutschland alleine auf weiter Flur, wenn es um die Verwendung der Selbstzünder ging.
Die Dieselversionen des W110 waren vor allem wegen ihrer Langlebigkeit und Zuverlässigkeit in Verbindung mit ihrem geringen Treibstoffverbrauch und dem großen Kofferraum als Taxi in Deutschland und der Welt sehr beliebt. Obwohl sie mit 55 PS und 127 km/h Spitze über relativ wenig Motorleistung verfügten, liefen beide Versionen in den Produktionsjahren 1961 bis 1968 insgesamt 387.263 Mal vom Band. Die bis zu 120 PS starken Benziner brachten es trotz drei verschiedenen Modelle „nur“ auf 241.019 produzierte Exemplare. [...mehr]
Die Auto Bild Klassik veranstaltet dieses Jahr zum zweiten Mal die große Oldtimer-Rallye von Hamburg nach Berlin.
Die erste Hamburg-Berlin Klassik Rallye war im letzten Jahr ein voller Erfolg: Nicht nur wurden viele Oldtimer nach Gleichmäßigkeit und Zuverlässigkeit gewertet, die Zuschauer an den Etappenposten waren auch begeistert von den großartigen und teilweise skurilen Klassikern.
Nein, dies ist kein Scherz. 1957 erhielt der Chefkonstrukteur von Opel, Dr.-Ing. Karl Stief, vom amerikanischen Mutterkonzern General-Motors die Order, einen „perfekten Anti-VW“ zu entwickeln. Der Opel Kadett A 1000 sollte die Marktdominanz des VW Käfers brechen.
Der erste seiner Art war der Kadett freilich nicht. Schon in den 30er Jahren des vergangenen Jahrhunderts wurde in Rüsselsheim ein Fahrzeug mit dem Namen „Kadett“ gefertigt.
Vom „neuen“ Kadett erfuhr die Öffentlichkeit sehr wenig. Erst als in Bochum eigens ein neues Werk gebaut wurde, deutete es sich an, dass Opel ein neues Modell in Planung hatte. Mehr, als dass es ein Kleinwagen werden sollte, erfuhr man aber jetzt auch noch nicht.
Sehr viel Informationen über die Entwicklungszeit des Kadett sind bis heute nicht bekannt. Opels Heimlichtuerei war in dieser Hinsicht ein voller Erfolg. [...mehr]
Theoretisch könnte man die Geburtsstunde von Opel auf das Jahr 1863 datieren. Damals machte sich Adam Opel in einem ehemaligem Kuhstall selbstständig. Das erste Produkt, was unter seiner Regie den Namen Opel trug, war eine Nähmaschine. Auch wenn Opel zur Zeit eine ungewisse Zukunft hat, so kann die Marke doch beinahe auf 150 Jahre Geschichte zurückblicken. Einen Teil davon, lässt sich im Museum in Herne bewundern.
Nur wenige Menschen verbinden mit der Marke Opel mehr als nur Autos. Aber erst nach dem Tod des Firmengründers 1895 begannen seine Söhne zuerst mit der Fahrradproduktion und 1898 mit der Herstellung des ersten Automobils von Opel. Es blieb aber nicht nur bei Autos, auch einige Motorräder trugen das Firmenlogo. Ab 1901 war das erste Opel-Motorrad mit 2 PS für 700 Mark zu haben.
Sicherlich war gerade die Automobilproduktion prägend für die Rüsselsheimer in den letzten 100 Jahren, doch Opel ist mehr, als nur eine Automarke. Um so erfreulicher ist es, dass dementsprechend im Opel Museum in Herne, welches von der „Hilmar Born Opel-Museum Interessengemeinschaft“ geführt wird, Exponate aus allen Bereichen der Konzerngeschichte ausgestellt sind. [...mehr]
Bei der Marke Honda denkt man nicht an Oldtimer. Kaum jemand erinnert sich an vierrädrige Hondas, die älter sind als die erste Generation des Civics. Und doch hat der einzige neben Toyota unabhängige Fahrzeughersteller der Autowelt einige Automobile geschenkt, die Anerkennung verdienen.
Es verwundert nicht wirklich, dass Honda immer noch hauptsächlich mit Motorrädern in Verbindung gebracht wird, zumindest in Europa. Dies ist vor allem der Präsenz der Motorradmarke im Rennsport, dank Valentino Rossi, und dem guten Ruf der ihrer Bikes geschuldet.
Zudem ist das 1948 gegründete Unternehmen erst seit Mitte der 1960er im Automobilbau präsent und beschränkt sich nicht nur auf KFZs, sondern ist auch im Flugzeugbau und der Elektronik tätig.
Der Honda Z ist nun ebenso klein wie selten. Vielleicht ist dies auch der Grund, warum er in Europa alles andere als einen Wiedererkennungswert besitzt. Gerade einmal von 1970 bis 1974 wurde es produziert, das Coupé auf Basis der Limousine N600. Und auch dem einzigen Nachfolger, der 1998 wieder ein „Z“ im Namen trug, blieb ein langfristiger Erfolg versagt. [...mehr]
Eigentlich ist der Typ 85Q ein Audi 80, nur eben mit dem berühmten Quattro-Antrieb. Die Bezeichnung Typ 85Q war ursprünglich nur ein Werksinterna, wurde aber schnell auch außerhalb der Werke in Ingolstadt gebräuchlich.
Der Audi 80 B wurde 1978 als Nachfolger der ersten Modellserie vorgestellt. Für das Design zeichnete sich zuerst Claus Luthe verantwortlich. Als dieser aber zu BMW wechselte, übernahm Giorgio Giuiaro die Regie bei dem Projekt.
Dementsprechend wurde das Modellprogramm der Ingolstädter neu geordnet. Nachdem der „Urquattro“ 1980 als einziges in Großserie produziertes Straßenfahrzeug mit Allradantrieb seine Erfolgsserie startete, wurde das Quattro-Logo zum Markenzeichen aller Allrader von Audi und ziert bis heute in jeder Modellreihe mehrere Fahrzeugtypen.
1982 erhielt auch der Audi 80 einen Quattro-Antrieb. Äußerlich wurde der 80 dem Coupé und dem „Urquattro“ angepasst, was Kenner der Fahrzeuggeschichte ein wenig schmunzeln lässt, sind doch das Audi Coupé und der Quattro eigentlich selbst Ableger des Audi 80B. [...mehr]
Als Schüssel für Kleinstadtproleten mit Pornobalken verschrien, der Fahrer Zielobjekt unzähliger Witzeleien und Klischees, von Fuchsschwänzen, Spoilern, Breitreifen und Rallyestreifen verunstaltet und trotzdem nicht nur bei Liebhabern mit einseitiger Bräunung am linken Unterarm Kult… . Oder vielleicht gerade deswegen?
Gemessen an den Stückzahlen waren die beiden Manta-Serien ein voller Erfolg. 1.056.436 Wagen wurden verkauft und allein 557.940 davon waren B’s. Der letzte von ihnen, ein weißer Manta B GSI, rollte am 28. August 1988 direkt vom Werksgelände ins Museum. Seit dem lebt und leidet der Manta B unter seinem mehr oder weniger legendären Ruf.
Der Urmanta, der Manta A von 1970, erinnerte sehr an die klassischen Pony-Cars aus Amerika, musste aber mit wesentlich weniger Motorleistung auskommen. Das Coupé der Limousine Opel Ascona A brachte es in der stärksten Serienmotorisierung gerade einmal auf 1,9 Liter Hubraum und 90 PS. Auch der Capri, mit dem die Amerikaner den Erfolg ihres Ford Mustangs auch in Europa fortführen wollten, konnte in Sachen Motorleistung nicht annähernd mit dem amerikanischen Vorbild mithalten. Es war eher die sportliche Karosserie, die bei den deutschen „Pony-Cars“ zum Verkaufsargument avancierte. [...mehr]
Irgendwie denkt man sofort an die Prohibition und Al Capone, wenn man den Adler Primus erblickt. Aufrechte Karosserie, Starrachsen und große Scheinwerferaugen. Doch wie viel der insgesamt 6.713 gefertigten Fahrzeuge wirklich in Chicago gefahren sind, kann keiner sagen.
Gefahren ist Capone sicherlich nie einen, denn in den Jahren, in denen der Primus in Deutschland vom Band lief, saß der Gangsterboss schon längst auf Alcatraz ein.
Ursprünglich stellte Adler Fahrräder her, erst 1900 begannen die Werke in Frankfurt damit, auch Automobile zu produzieren. Zu Beginn des Ersten Weltkrieges waren die Adler-Werke der größte Automobilhersteller Deutschlands. Jedes fünfte Fahrzeug auf deutschen Straßen war derzeit ein Adler. Auch nach dem Weltkrieg konnte Adler seinen Erfolg ausbauen, doch den nächsten Krieg und seine Folgejahre überstanden auch die Adler-Werke nicht. 1955 gingen sie in der Grundig-Gruppe auf, aber bis dato, waren 212.000 Adler vom Band gelaufen.
Zu den legendären Klassikern der Marke gehören der Adler Primus und sein “Zwilling” der Trumpf. Er war etwas moderner gestaltet, musste sich aber mit magerer Technik begnügen.
Der Primus, der von 1932 bis 1938 gefertigt wurde, verfügte bereits über moderne hydraulische Bremsen und eine zentrale Schmieranlage. Trumpffahrer mussten sich weiterhin mit Seilzugbremsen und Schmiernippeln abmühen. So wurde trotz des konservativem Design die konzerninterne Hierarchie zwischen dem Primus und dem Trumpf gewahrt. Dennoch hatte der Trumpf in Stückzahlen gerechnet ungefähr doppelt soviel Erfolg.
Runde 30 PS auf 1.504 cm³ trieben die erste Baureihe des Primus auf eine Höchstgeschwindigkeit von 90 km/h. Der Vier-Zylinder-Reihenmotor verbrauchte im Schnitt zehn Liter Normalbenzin auf 100 Kilometer. 3.600 Reichsmark kostete der Primus seinerzeit. In den Jahren nach 1934 gab es die Limousine dann auch noch mit 1,7 Litern Hubraum und 38 PS.
Bei einer derart geringen Stückzahl ist der Adler Primus auf jedem Oldtimertreffen eine Seltenheit. [...mehr]
Der R-Type trägt seinen Beinahmen “Fliegender Teppich” zu recht, war er doch, als im Jahre 1952 die Produktion begann, das schnellste viersitzige Coupé der Welt.
Entwickelt wurde dieser Bentley als schneller Tourenwagen und sollte die Nachfolge des Bentley Mark VI antreten.
Lediglich 2.528 Exemplare wurden in den Produktionsjahren 1952 bis 1955 gebaut. Darunter 303 R-Type’s mit Karosserie-Sonderanfertigungen, Bentley hatte doch tatsächlich auf Kundenwunsch nur den Rahmen mit Motor ausgeliefert, und 207 R-Type Continental, die für den europäischen Markt gedacht waren.
Seine Verwandschaft zu den Vorkriegsmodellen von Bentley ist dem R-Type noch deutlich anzumerken. Bis auf Höhe der hinteren Türen gleich er dem Mark VI beinahe völlig. Erst das Heck des Boliden “stört” diesen Vergleich. An die Türen schließt sich ein geräumiger, weit ausholender Kofferraum an, der von einer einteiligen, gewölbten Aluminiumhaube verschlossen wird. [...mehr]
Ihre Namen klingen nach Kraft. Egal ob Camaro, Nomad oder Chevelle, man hört förmlich schon das Brüllen des V8 und spürt den Benzingeruch in der Nase. Muscle-Cars sind der Inbegriff amerikanische Automobilkultur.
Und der 1970er Chevrolet Chevelle 454 SS ist ein solches Kraftpaket in Reinkultur.
Typisch für Muscle-Cars ist der Chevelle eigentlich die “Sparversion” des Chevrolet Malibu, kleiner leichter, günstiger. Dennoch ist er mit einem getunten Big-Block-Motor ausgerüstet, der sonst zwei Tonnen schwere Familienlimousinen antreibt. Ergänzt mit einem straffen Fahrwerk, Scheibenbremsen, Doppelrohrauspuff, schwarzem Interieur und Rallystreifen kann es der Chevelle problemlos mit dem Pontiac GTO und Dodge Charger aufnehmen.
Zudem hat der SS 454 hin und wieder das Glück gehabt, unter seiner Haube die legendäre LS6-Maschine zu beherbergen. Dieses Aggregat, welches aus Versicherungsgründung nicht in der offiziellen Orderliste stand und demnach nur unter dem Ladentisch zu haben war, leistet noch einmal gute 90 PS mehr als der “normale” 454-Cui-V8 mit 7,4 Litern und 360 PS. Maximal 450 PS brachte der Chevelle so auf die Straße.
So viel Kraft braucht viel Atem. Am Ende der Motorhaube sorgt eine “Coal Induction” für die nötige Sauerstoffzufuhr. Bei hören Geschwindigkeiten presst die Luftströmung die Frischluft entgegen der Fahrtrichtung in den Luftfilter. Der “Super Sport” hat so viel Kraft, dass die Hinterräder selbst bei 50 km/h noch durchdrehen.
In 5,4 Sekunden bringt er es aus dem Stand auf 100 km/h, wenn der Fahrer es dann schafft, den Druck auf die Straße zu bringen. Bei einem Drehmoment von 750 Nm bei 3.600 Umdrehungen ist dies bei diesem Klassiker keine leichte Aufgabe. [...mehr]














