Mercury Comet – Mit Ford auf Erfolgskurs

Drei Gesichter hat er getragen, der Mercury Comet und keines davon gehörte alleine ihm. Als Marke der Ford Motor Company basierte jede Serie des Mercury Comet auf einem anderen Modell von Ford. Das wohl bekannteste aber längst nicht erfolgreichste war jenes Mercury Coupé Cyclone.

Nimmt man alle drei Serien zusammen, so wurde der Mercury Comet von 1960 bis 1977 gebaut und über 1,7 Millionen mal verkauft. Die erste Serie von 1960 bis 1965 basierte auf dem überaus erfolgreichen Ford Falcon.

Der ein Jahr zuvor eingeführte Falcon machte deutlich, dass nicht jeder Amerikaner darauf bestand, einen riesigen Straßenkreuzer zu fahren. Die Ford Motor Company wollte den Erfolg des Falcon weiter für sich nutzen und ließ 1960 auf dessen Basis den Comet von Mercury fertigen. Bis 1974 der Mercury Bobcat erschien, war der Comet tatsächlich das kleinste Modell von dieser Marke.

Der Mercury Comet, ein Ford mit anderem Namen

Mit 2,4 Litern war der Mercury genauso motorisiert wie der Falcon, da er aber auch etwas größer war, waren die Fahrleistungen beider Autos nicht identisch. Um diesen Nachteil auszugleichen , wurde zuerst ein 2,8-Liter-Motor und schließlich 1963 ein V8 mit 4.700 cm³ nachgeschoben. Die erste Modellserie des Mercury Comet brachte es auf 803.000 produzierte Exemplare.

1965 schickten die Amerikaner die zweite Reihe des Comet auf die Straße. Auf der Basis des Ford Fairlane unterschied sie sich nun deutlich von den früheren Modellen. Der Comet stieg mit 5,16 Metern Länge nun in die Mittelklasse auf, hatte übereinander liegende Scheinwerfer und verzichte auf die Heckflossen des 1960er Modells.

Der zweite Mercury Comet kam mit deutlich mehr Leistung

Auch das Triebwerk wurde von Mercury den neuen Dimensionen angepasst. Die Basis wurde nun ein Sechszylinder mit 3.300 cm³ Hubraum. Der stärkste Motor, ein V8 selbstverständlich, brachte es auf ganze 6.400 cm³. Zusätzlich sorgte Mercury mit neuen Modellbezeichnungen für Verwirrung. Nur noch das Basismodell trug das Kürzel Comet. Je nach Ausstattung und Karosserie wurden die „Pseudonyme“ Capri, Caliente oder Cyclone verwendet. Jene zweite Baureihe brachte es „nur“ auf 430.000 Fahrzeuge.

Der Ford Maverick lieh der dritten Generation des Mercury Comet sein Chassis

Der Mercury Comet Nummer drei, der ab 1970 in Serie ging, schrumpfte in seinen Dimensionen wieder etwas zusammen. Der Wagen auf der Basis des Ford Maverick brachte es mit sechs Zylindern nur auf 2.800, 3.300 und 4.100 Kubikzentimeter Hubraum und auch der V8 war mit seinen fünf Litern ebenfalls deutlich kleiner dimensioniert, als der des Vorgängermodells. Die dritte Serie brachte es in ihren sieben Jahren immerhin noch auf 487.000 Exemplare.

Auch heute noch ist dieser Klassiker kein allzu seltenes Bild auf Amerikas Straßen. Mercury selbst hat es bis heute beibehalten, seine Fahrzeuge auf die Basis der Konzernmutter Ford zu stellen. Einen Mercury Comet gab es aber seit 1977 aber nie wieder.