Mazda 626 – Mittelklasse-Bestseller in fünf Akten

Mit dem Mazda 626, dem Vorgänger des heutigen Mazda6, kann beinahe jeder etwas anfangen. Dass vor dem Mazda 626 Kombi nur ein Coupe als Limo-Alternative bereitstand, dürfte mittlerweile jedoch in Vergessenheit geraten sein.

Der Mazda 626 kam im Februar 1979 auf den deutschen Automarkt und wusste dort rasch zu gefallen. In die nüchterne Frontgestaltung konnte man einen Schuss Ford hinein interpretieren, doch im Gegensatz zu den Produkten aus Köln gab es in der ersten Serie keinen Mazda 626 Kombi. Ein Coupe war neben der Limousine jedoch verfügbar; die deutschen Preise starteten bei DM 12.690 für den 1,6-Liter-Viertürer; die zwei Liter große Version des Mazda-Motor schlug mit 1.000 DM, das Coupe je 300 DM Aufpreis zu Buche.

Mazda 626 übt sich in Unauffälligkeit

Im Mazda 626 sorgten der 75 PS starke Sechzehnhunderter wie auch der Zwoliter-Reihenvierer mit 90 PS für standesgemäße Fahrleistungen in der Mittelklasse. Der Verbrauch von relativ geringen 8,8 bzw. 9,1 Liter Ottonormal vermochte denn auch Ottonormalverbraucher zum Mazda Händler zu locken. Als Wanderdünen fielen Mazda 626 Coupe und Limo auch nicht auf – 11,3 bis 13,5 Sekunden für den Standardspurt fielen ebenso wenig aus dem Rahmen wie die Höchstgeschwindigkeit von 160 bis 175 km/h. Alles bestens, denn Mazda verzeichnete hohe Nachfrage.

Mazda 626 Kombi lässt auf sich warten

Was dem Mazda 626 der ersten Generation wegen der eher rustikalen Technik – Heckantrieb mit starrer Achse – aber verwehrt blieb, schaffte sein frontgetriebener Nachfolger 1983: Im sogenannten Mammut-Vergleichstest der „Auto Zeitung“ verwies die nunmehrige Schrägheck-Limo unter anderem den Mercedes 190 auf die Plätze. Von „auto motor und sport“ gab es die Auszeichnung „beste ausländischen Limousine bis 1.800 Kubikzentimeter“. Der Mazda 626 Kombi ließ auch in der zweiten Baureihe auf sich warten – er war erst 1987 mit Erscheinen der dritten Generation verfügbar.