Lotus Elan – der Zwerg zum Gas Geben

Mit dem Lotus Elan gab es endlich einen tauglichen Nachfolger für den nicht komplett ausgereiften ersten Elite. Abermals setzte Lotus Cars ganz auf Leichtbau.

Der Lotus Elan war ein Sportwagen, der den Geschmack all jener traf, die mit möglichst wenig gewicht und maximaler Geschwindigkeit durch enge Kurven rasen wollte – bei bestem Preis-Leistungsverhältnis, versteht sich. Colin Chapman, der Gründer von Lotus Cars, hatte ab 1962 mit dem Elan eine wahre Rakete auf Rädern geschaffen: Der Roadster mit X-Kastenrahmen und GFK-Karosserie brachte lediglich 680 kg auf die Waage, was in Kombination mit dem umfassend getunten und rund 100 PS starken Ford Motor von für beachtliche Beschleunigung sorgte.

Lotus Cars ging mit viel Elan an das Projekt heran

Doch der Lotus Elan hatte durch das Leichtgewicht noch weiter Vorteile: So musste man erheblich später bremsen, was durch die vier Scheibenbremsen zum besonderen Vergnügen wurde, und konnte Kurven noch rascher durcheilen. Im Gegensatz zu anderen Briten gab es sogar echten Fahrkomfort. Ab 1963 legte Lotus Cars noch ein Elan Coupe nach, ab 1966 ersetzte ein Cabrio den Roadster. Die Verarbeitung war mitunter nicht die beste – doch um die watr es etwa beim Triumph Spitfire ähnlich schlecht bestellt. Die Coupes jedoch erfreuten ihre Besitzer mit sorgfältigerer Zusammensetzung.

Lotus Elan avanciert zum Bestseller

Wie recht Lotus Cars mit dem langen Festhalten am Elan – bis 1975 wurde das Modell gebaut – hatte, zeigte sich in den Verkaufszahlen: Inklusive des Lotus Elan Plus 2, einem 1967 nachgeschobener Viersitzer mit längerem Radstand, liefen 9.659 Exemplare von den Bändern. Kein schlechtes Ergebnis für ein Modell, das quasi über keinen Nutzwert verfügte und sich nur über den Fahrspaß absetzte. Der Plus 2 wies übrigens anders als die restlichen Elan-Typen eckige und Klappscheinwerfer auf, während sonst abgerundete und konvex geformte Abdeckungen  zum Einsatz kamen.