Lancia Stratos – Die keile Kiste wird 40

Der Lancia Stratos feiert seinen 40. Geburtstag! Kaum ein anderes Lancia Auto brachte Fahrzeug- und Motorsport-Fans derart in Verzückung.

Dem Lancia Stratos half dabei in erster Linie der quer als Mittelmotor verbaute Ferrari V6 aus dem Ferrari Dino 246 GT. In der Homologationsversion Stratos Stradale leistete das 2,4 l große Triebwerk 190 PS und sorgte für 248 km/h Spitze. Die für das Lancia Rally-Auto wichtige Beschleunigung von 0 auf 100 dauerte 6,8 Sekunden. Kam das schwierig zu fahrende Lancia-Auto jedoch offiziell im Motorsport zum Einsatz, machten mindestens 280 PS mehr als lautstark auf sich aufmerksam; mit dem Lancia Turbo-Kit kam die in nur zwei Exemplaren hergestellte Rundstreckenversion sogar auf 560 Pferdestärken.

Lancia Stratos – rar und teuer

Der Lancia Stratos debütierte 1970 als Designstudie auf dem Turiner Autosalon. Noch oblag der Antrieb dem V4-Serienmotor aus dem Rallye-Star Lancia Fulvia. Dem konzeptionellen Lancia Auto wurde jedoch alsbald hohes Potential zugesprochen, und so überarbeitete man es für die Serienproduktion. 400 Lancia Stratos HF – so heißt der Sportwagen vollständig – waren zur Teilnahme am Motorsport zwingend notwendig, knapp 500 soll Karossier Bertone gefertigt haben. Ein Bestseller war der Lancia HF jedoch keinesfalls: Noch 1978 verscheuerten Autohändler die letzten Exemplare für die lächerliche Summe von gut 15.000 DM. Sechsstellige Eurosummen werden heuet aufgerufen.

Das Lancia Auto siegt und siegt und siegt

Doch der Lancia Stratos war nie für die Massenmotorisierung vorgesehen – er sollte in Massen Pokale einfahren. Das gelang dem Rallyeauto spielend: Nach ersten Siegen im Jahr 1973 kam ein Hattrick sondergleichen: Der Keil, wie das 367 cm lange, 170 cm breite und gerade einmal 108 cm hohe Lancia Auto genannt wurde, gewann 1974, 1975 und 1976 die Rallye-Weltmeisterschaft. Der Mittelmotor hatte sich endgültig etabliert; zur Wartung konnten Front und heck aus leichtem GfK im Ganzen hochgeklappt werden, während die Fahrgastzelle aus festem Stahl bestand. Sehr weitsichtig, sodass wir dem Lancia HF alles Gute wünschen und erwartungsvoll auf eine Neuauflage hoffen!