Lamborghini Jota – der vergessene Überflieger

Der Lamborghini Jota war in den frühen 70er Jahren DAS Fahrzeug, dass auch gestandene Mannsbilder nächtens schweißgebadet aufwachen ließ. Selbst seine Basis, der Miura, hätte den meisten völlig gereicht.

Der Lamborghini Jota entstand auf einem einfachen wie kostspieligen Rezept: Man nehme das beste Gericht des Hauses – in diesem Fall der Lamborghini Miura – und macht es gleich noch mal doppelt so schmackhaft. Der Extragenuss, den Lamborghini suchte, fanden die Ingenieure um den rennsportbegeisterten Bob Wallace im Leichtbau. So wurden zahlreiche Karosserieteile aus Aluminium verwendet, und Seitenscheiben aus Plexiglas hielten Einzug. Äußerlich unterschied sich der Jota vom Miura nicht wesentlich, doch hatte er insgesamt eher eine Rennsport-Erscheinung, während der Miura mehr wie ein Straßensportler aussah.

Keine Konkurrenz für den Lamborghini Jota

Beim Lamborghini Jota, der 1970 nur zu Testzwecken aufgebaut wurde, schafften es die werkseigenen Tüftler, durch oben beschriebene und weitere Maßnahmen, das Leergewicht des Grundfahrzeugs Miura von 1350 um äußerst beachtliche 450 auf ca. 900 kg abzusenken. Mit dem 323 kW (440 PS) starken V12 donnerte der Jota, der anstelle des üblichen Tanks vom Lamborghini Miura im Frontbereich zwei Tanks in den Fahrzeugtüren mit je 60 Litern Fassungsvermögen aufwies, in von 3,5 Sekunden von 0 auf 100 km/h. Damit deklassierte er alle seine Landsleute, hießen sie nun Ferrari, Maserati, De Tomaso oder Iso.

Umbauten für den Lamborghini Miura ab Werk und Werkstatt

Der kraftstrotzende Lamborghini Jota wurde später veräußert, geriet in eine Unfall und wurde auf Nimmerwiedersehen verschrottet. Aufgrund der extremen Strahlkraft wegen, die durchaus Nachfrage generierte, wurden vier Miura SV ab Werk Sant’Agata-Bolognese als Miura SVJ umgerüstet, ein optisch wie technischer Nachbau vom Jota. Das war Lamborghni jedoch zu teuer, sodass schließlich auch externe Karosserie- und Motorprofis den SVJ-Umbau übernahmen. Die Mehrleistung des Miura SVJ Im Vergleich zum dem Miura SV soll bei rund 20 kW (30 PS) gelegen haben, sodass der 3,9 Liter große V12 auf 309 kW (420 PS) kam.