Jeep Gladiator kommt mit Ladebett statt Schwert

Jeep baute nicht nur offene und geschlossene Geländewagen wie den CJ oder den Wagoneer. Wer viel zu transportieren hatte, freute sich über den Jeep Truck namens Gladiator.

Der Jeep Gladiator wurde als Fullsize-Truck zwischen 1962 und 1971 gebaut und konkurrierte mit der Ford F-Serien, den Chevrolet C/K-Modellen sowie der Dodge D-Reihe. Der Jeep Pickup wurde in mehreren Radständen und zahlreichen Aufbauten wie Ladefläche mit oder ohne Holzgitter an den Seiten, einem Abschleppwagen sowie mit Wohnmobilaufbau direkt auf dem Rahmen, aber auch lediglich mit Fahrerkabine ausgeliefert. Die Ladebetten gab es glattwandig als „Townside“ oder als schmalere „Thriftside“ mit ausgestellten Kotflügeln. Wer mit dem Jeep nicht ständig campen wollte, konnte eine abnehmbare  Campershell auf der Ladefläche befestigen.

Fremde Motoren im Jeep Gladiator

Antriebsseitig wartete der Jeep Pickup mit klassischen Hinter- wie auch Allradantrieb auf; vorn war entweder eine Einzelradaufhängung oder eine Starrachse zu finden; gegen Aufpreis gab es am Heck Zwillingsbereifung. Serienmäßig sorgte ein 3,8 l großer „Tornado“-Reihensechszylinder mit 140 PS für Vortrieb; im Modelljahr 1965 gab es optional einen 5,4-l-V8 von AMC mit 253 PS und 461 Nm Drehmoment. Der reguläre Tornado-Motor wurde vom geringfügig größeren AMC-Reihensechser abgelöst. Von 1968 bis 1971 war der Jeep Oldtimer auch mit dem 5,7 l großen und 230 PS starken Buick V8 lieferbar; im Jeep Gladiator wurde das Triebwerk als „Dauntless V8“ vermarktet.

Jeep Pickup verliert den klangvollen Namen

Als das Autogeschäft von Kaiser-Jeep 1970 von AMC übernommen wurde, erhielten alle Jeep Modelle zur Vereinfachung von Herstellung und Wartung AMC-Motoren. So lösten 5,9 und 6,6 l große AMC-V8-Treibwerke den Buick Small Block ab. Im selben Jahr wurde außerdem das Frontdesign vom Jeep Gladiator dem vom geschlossenen Geländewagen Wagoneer angeglichen – die erste Designänderung seit Markteinführung. Zudem machten die neuen Hausherren mit einem Emblem im Kühlergrill auf sich aufmerksam. Ab 1971 hieß der Gladiator nur noch schlicht „Jeep Pickup“ und wurde noch bis 1988 größtenteils unverändert weitergebaut