Honda Civic: der japanische Golf-Gegner

Der Honda Civic kam 1974 passend zur Ölkrise nach Deutschland. Dort erfreute sich da sparsame Honda Modell schnell wachsender Nachfrage.

Der Honda Civic der von 1979 bis 1983 gebauten zweiten Generation war konzeptionell klar als Gegner für VW Golf und Co. ausgelegt. Wie dieser hatte der Kompaktwagen Frontantrieb, war jedoch in einer ganzen reihe von Karosserie-Versionen erhältlich: So gab es ein drei- und fünftüriges Schrägheck, eine viertürige Stufenheck-Limousine sowie einen Civic Kombi mit fünft Türen. Damit konnte das Honda Modell beinahe jeden Kundenwunsch erfüllen – bis auf einen Selbstzünder. Der Civic Diesel wurde tatsächlich erst mit der siebten Baureihe im Jahr 2001 eingeführt.

Honda Modell anfangs langsam

Das kompakte Honda Modell hatte dem Wolfsburger Golf GTI und dem Rüsselsheimer Opel Kadett GTE zunächst nichts entgegen zusetzen. Knallhartes Civic Tuning ab Werk wie mit dem Type R oder Type S stand ebenfalls noch in den Sternen, doch mit dem Honda Civic Coupe, dem legendären CRX, hatte man ab der dritten Generation 1983 einen echten Gewinner im Portfolio. Besonders flott war die zweite Honda Civic Serie ohnehin nicht: die 1,3 bis 1,5 l großen Reihenvierzylinder leisteten 45 bis 69 PS, was bei einem Leergewicht von 745 bis 870 kg aber zumindest für respektable Fahrleistungen sorgte.

Honda Civic gefällt durch klare Linien

Die erbrachte der Honda Civic aber nur dann, wenn anstelle der drei- oder anfangs zweistufigen Automatik das Schaltgetriebe mit vier und später fünf Gängen an Bord war. Optisch entsprach das Honda Auto, der zu seiner Präsentation als „Super Civic“ bezeichnet wurde, dem – vor allem amerikanischen – Geschmack der Zeit. Doch da das Honda Modell insgesamt sachlich und vor allem ohne überflüssigen Zierkram daherkam, fand es auch in Europa rasch einen festen Kundenstamm.