Hillman Hunter: Ein Jäger in der Mittelklasse

Der Hillman Hunter ist ein Mittelklasse-Wagen der britischen Rootes-Gruppe, der von 1966 bis 1976 vom Band lief. Der Hunter war die Hillman-Ausführung vom Rootes Arrow und beerbte den betagten Hillman Super Minx.

Dem Hillman Hunter stand zunächst der geringfügig nobler ausgerüstete Zwillingsbruder, Hillman Minx zur Seite. Der Hunter Mark I/II übernahm den Reihenvierzylinder des Super Minx mit 1725 ccm Hubraum, der im Hunter aber von 65 auf 74 bhp (54 kW) erstarkte. Damit kam der Hillman Oldtimer auf ein Spitzentempo von 144 km/h. Der bei 249 cm Radstand 434 cm lange, 160 cm breite und 142 cm hohe Hunter wurde neben der Limousine auch als viertüriger Kombi angeboten. 1975 wurde die Produktion des Hunter Estate eingestellt.

Mehr Leistung für den Hillman Oldtimer

Zwischen 1969 und 1970 war zudem der Hillman Hunter GT verfügbar, dessen Motor 88 bhp (65 kW) leistete und das Fahrzeug bis auf 149 km/h brachte. Er unterscheidet sich durch rechteckige Scheinwerfer vom Basismodell. Ab 1971 gab es den Hillman Oldtimer außerdem als Hunter de Luxe. Er war ein wenig edler ausgestattet und löste den Hillman Minx ab. Dynamischer orientierte Kunden griffen ab 1972 indes zum Hillman Hunter GLS, dessen gleich großer Motor 93 bhp (68 kW) leistet. Diese Sportversion war für 163 km/h Spitze gut.

Der Hillman Hunter geht ins Asyl

Ab 1977 wurde der Hillman Hunter unter dem Namen Chrysler Hunter vertrieben. Die Montage lief bis 1979 weiter; dann stoppte der neue Eigner des Unternehmens, die französische PSA-Gruppe, die Herstellung. Damit war für den in Europa nicht mehr absetzbaren Hunter aber nicht Schluss: Im Iran wurde der Wagen mit anderem Triebwerk bis 2005 als Paykan 1600 von Iran Khodro Co. weitergefertigt. Der vom Hunter abgeleitete Paykan Pickup wird immer noch in der iranischen Stadt Täbris gebaut.