Ford Falcon – ein Kleiner auf großer Fahrt

Der Ford Falcon wurde im Jahr 1960 ins Rennen geschickt, um eine Alternative zu den immer erfolgreicheren kleinen Importautos, namentlich des VW-Käfer, zu bieten.

Dem Ford Falcon wurde es von Seiten der heimischen Konkurrenz, die zur selben Zeit ebenfalls Kompaktwagen lancierten leicht gemacht: Dem Chevy Corvair wurde rasch ein haariges Fahrverhalten attestiert, während der enorm fahraktive und agile Plymouth Valiant ehr gewöhnungsbedürftig gestaltet war. Über den Ford Oldtimer spottete der Volksmund, er sehe genauso langweilig wie die Brille seines Befürworters McNamara aus, doch gab es sonst nicht viel meckern – der Falcon war relativ geräumig, sparsam und leistete sich mit Ausnahme der überschaubaren Annehmlichkeiten keine Schwächen.

Ford Oldtimer mit Reihensechser

Um mit dem Ford Falcon möglichst viele Kunden anzusprechen, gab es zahlreiche Karosserieversionen des 459 cm langen, 178 cm breiten und 138 cm hohen Brot-und-Butter-Autos: So waren zwei- sowie viertürige Sedans und Kombis, eine Art Pick-Up und schließlich noch einen verblechten Lieferwagen erhältlich. Passend zum geringen Preis der Modelle waren die vergleichsweise effizienten 2,4 und 2,8 Liter großen Reihensechszylinder mit 85 und 101 PS, die ihre Kraft serienmäßig über eine manuelle Dreigang-Schaltung übertrugen. Einen V8 gab es für den Ford Oldtimer zunächst nicht.

Wandlung des Ford Falcon

Der Ford Falcon erfuhr 1963, im letzten Modelljahr der ersten Baureihe, einige wesentliche Veränderungen. Die Einführung eines Cabrios, eines Coupe ohne B-Säule und eines Luxus-Kombis zeigten, dass Ford sich in Sachen Ausstattung deutlich von den preiswerten Wurzeln des Falcon entfernen wollte, um mehr Gewinn aus dem Kompaktwagen zu schlagen, andererseits aber auch, dass sich der Falcon erfolgreich auf dem Markt hatte etablieren können. In der zweiten Hälfte des letzten Modelljahres hielt sogar ein 4,3 Liter großer V8 Small Block mit 164 PS Einzug.