Dodge Ram – der Ziegenbock aus Detroit

Es muss nicht immer Chevy sein: Wer sich einen Dodge Ram gebraucht zulegt, fällt womöglich stärker auf als die Bowtie-Kollegen: Als älteres Modell ist der Dodge Pick Up gar nicht mal so häufig.

Der Dodge Ram wurde unter dieser Bezeichnung zum ersten Mal 1981 verkauft und gehörte zur Dodge D-Serie. Wer mit dem Hinterradantrieb der D-Modelle nichts anfangen konnte, orderte das W-Modell mit Allradantrieb. Der Dodge Pick Up war mit dem 6 Fuß 5 Zoll (ca. 2 m) langen Shortbed und der längeren 8 Fuß (ca. 2,5 m) Ladefläche verfügbar. Die Kunden konnten zwischen den Modellen 150 mit einer halben, 250 mit einer dreiviertel und 350 mit einer ganzen Tonne Zuladung wählen. Heutzutage haben Dodge Ram 1500, 2500 und Co. einfach eine Null mehr im Namen, laden aber genauso viel zu wie ihre Ahnen.

Starker Ölbrenner im Dodge Pick Up

Dem Dodge Ram kamen in den folgenden Jahren kleine Verbesserungen und vor allem optische Überarbeitungen zu, so zum Beispiel 1988 die elektronische Benzineinspritzung oder 1989 optimierte Motoren. So wurde der Dodge Pick Up gar mit einem 5,9 Liter großen Cummins-Diesel-Sechszylinder versehen, der 160 PS und stramme 540 Nm Drehmoment leistete, war als Turbomotor – ab 1992 sogar mit Ladeluftkühlung – den V8-Saugdieseln von Chevrolet und Ford überlegen. Auch gingen die eher mauen Verkäufe mit dem Selbstzünder deutlich nach oben.

Dodge Ram enttäuscht im Absatz

Obwohl diese Dodge Ram Generation schon recht gefragt war, blieben die Verkaufszahlen weit hinter denen der Ford F-Serie und der General Motors C/K-Trucks zurück. In den meisten Jahren seiner Produktion wurden weniger als 100.000 Einheiten abgesetzt. Tatsächlich ähnelte diese Generation der Vorgänger-Serie stark, Karosserie und Technik hatten nur leichte Updates erhalten, was selbst dem hinterwäldlerischsten Redneck nicht verborgen blieb. Doch was diese Dodge Truck-Reihe äußerlich missen ließ, nämlich eine eigenständige aggressive Front, wies das Nachfolgemodell umso mehr auf.