Der BMW 501 - der Barockengel erobert die Herzen der Nachkriegswelt
Der BMW 501 wurde von 1952 bis 1964 produziert. Er war die erste Nachkriegslimousine des Konzerns und dementsprechend teuer. Ca. 20.000 DM kostete damals ein solcher “Barockengel”.
Der illustre Name rührt von der Linienführung des Wagens her. Selten hatte man in Deutschland eine dermaßen elegant geschwungene Karosserie bestaunen können. Der “Barockengel” begeisterte denn auch Fachpresse und Liebhaber gleichermaßen. Natürlich konnte sich nicht jeder einen leisten - genau das trug ja zum exklusiven Flair des Wagens bei! Die Linienführung erinnerte an Italien, der Spritverbrauch ob seiner Fülle eher an Griechenland als an Deutschland - der BMW 501 vereinte so barock-exotisches Äußeres mit traditionsbewusster Autobauweise.
Der Wagen besitzt einen Zweiliter Achtzylinder Motor und fährt maximale 160 km/h bei einer Leistung von 110 Pferdestärken. Der Wagen wurde seinerzeit mit einer Stückzahl von 21.792 von BMW ausgeliefert.
Dieses Stück repräsentiert den Neuanfang. In einer Zeit, in der wenig Geld vorhanden war und sich Deutschland zwar im Aufschwung, aber noch nicht wirklich auf dem Trockenen befand, kam der Barockengel angerollt und verkündete mit brummenden Motoren: Die neue Eleganz kommt von den Bayerischen Motorenwerken!
In Konkurrenz mit Mercedes ist der Limousine zwar der ultimative Durchbruch verwehrt geblieben, eine Augenweide für Liebhaber bleibt sie allemal.





Es muß grundsätzlich in 6- und 8 Zylinder Motorvarianten unterschieden werden.
Das erste Modell (Serie 1) bis zur Karroserienummer 2000 etwa noch bei Baur in Stuttgart gefertigt, da BMW zu dieser Zeit noch das Geld für die teuren Stanzen fehlte, wurde mit 2,0 ltr. 6 Zylinder, der seinerzeit 65 PS leistete gebaut. Nächste Modellvarianten waren 501 A und 501 B (Billigmodel) mit 2,1 ltr. 6 Zylinder, der durch die vergrößerte Bohrung 72 PS leistete. Letzte 6 Zylinderausführung war der 501/6 mit gleicher Motorisierung wie sein Vorgänger.
Karosserielich unterschieden sich die 501 6 Zylinder-Modelle darin, daß in den ersten Modellen noch sehr viel Aluminium zum Einsatz kam. Stoßstangen mit Hörnern (Alu poliert), Zierteile Fensterrahmen (Alu poliert), Zierleisten Türverkleidung, Handbremsgriff, Zierring für die Zeiuhr, Halterungen für die Sonnenblenden (Alu poliert), seitliche Stoßfangleisten (Alu poliert), Motorhaube (Aluminium auf Stahlrohrrahmen genietet), Kofferraumdeckel Aluminium, der bei Serie 1 noch Werksseitige Werkzeugkasten auf der Spritzwand im Motorraum, der Bremsflüssigkeitsbehälter(Henkelmann)alles Alu.
Serie 1 besaß für den Fahrer einen Einzelsitz und für den Beifahrer eine Doppelsitzbank, die wie bei den Vorkriegsmodellen in den Stahlrohrrahmen der Sitze durch Federn eingeklickt wurden. Der 501 A besaß 2 Einzelsitze vorne, der 501 B eine durchgehende Sitzbank und ab 501/6 wie 501 A.
Die 6-Zylindermodelle hatten 16-Zoll Felgen bei Serie 1 mit runden Löchern und später mit sog. Herzchenlöchern. Die 8-Zylinder 15-Zoll Felgen.
Serie 1 verfügte wie bereits erwähnt Serienmäßig über einen Werkzeugkasten bei den Nachfolgemodellen gab es das Hazet-Werkzeug nur noch in Ledertasche, bzw. Kasten gegen Aufpreis. Bei Serie 1 gab es Serienmäßig ein Becker Drucktasten-Röhrenradio an dem Nachfolgemodel konnte der Kunde zwischen Becker und Blaupunkt nur noch gegen Aufpreis wählen. Im hinteren Dachhimmel der 1. Serie befand sich eine Erhöhung, die dem Fahrgast ermöglicht Zeitgemäß mit Hut zu Reisen. Bei Serie 1 gab es Serienmäßig noch die Sommerlüftung Bei 501 A ebenfalls beim B-Modell jedoch noch nicht einmal gegen Aufpreis.
Die V8 Zylinder unterscheiden sich grundsätzlich in 2,6 ltr. und 3,2 ltr. Ausführungen in unterschiedlichen PS Ausführungen.
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