Citroen CX – Nachfolger der Göttin

Der Citroen CX wurde beachtliche 16 Jahre lang gebaut und ist auch immer noch recht häufig im Straßenbild zu sehen. Doch wie waren die Anfangsjahre vom Top-of-the-line Citroen?

Der Citroen CX hatte die schwere Aufgabe, ab 1974 die mittlerweile doch zusehends veraltete DS abzulösen – und um der legendären Citroen DS das Wasser zu reichen, musste schon einiges beachtet werden. Der Citroen Oldtimer übernahm folgerichtig das, was von den Kritikern für gut befunden wurde – so hatten Frontantrieb, die hydropneumatische Federung und die Schrägheck-Karosserie einen zweiten Frühling. Und das Konzept ging auf: 1975 wurde der CX Berline zur Freude von Citroen zum „Auto des Jahres ernannt“ – der ebenfalls angetretene VW Golf kam angesichts dieser Übermacht nur auf Platz.

Nageln im Citroen CX

Dem Citroen CX rannten die Kunden nur so zu – bereits 1975 liefen über 100.000 Stück pro Jahr vom Band – diesen Wert erzielte die DS nur 1967. Daraufhin schickte sich Citroen an, die Modellfamilie auszubauen: Zunächst wurde der CX 2200 in der luxuriösen Version „Pallas“ lanciert. Kurz danach präsentierte man im CX 2200 D den ersten Dieselmotor – dem Mercedes 240 D musste ja schließlich etwas entgegengesetzt werden. Mit 66 PS und einer Höchstgeschwindigkeit von 146 km/h lag der CX-Diesel leicht über dem Durchschnitt der Mitbewerber seiner Klasse.

Staatstragender Citroen

Citroen stellte dem CX im Januar 1976 den Kombi zur Seite, traditionell Break benannt, der über einen 25 cm größeren Radstand verfügte. Die Hydropneumatik und das stabile Chassis erlaubten satte 700 kg Zuladung. Als zweites Novum rollte wenige Monate später der Citroen CX Prestige in die Autohäuser, dem dieselbe Bodengruppe wie dem Break zugrunde lag. Seine technischen Eckdaten betrugen 115 PS und 181 km/h Spitze. Als technisches Glanzlicht brachte Citroen die Servolenkung mit hydraulischer Unterstützung. Von dem Raumgewinn profitierten ausschließlich die Mitfahrer im Fond – Erich Honecker war nur einer von ihnen.