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Unfassbar, dass dem zackigen Fiat X1/9 die drögen Pandas und Unos folgten. Das Fiat Coupe überzeugte hingegen durch Fahrdynamik und maßgeschneiderte Karosserie.

Fiat X1/9 ©flickr / Michi1308
Der Fiat X1/9 – das waren noch Zeiten: Während heute irgendwas turbogeladenes an den Vorerrädern von Punto und Co. zerrt, gab es damals ein Fiat Coupe mit Mittelmotor. Erstklassigg. Die von Altmeister Bertone geschneiderte Karosserie war knackig und saß prächtig. Wem’s zu warm wurde, der entfernte einfach das Targa-Dach. Alles toll, aber abgeschaut – immerhin vom Porsche 914 und nicht irgendwem. Andererseits: Besser konnte der Fiat 850 Sportspider ab der Markteinführung im Jahr 1972 gar nicht ersetzt werden. Die Klappscheinwerfer zeugten ebenfalls vom sportlichen Anspruch.    [...mehr]


Wem die Celica nicht ausreichte, der griff kurzerhand zum Toyota Supra. Der turbogeladene Supra-Motor düpierte an der Ampel so manchen Gegner.

Toyota Supra, der erste eigenständige ©flickr / www.jzx100.com
Als der Toyota Supra 1978 als Spitzenmodell der Celica die aufgehende Sonne erblickte, war die Welt noch in Ordnung, Als Toyota sich 1986 anschickte, die Celica durch Frontantrieb langweilig zu machen, blieb für die Fans des Supras alles beim alten – der Supra wurde ein eigenständiges Modell, dessen durchdrehende Hinterräder zum Markenzeichen wurden. Der Supra-Motor hatte einfach jede Menge Potential – der bei Tuning-Fans äußerst beliebte 7M-GTE schöpfte aus glatten drei Litern Volumen 235 PS und 350 Nm Drehmoment. Tempo 100 stand nach 6,3 Sekunden an, die Viertelmeile war nach kurzen 14,8 Sekunden durcheilt.    [...mehr]


Als der Chevy Camaro der zweiten Generation 1970 eingeführt werden sollte, verzögerte ein Streik dies lange. So wurden Camaro SS, Camaro Z28 und Co. erst spät als 1970 1/2-Modelle eingeführt.

Chevy Camaro Z28 der späten 70er ©flickr /MGSpiller
Der neue Chevy Camaro war optisch nicht wieder zu erkennen: Aus dem Hardtop-Coupe war ein Fastback geworden, die Cabrios entfielen komplett. Die Linienführung war reich an italienischer Inspiration und durchaus gelungen. Als größtes Aggregat war der LS6 Big Block geplant, doch stellte schließlich der bereits bekannte 396 cui V8 das Maximum dar, nun allerdings der Emissionen wegen auf 402 cui aufgebohrt. Der Camaro SS, den dieser V8 befeuerte, war mit 350 PS aber immer noch ein echtes Muscle Car. Wer ihn mit der Camaro RS-Option kombinierte, erhielt zudem Stummelstoßstangen und eine verlängerte Grilleinsatz.    [...mehr]


Als Ford 194 den Mustang lancierte, waren bei GM die Gesichter lang. Als für 1967 der Chevrolet Camaro angekündigt wurde, musste Ford rasch nachlegen.

Chevrolet Camaro RS/SS von 1969 ©flickr / zombieite

Denn der Chevrolet Camaro war von Anfang an als Muscle Car geplant worden und war breit genug, auch einen Big Block V8 aufzunehmen. Ford zog nach, aber der 67er Mustang wurde nicht so ein Hit wie das Pony Car von 1964 – zu viele Mitbewerber rangen um die Gunst der jungen Kunden. Und Chevy bot einiges: Das als Coupe und Cabrio erhältliche Fahrzeug war mit zwei albernen Sechszylinder und – viel wichtiger – vier V8-Motoren geliefert, die zwischen 255 und 375 PS lieferten. Wer mit seinem Händler auf „Du“ war, konnte sogar 425 Pferde ordern. Das Optikpaket vom Camaro RS mit den verdeckten Scheinwerfen sowie die rasanten Camaro SS und Z28 sorgten für weitere Begeisterung, sodass 220.906 Exemplare verkauft werden konnten.    [...mehr]


Per Badge Engineering vom Austin Healey Sprite Mk2 abgeleitet, brachte der Midget MG quasi gratis einen attraktiven Sportwagen. Der MG Roadster machte es seinem Ahnen bald schwer.

MG Midget 1500 mit kräftigen Stoßstangen ©flickr / mark.mitchell.brown
Als der Midget MG im 1961 ohne große eigene Entwicklungsarbeit einen günstigen Sportwagen bescherte, schien der Markt nur darauf gewartet zu haben: Der MG Midget Mk1, ein 348 cm kurzer und etwa 735 kg leichter Flitzer konnte bis zu seinem Auslaufen im Jahr 1964 25.681 Kunden bezirzen. Unter der Motorhaube tat zunächst ein 948 ccm großer Vierzylinder mit 46 PS Dienst, den 1962 ein Elfhunderter mit 56 PS ablöste. Mit dem kleinen Motor wurde der Benzinverbrauch auf lächerliche 7 Liter bemessen. Der Fahrkomfort vom kleinen MG Roadster war allenfalls marginal, der Fahrspaß jedoch um so größer.    [...mehr]


Mit dem Alfa Montreal wollte der italienische Staatsbetrieb einen edlen GT auf die Räder stellen. Das gelang zwar, doch kam der Alfa Romeo Oldtimer zu falschen Zeit.

Alfa Romeo Montreal von 1973 ©flickr / Rex Gray
Mit dem Alfa Montreal war’s beim Autoquartett wie in der Wirklichkeit: Der Achtzylinder konnte so manche Karte gewinnen, doch war der Rest eher mau. Der Alfa Romeo Oldtimer wurde zur Weltausstellung 1967 in Montreal als namenlose Studie präsentiert und fand großen Anklang. Für die Serienherstellung änderte man die Technik vom Rennwagen Alfa Tipo 33 auf größere Alltagstauglichkeit ab, der 2,6 l große V8 mit Trockensumpfschmierung war ein Novum der Firma. Als Mittelmotor wurde das Triebwerk nicht verbaut, die breiten Schlitze der C-Säule simulieren jedoch wie beim Ford Capri I derartige Lufteinlässe.    [...mehr]


Mit dem Austin Healey Sprite fuhr sich der britische Hersteller direkt in die Herzen der Fans. Dem Charme des Frogeye Roadster erlagen sie reihenweise – heute noch.

Austin Healey Sprite Frogeye ©flickr / exfordy
Der Austin Healey Sprite war in der Tat ein großer Wurf: Der Roadster mit dem freundlichen Gesicht, das wegen der herausragenden Scheinwerfer „Frogeye“ getauft wurde, war mit 699 Britischen Pfund erschwinglich. Der Morris Minor spendete Lenkung und Bremse, der Austin A35 steuerte Motor und Getriebe bei. Somit verfügte der Austin Healey Frogeye Sprite über 43 PS und 71 Nm Drehmoment aus 948 ccm, was für eine Höchstgeschwindigkeit von 133 km/h langte. Dieser Austin Healey Oldtimer, gebaut von 1958 bis 1961, wurde in einer Stückzahl von 48.987 Exemplaren hergestellt und erfreut sich in der Szene größter Beliebtheit.    [...mehr]


Der Ferrari 308 ist ein recht häufig gebauter Mittelmotor-Sportwagen, der vor allem durch die Fernsehserie Magnum bekannt wurde.

Ferrari 308 GTS ©flickr / FurLined

Im Ferrari 308 musste für den langen Darsteller Tom Selleck erst einmal der Sitz modifiziert werden. Dann konnte der Detektiv Ganoven einsammeln und wichtiger noch, Frauen bezirzen. Dies gelang ihm in allen verwendeten Fahrzeugen, sei es im von 1977–1980 gebaute Ferrari 308 GTS, im Ferrari 308 GTSi, der von 1981 bis 1982 mit der leistungsraubenden Einspritzanlage langweilte oder auch im kräftigen Ferrari 308 GTS Quattrovalvole. Wenngleich sich Magnum in der Serie öfter mal eine fing, behandelte er den Wagen seines Arbeitgebers immer pfleglich.    [...mehr]


Der Maserati Ghibli vereinte Anmut und Performance in herausragender Art und Weise. Für viele gilt dieser als der schönste Maserati überhaupt.

Maserati Ghibli von 1969 ©flickr / Pat Durkin
Mit dem Maserati Ghibli wurde alljene betuchten Kunden glücklich, die den viertürigen Quattroporte fürzu bieder und Sebring sowie Mistral für zu langsam befanden. Giorgietto Giugiaro zeichnete eine sachliche, aber keinesfalls langweilige Karosserie, die auf 459 cm Länge gerade einmal zwei Peronen unterbrachte, durch die geringe Höhe von 116 cm aber unglaublich elegant wirkte. Dem Ghibli Coupe, das 1966 auf den Automarkt kam, folgte 1969 der Ghibli Spider. Bis zur Einstellung 1973 verließen 1149 Coupes und 125 Cabrios die Bänder – nicht viel, doch mit rund 73.000 DM war der Maserati Ghibli auch kein billiges Vergnügen.    [...mehr]


Der Lamborghini Countach zeigte noch mehr als sein Vorgänger Miura den Anspruch der Sportwagen- und Traktorenfirma: Der Lambo verwies die gesamte Konkurrenz auf die Plätze.

Lamborghini Countach ©flickr / exfordy
Im Lamborghini Countach saß der V12-Motor schön längs vor der Hinterachse und sorgte mit 375 PS in der Erstversion Countach LP400 für ungestümen Vorwärtsdrang und ausgezeichnete Gewichtsverteilung. Ein geradezu dramatisches Erscheinungsbild machte den Lambo mit Alukarosse auf Gitterrohrahmen interessant für alle furchtlosen Herrenfahrer. Innen wurde der Countach dank der großen wie flachen Fenster sowie der Motorabwärme rasch unangenehm heiß, doch bei 295 km/h Spitze brachten geöffnete Schiebefenster zumindest etwas Abkühlung in das von 1974 bis 1990 gebaute Mittelmotor-Coupe.    [...mehr]


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