» Sportwagen

Der Bugatti Typ 57 ist zweifelsohne der schönste und ungewöhnlichste Sportwagen seiner Zeit. Es gab in den späten 1930er Jahren nichts, was mit dieser Karosserie, dieser Eleganz und dieser Perfektion vergleichbar war, nichts was einem Bugatti 57 SC Atlantic gleichkam.

Jean Bugatti schuf in seinen jungen Jahren dieses einzigartige Fahrzeug für den Pariser Autosalon. Die Karosserie war ein einziger Blickfang. Vom hufeisenförmigen Kühler, dem elegant ausschwingenden Heck bis zum durchgehenden Nietenkamm, welcher das geschlossen Antlitz des Sportwagens krönt, war und ist dieses Design von Jean Bugatti ein Meilenstein der Automobilgeschichte.

Bugatti 57 SC Atlantic © flickr / jcheng

Geschichten und Gerüchte rankten sich um dieses Fahrzeug, welches wohl in seiner tiefergelegten Version Bugatti 57 S lediglich 41 Mal in den Jahren 1936 bis 1938 gebaut wurde. So soll die Karosserie aus Elektron bestanden haben. Einem Material, dass sich in den 30er Jahren noch nicht schweißen ließ. So versuchten Autokundige und jene die es sein wollten, sich den dominanten Nietenkamm des Bugatti zu erklären, der einer Krone gleich den Wagen ziert.    [...mehr]


Ferrari war schon immer etwas besonderes. Doch der Ferrari 250 Testa Rossa ist einer der erfolgreichsten Rennwagen von Ferrari überhaupt. Zehn Siege holte der Wagen von 1958 bis 1961. Und jetzt kann dieses Fahrzeug noch einen weiteren Titel sein eigenen nennen. Den des teuersten Oldtimers der Welt.

Im letzten Jahr hieß  das teuerste Auto der Welt noch 250 GT SWB California Spyder. Versteigert wurde das Auto auf der „Ferrari – Leggenda e Passione“ durch die Auktionshäuser RM Auctions und Sotheby’s. 7,04 Millionen Euro zahlte damals der Radiomoderator Chris Evans für den Spyder, den einstmals Schauspielerlegende James Coburn besessen hatte.

Ferrari 250 Testa Rossa © flickr / jcheng

Der Ferrari 250 Testa Rossa schlug dieses Jahr den Spyder um längen. Für das Fahrzeug mit der Fahrgestellnummer 0714TR wurde für sage und schreibe 9,02 Millionen Euro an einen anonymen Käufer versteigert. Mehr ist für einen Oldtimer noch nie gezahlt worden. Nicht seine Limitation auf nur 22 gebaute Exemplare macht diesen Sportwagen von 1958 so begehrenswert, sondern seine einzigartige Rennhistorie.    [...mehr]


Eine Zeitreise durch 100 Jahre deutsche Automobilgeschichte?? Das EFA Museum im bayrischem Amerang macht es möglich.

Auf einer Fläche von gut 6.000 m² werden über 220 Exponate aus allen Jahrzehnten und allen Automarken im Querschnitt gezeigt. Vom ersten Sportwagen von Mercedes Benz bis hin zu modernsten Fahrzeugen dieser Tage ist alles dabei, wirklich beeindruckend.

Das ist nicht nur was für Erwachsene und Oldtimerfans, Kinder sind im EFA Museum der Deutschen Automobilgeschichte auch Herzlich Willkommen. Gemeinsam mit ihren Eltern können sie dann die ersten Motorwagen und andere interessante Vehikel aus den 20er und 30er Jahren betrachten, die mitunter wirklich ulkig aussehen und man sich kaum vorstellen kann, dass diese Wagen auf deutschen Straßen einmal ein ganz normales Bild abgeben haben.

Das Museum für Deutsche Automobilgeschichte zeigt u.a. die ersten Autos von Mercedes Benz,

Bei dieser Zeitreise können Familie eine Reise durch die Geschichte der Automobile unternehmen und dabei u.a. interessante Kleinwagen bestaunen die vornehmlich in den 50er Jahren produziert wurden.

Es werden auch Exponate aus der heutigen Zeit ausgestellt, die man so vielleicht nie zu Gesicht bekommen würde. Man bekommt einen guten Einblick in die Legende aller Automarken, übersichtlich nach Hersteller und Epochen sortiert und vorgestellt.

Ermöglicht wird diese lückenlose Präsentation der Klassiker im Museum für die deutsche Automobilgeschichte durch verschiedene Leihgaben der Automobilindustrie, des Deutschen Museums München und dem Deutschen Museum für Verkehrsgeschichte in Berlin. Es gibt auch viele private Sammler und Liebhaber, die das Museum für Deutsche Automobilgeschichte tatkräftig unterstützen.

Eine Cafeteria lädt außerdem zum verweilen ein und der Museumsshop sorgt für das obligatorische Andenken an den Besuch im Museum der deutschen Automobilgeschichte.

Museum für Deutsche Automobilgeschichte
Wasserburger Straße 38
83123 Amerang / Chiemgau
Telefon: 080 - 75 81 41

Öffnungszeiten:
April bis November: jeweils Dienstag bis Sonntag (+Feiertage) von 10:00-18:00

Preise:
Erwachsene: 8 Euro und für Kinder zwischen 6 und 14 Jahren sind 4 Euro fällig. Geeignet ist das Museum der deutschen Automobilgeschichte für jedes Alter ;-) .    [...mehr]


Porsche und Volkswagen gehen schön länger gemeinsame Wege, als es die aktuelle Diskussion über eine Fusion beider Konzerne dieser Tage nahe legen mag. So entstand zum Beispiel in den 1970er Jahren in den Hallen von Karmann in Osnabrück aus der Kooperation von Porsche und Volkswagen der VW Porsche 914.

Mit dem VW Käfer begann gewissermaßen die gemeinsame Erfolgsgeschichte von Volkswagen und Porsche. In der zweiten Hälfte der 1960er kamen beide wieder zusammen. VW suchte einen Nachfolger für den als veraltet geltenden „kleinen“ Sportwagen Karmann Ghia und Porsche fehlte ein preiswertes Einsteigermodell. Der 356 war 1965 ausgelaufen und der 912 konnte sich nicht etablieren.

VW Porsche 914 © flickr / Clemson

Beide Autobauer kamen überein. Porsche sollte das sportliche Know How liefern und Volkswagen für die kostengünstige Produktion sorgen. Doch der mündliche Vertrag, den diesbezüglich Ferry Porsche mit dem VW-Chef Heinrich Nordhoff schloss wurde obsolet, als Nordhoff kurz nach der Fertigstellung des ersten Prototyps 1968 verstarb. Es kam zu Konflikten zwischen Porsche und VW und das ganze Vermarktungskonzept musste über den Haufen geworfen werden.    [...mehr]


Sportwagen aus Italien haben etwas ganz besonderes. Ob nun Ferrari, Lamborghini oder Maserati, seit Jahrzehnten lassen diese Namen die Herzen der Sportwagen-Fans höher schlagen.

Seit 1914 gibt es die Marke mit dem Dreizack. Die Firma, die ursprünglich in  Bologna als Società Anonima Officine Alfieri Maserati gegründet wurde, gehört heute zum Fiat-Konzern.

Maserati Merak © flickr / exfordy

In den 1950ern erreichte sie einen größeren Bekanntheitsgrad durch die Erfolge ihrer Sportwagen im Motorsport, darunter auch die Formel-1-Weltmeisterschaft 1957 durch Juan Manuel Fangio am Steuer des 250 F.

Bereits 1937 verlor Maserati seine Eigenständigkeit und wurde in das Industrieimperium von Adolfo Orsi eingegliedert. Ab 1968 war der französische Konzern Citroën Hauptaktionär der Firma aus Italien.

Sie gehörten ebenfalls noch zu Citroën als Maserati 1972 und 1973 den Bora und den Merak in Serie schickte. Der Bora war der erste Sportwagen der italienischen Marke mit Mittelmotor. Auch der Merak war mit diesem Aggregat ausgerüstet, nur mit weniger Leistung.

War der Bora noch mit einem V8 ausgestattet, so musste der Merak nur mit einem Drei-Liter-V6 auskommen, der auch im Citroën SM seine Touren ableistete. Auch die Bremsanlage und das ovale Armaturenbrett entstammten dem französischen Konzernbruder.

Im Gegensatz zum Bora war die Heckpartie nicht voll verglast, sondern besaß eine abgeflachte Haube. Lediglich zwei Stege nahmen die ursprüngliche Form auf und rundeten den Sportwagen zum Heck hin ab. Ein Vorteil des V6 war seine geringere Größe. Der Merak hatte damit noch Platz für 2 weitere Sitze hinter der Fahrersitzbank.

In dieser Form wurde der Merak bis 1976 gebaut. Aber bereits 1975 rüsteten die Italiener den Merak SS mit einen stärkeren Drei-Liter-Motor aus. Zwei Jahre später brachten sie zusätzlich einen V6 mit 2 Litern Hubraum auf den Markt, da neuerdings in Italien höhere Steuern für Fahrzeuge mit mehr als 2 Litern anfielen.

1980 kam die schnellste Variante des Merak auf den Markt. Der SS Tipo 80 leistete 220 PS bei 6.500 U/min und brachte es auch eine Höchstgeschwindigkeit von 245 km/h.

1982 stellte Maserati schließlich die Produktion ein.

Auch heute noch ist dieser Maserati, der nach einem Stern im Sternbild des Großen Bären benannt wurde, ein beliebter Klassiker, wobei es natürlich immer schwerer wird, gut erhaltene Exemplare zu finden, da Maserati ja nicht unbedingt zu den Großserienproduzenten gehört.

Sie sind aber durchaus schon für 25.000 Euro zu haben.




[...mehr]


Heutige Sportwagen wirken so sicher wie noch nie. Überrollbügel, Karbon-Karosserie, Sicherheitskleidung und was nicht noch alles sorgen dafür, dass der Fahrer beinahe ein Maximum an Sicherheit zur Verfügung hat. Vor 100 Jahren sah das noch ganz anders aus.

Die Renn- beziehungsweise Sportwagen aus der Anfangszeit der Automobilbranche glichen eher rollenden Motoren mit aufgeschraubten Sitzen. Der Fahrer saß offen im Wind, wusste oft nicht, wo er seine Beine lassen sollte und hatte meist den Schalthebel irgendwo zu sitzen, wo es besonders weh tut.

Buick © flickr / Peter.Hamer

Kein Vergleich mit dem Komfort der heutigen Tage. Dennoch umgibt diese Boliden ein unnachahmliches Flair, selbst, wenn man sie vor der Fahrt noch mit der Handkurbel starten musste, oder vielleicht gerade deswegen.

Der Motor rasselt, die Ventile klappern, der Fahrer erlebt das Fahrzeug als Maschine viel intensiver, als es der Formel-1-Pilot in seinem schnurrenden Boliden jemals könnte.

Der  Autobauer Buick hat seit seiner Gründung 1904 die amerikanische Autowelt geprägt.
Bereits 1907 brachte Buick seinen ersten Roadster und 1908 den Speedster auf den Markt.

Auch dieses Modell war schon mehr Motor als Fahrzeug. Zwei Sitze, vier Räder und ein bisschen Verkleidung, mehr war es nicht, was Buick um den Motor “herum” konstruierte.  In den späteren Modellserien glichen sich die Speedster immer mehr jener Torpedoform an, die wir heute mit klassischen Rennen aus der Vorkriegszeit verbinden, und dies war nicht nur bei Buick der Fall. Aber dennoch kam auch später nicht viel an Komfort hinzu.

Gewichtsoptimierung war auch hier schon das Maß aller Dinge. 1930 produzierten die Amerikaner ihren Speedster bereits mit kompletter Aluminium-Karosserie. Ausgestattet war dieses Model mit einem 6-Zylindermotor, 2 Vergasern, Trommelbremsen und einem Vier-Gang-Getriebe.

Leider sind diese Fahrzeuge inzwischen sehr selten geworden, und man muss sich glücklich schätzen, wenn man einen davon auf der Straße sieht.

Sie sind fast schon zu schade zum fahren, aber nur fast.    [...mehr]


Seit 1921 ist die italienische Firma Bertone eine feste Größe im Karosseriedesign. Die Entwürfe der Bertone-Familie machten viele Wagen unvergleichlich. Auch bei Alfa Romeo prägten sie ganze Baureihen.

Der 1750er GT war seinerzeit der Traumwagen Vieler. Hervorgegangen war diese Serie aus dem Giulia Sprint von 1962. Bereits1963 brachte Alfa Romeo ein zweitüriges Sportcoupé des Giulia Sprints auf den Markt.

Alfa Romeo 1600 GT © flickr / marco annunziata

Das Design stammte von Giorgio Giugiaro, dem damaligen Chefdesigner von Bertone. Umgangssprachlich hießen die Giulia Sprints oft nur “Alfa GT” oder “Bertone”. Bei den späteren Serien wurde Der Name dann tatsächlich auf das “GT” zusammengestrichen.

Die 1750-Motorisierung wurde erstmalig 1967 zusammen mit einem Facelift unter dem Namen “Alfa Romeo 1750 GT Veloce” angeboten. 1971 erschien dann noch eine 2000er Variante bevor die Serie dann 1976 auslief. Bis dato wurden  225.215 Stück der GT-Baureihe produziert.

Serienmäßig gab es den GT mit einem Fünfganggetriebe. Mit seinen 114 PS in der Grundversion brachte es der 1750er bei einem Drehmoment von 186 Nm auf 2.900 Umdrehungen auf eine Spitzengeschwindigkeit von 190 km/h. Für den Sprint von 0 auf 100 brauchte der Bertone für damalige Verhältnisse kurze 10 Sekunden.

Alfa Romeo GT Junior © flickr / Niblem

Wer heute noch einen gut erhaltenen 1750er  erstehen will, muss tief in die Tasche gereifen, denn der “Bertone” ist nach wie vor sehr beliebt.

Eben ein echer Klassiker.    [...mehr]


Jensen Motors wird nicht jedem Menschen auf Anhieb ein Begriff sein, zumal die Marke eigentlich seit den 70er Jahren untergegangen ist, wenn man mal von den kurzlebigen Wiederbelebungsversuchen absieht. Der Jensen FF war zu seinerzeit eine technische Revolution, konnte der gut motorisierte Sportwagen schon lange vor dem legendären Audi Quattro mit einem Allradantrieb aufwarten.

Jensen FF

Der wahre Wert des Jensen FF liegt jedoch in seiner geringen Stückzahl begründet, denn insgesamt wurden gerade einmal 320 Exemplare verkauft. Aus heutiger Sicht würde man sicherlich nicht gerade als Schmuckstück bezeichnen, weil ihm der Hauch von britischer Biederkeit anhaftet. Die lang gezogene Motorhaube erinnert ein wenig an die James Bond-Filme der 60er Jahre, in denen solche Modelle gern zum Einsatz kamen, was an sich ja keine schlechte Reputation ist.    [...mehr]


Der Opel GT

Dieser Titel ist mir ausnahmsweise mal leicht gefallen! :) Der berühmte Werbeslogan zum coolsten Auto der 68er ist nämlich ebenfalls Kult geworden.

Tatsächlich flog es sich mit dem Opel GT um einiges schöner als mit der versammelten Konkurrenz. Der Sportwagen schlug in Deutschland ein, wie ein Alien auf der schwäbischen Alb.    [...mehr]


Horch 853 Frontpartie

Der Horch 850 - eine Bauserie, die auch den letzten Zweifler anno 1935 davon überzeugte, dass es nur einen König der Automobilbauer gab: Die Horch Werke. Die Nachfolgeserie des Horch 500 überzeugte damals mit ihrer sanft geschwungenen Karosserie und einem Design, nach dem sich die Reichen und Schönen die Augen ausschauten.

Der Horch 853 ist das Kabriolett der Serie - noch heute gilt es als der weltweit schönste Sportwagen dieser Zeit. Angetrieben wird dieses Wunder der Automobilkunst von einem 8zylindrigen 4-Takt-Motor mit 4,944 ccm Hubraum. Eine Höchstgeschwindigkeit von 135 km/h bei einem Gewicht von zweieinhalb Tonnen - dieser Wagen konnte noch beides: Gut aussehen und Leistung bringen.

Horch 853 Seitenansicht

Das Gefährt wurde in einer exklusiven Stückzahl von nur 619 Exemplaren hergestellt. Der Verbrauch von 22 Litern auf 100 km/h ist für ein Gefährt aus dieser Zeit relativ normal, auch wenn er natürlich vom heutigen Standpunkt aus ein extremes Kostenloch darstellt.

Dafür verzaubert der Wagen jede Straße, die er entlanggleitet. Er wird heutzutage noch des öfteren bei Hochzeiten, auf Oldtimer-Treffs und natürlich auf Messen gesichtet. Für mich jedes Mal ein Highlight. Wenn man den Horch sieht, versteht man auch verstehen, warum Horch und nicht Stoewer zu der Zeit das Mass aller Ding war




[...mehr]


Seite 7 von 8« Start...«45678»