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Der VW T1 wurde ein überaus erfolgreiches Nutzfahrzeug. Dass der Volkswagen T1 auch als Kleinbus erhältlich war, machte ihn auch für den privaten Einsatz interessant.

Dass der VW T1 als kastiger Transporter debütierte, war den niederländischen Behörden zu verdanken: Die wollten keine Lastenkarre, bei der der Fahrer am Heck, also hinter der Ladung sitzt. So stricken die Wolfsburger das Konzept um, der Käfer steuerte neben dem 25 PS starken Heckmotor auch das Getriebe für den Volkswagen T1 bei. Dies musste jedoch erst von Porsche überarbeitet werden, um den geänderten Anforderungen zu genügen. Das stromlinienförmige Design der Karosserie hatte einen cW-Wert von 0,45 – nicht übel für ein Nutzfahrzeug von 1950. [...mehr]
Muss ein Wolga Pkw über eigenständiges Design verfügen? Nein. Der Wolga M21 bedient sich gestalterisch ohne mit der verchromten Wimper zu zucken beim Klassengfeind.

Der Wolga M21 wies tatsächlich wenig eigene Ideen auf: Ordentlich Chrom und ein primitives, wie wohl äußerst robustes Trampelfahrwerk mit hinterer Starrachse an Blattfedern kommen dem Autofan bekannt vor – allerdings aus vom US-amerikanischen Markt beziehungsweise seinen europäischen Ablegern wie Opel und Ford. Letzterer dürfte für sich in Anspruch nehmen, den Stern an Stelle der Weltkugel im Kühlergrill hervorgerufen zu haben, während Mercury als Schwestermarke der blauen Pflaume ein sehr ähnliches Seitenprofil einige Jahre vor dem Wolga Pkw zeigte. [...mehr]
Der NSU Prinz 4 war durch sein geringes Gewicht von 590 kg erstaunlich fahraktiv. Was dem NSU Prinz jedoch schadete, war grundsätzlich das lange Festhalten am Heckmotor.

Der NSU Prinz 4 löste ab 1961 mit seiner moderneren, sachlicheren Karosserie seine drei Vorgänger ab. Jene NSU Prinz-Modelle entsprechen eher dem Pontonlook der frühen 50er Jahre, während der Prinz 4 an den - zumindest optisch – fortschrittliche Chevrolet Corvair angelehnt war. Dies wird vor allem an der verchromten Gürtellinie mit ihrer einschneidenden Wirkung sichtbar. Wie dieser hatte auch der Prinz 4 einen luftgekühlten Motor, allerdings mit zwei Zylindern anstelle von sechsen. Da er wie auch der Corvair als VW Käfer-Gegner fungieren sollte natürlich auch luftgekühlt. [...mehr]
Der Fiat 850 galt als Mobilitätsgarantie für halb Europa. Noch heute ist der fahraktive Kleinwagen gefragt – unter anderem als Fiat 850 Coupe.

Dass der Fiat 850 auch als Coupe zu haben sein musste, war eine in jeder Beziehung weise Entscheidung: Günstiger ließ sich mit Fiat 850 Sport nicht treiben, spaßiger mit Ausnahme des abgeleiteten Siata Spring auch nicht unbedingt.
Das heckgetriebene Fiat 850 Coupe wurde wie der 850 Spider im Jahr 1965 präsentiert; beiden trugen den mit 843 ccm nicht besonders hubraumstarken Reihenvierzylinder aus der 850 Limousine, seinerseits eine Weiterentwicklung des Triebwerks vom Fiat 600. Hier sorgte allerdings ein Weber Fallstromvergaser 30 DIC1 für 47 PS im 850 Coupe und für 49 im Spider. Das Drehmoment lag bei überschaubaren 61 bzw. 63 Nm. [...mehr]
Kommodes Reisen war im BMW 2000 ein leichtes. Sportlich wurde es, hatte man sich für den BMW CS – das Coupe – entschieden.

Beim BMW 2000 steht die Zahl für den gerundeten Hubraum in ccm, der sich auf vier in Reihe gelagerte Zylinder verteilt. Heißestes Modell der Baureihe war natürlich der BMW 2000 CS. Das C beim BMW CS stand für Coupe, das S für Viergang-Schaltgetriebe – und mit dem war es eine Wonne, die 120 PS und 167 Nm Drehmoment an die angetriebene Hinterachse weiterzuleiten. Damit waren im BMW CS flotte 10,5 Sekunden für den Spurt von 0 auf 100 km/h nötig, die Höchstgeschwindigkeit lag bei mehr als respektablen 185 km/h. da bedurfte es schon mindestesn eines Opel Commodore, um Mitzuhalten. [...mehr]
Mit der Lancia Flavia hatten die Italiener nicht nur ein bildhübsches Auto geschaffen – das Lancia Coupe fuhr auch recht narrensicher.

Was der Lancia Flavia heute Punkte auf Oldtimertreffen einbringt, war früher Quell des Ärgernisses: Bei seiner Einführung im Jahr 1960 stimmte die konservative Optik des Blechkleides noch – doch sah das Lancia Coupe spätestens ab der zweiten Hälfte der 60er-Jahre doch arg veraltet aus. Eine Einstellung vom Lancia Flavia Coupe, das ferner auch als viertürige Limousine zu bekommen war, wurde zunächst nicht erwogen – ein technisches Update sollte der mechanisch für damalige Verhältnisse avantgardistischen Firma Aufschub gewähren. [...mehr]
Der Buick Skylark sah aus wie ein großes Auto und war auch dementsprechend ausgestattet. Doch tatsächlich war der Skylark klein, leicht und agil.

Der Buick Skylark kam 1961 als Upgrade für den Special auf den Automarkt, um auch für erheblich anspruchsvollere Kunden einen Kompaktwagen bereitzuhalten und sie so von Ford Falcon und dem ebenso günstigen Chevrolet Corvair abzuhalten. Optisch war das zunächst nur als zweitüriges Coupe, später auch als Hardtop und Cabrio erhältliche Fahrzeug streng den Fullsize-Modellen angepasst. Technisch glichen sie ihnen ebenfalls, mit Frontmotor und vorderer Einzelradaufhängung sowie Heckantrieb mit Starrachse. Eine flexible Kardanwelle und einen riesenhaften Vierzylinder wie beim verwandten Pontiac Tempest hielt man für zu gewagt. [...mehr]
Darf es ein bisschen mehr sein? Chevy Suburban-Fahrer kennen die Frage nicht nur vom Tankwart. Doch im Chevrolet Suburban war nicht nur der etwa 150 Liter fassende Tank ein wenig größer.

Der Chevrolet Suburban ist genau das richtige Gefährt für Menschen mit großen Transportbedarf. Zwei ordentliche Sitzreihen und dahinter eine Garage groß genug für einen Smart – das bot sonst keiner an. In den ersten Modelljahren war der Suburban von Chevrolet ein großer Kombi mit zwei Türen, Frontmotor und Heckantrieb - quasi ein schwerer Pkw. Recht bald basierte der Chevy Suburban auf dem Fahrgestell der leichten Bowtie Pick Up Trucks und ging damit als Geländewagen bzw. später als SUV durch, anfangs noch mit zwei Türen. Ab 1960 konnte auf der Optionsliste Allradantrieb angekreuzt werden, womit das Fahrzeug als „Chevrolet K“ klassifiziert wurde – die Hecktriebler hießen Chevrolet C. [...mehr]
Der Mercedes W116 war jene S-Klasse, die noch heute gern mit dem günstigeren W123 verwechselt wird. An der Ampel löscht der 450 SEL 6.9 aber alle Zweifel aus.

„Mit dem 450 6.9 bauen wir einfach mal einen Wagen, um alle, wirklich alle Mitbewerber wie Autos von gestern aussehen zu lassen!“ Anders kann es im Lastenheft für das Topmodell der Mercedes W116 Reihe kaum gestanden haben. Denn der im Jahr 1975 debütierte Mercedes 450 SEL 6.9 hatte nicht nur den vergrößerten V8 aus dem Mercedes 600, sondern von allem ein bisschen mehr, ohne kitschig zu wirken. Niveauregelung, elektrische Gardinen, Scheinwerferwaschanlage, Klimaautomatik anstelle ordinärer Klimaanlage, eingebaute Vorfahrt… Hier wurden die Insassen wirklich verwöhnt; wer sich diesen Trumm leisten konnte, hatte es definitiv nach ganz oben geschafft. [...mehr]
Der Plymouth Fury kam 1956 als Topmodell über dem Plymouth Belvedere in die Autohäuser und war anfangs nur als weißes Coupe erhältlich.

Ab 1959 ersetzte der Plymouth Fury den Belvedere vollständig, der später als Intermediate zurückkehren sollte. Nach dem Debakel mit den geschrumpften Fullsizes zu Anfang der 60er fand der Fury ab 1965 zu alter Größe zurück und war als Fury I, Fury II, Fury III sowie Sport Fury erhältlich. Damit zielte die Chrysler Corporation direkt auf die großen Chevy Biscayne, Bel Air, Impala und Impala SS. Der für 1966 eingeführte Plymouth VIP (Very Important Plymouth) sollte es wiederum mit den luxuriösen Chevrolet Caprice und Ford LTD aufnehmen. Tatsächlich hatten die Plymouth Fury Modelle wesentlichen Anteil am Plymouth Absatz dieser Zeit. [...mehr]

