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Wie der Name schon sagt, liegen die Wurzeln von Hispano Suiza sowohl in Spanien als auch in der Schweiz. Kein Wunder also, dass das Wappen unterhalb des Storchs auch die Flaggen beider Länder trägt. Jedoch verlief die Firmengeschichte anfangs alles andere als erfolgreich.

1899 war die Geburtsstunde von Hispano Suiza, gewissermaßen. In der Schweiz wurde der junge Ingenieur Marc Birkigt von einem Studienkollegen um Hilfe ersucht. Dieser verzweifelte in Barcelona an der Entwicklung eines elektrischen Omnibusses.

Hispano Suiza © flickr / Cambridge Cat

Und auch wenn dieses Projekt scheiterte, gründeten beide eine kleine Fahrzeugbaufirma. Die Marke „La Cuadra fertigte jedoch nur 10 Fahrzeuge, bevor sie 1902 tief in den roten Zahlen versunken war. Und auch das Nachfolgeunternehmen J.Castro s.en.c. Hispano-Suiza de Automóviles ging zwei Jahre später pleite.

Mit neuen Geldgebern gelang der Neuanfang 1904 als Hispano-Suiza Fabrica de Automóviles SA. Der neue Start begann auch jetzt wieder zögerlich. Doch mit Alfonso XIII, dem König von Spanien, und liquiden Geldgebern gelang es dem Unternehmen, die ersten Jahre und auch die Wirtschaftskrise zu überstehen.    [...mehr]


Zur Zeit ist es das einzige seiner Art. Weltweit gibt es kein zweites Museum für historische Maybach-Fahrzeuge. Ein wenig ungewöhnlich ist dies schon, war doch die Marke lange Zeit das non plus ultra in der Oberliga des Automobilbaues.

Dieses einzigartige Museum verdanken wir nicht etwa einer Initiative des Mercedes-Benz-Konzerns, dem heutigem Besitzer der Traditionsmarke, sondern dem passionierten Sammler und nun Museumsgründer Helmut Hoffmann.

Maybach © flickr / montillon

Der 57-Jährige widmet 2.500 Quadratmetern Ausstellungsfläche der Hommage an die Konstrukteurslegende und Firmengründer Wilhelm Maybach.

Maybach hatte vor fast genau hundert Jahren sein Unternehmen zusammen mit dem deutschen Luftschiffkonstrukteur Ferdinand Graf von Zeppelin als Luftfahrzeug-Motorenbau GmbH gegründet.

Maybach begann ursprünglich als Hersteller von Luftfahrzeugmotoren

Erst nach der Zwangsumstellung der Produktion gemäß dem Versailler Vertrag nach dem Ersten Weltkrieg stellte Maybach Automobile her. Schon in den 20er Jahren waren die „Luxusschiffe“ von Maybach das non plus ultra des gehobenen Automobilbaues. Unglücklicherweise endete diese Hochzeit der Marke mit dem Zweiten Weltkrieg. 1960 übernahm der Nachfolgekonzern Daimler Benz die Maybach-Motorenwerke. Aber erst 40 Jahre später, 2002, wurden wieder Autos unter dem Namen Maybach produziert.


Nur 1.800 Fahrzeuge hat Maybach bis 1941 gefertigt

Während der „guten Jahre“ zwischen 1921 und 1941 wurden ungefähr 1.800 Fahrzeuge gefertigt. Lediglich 160 davon existierten heute noch. In den letzten 20 Jahren gelang es Helmut Hofmann, 16 davon zu erstehen. Sie sind ohne Frage die Glanzstücke seines Oldtimermuseums für historische Maybach-Fahrzeuge und sicherlich unbezahlbar.    [...mehr]


Bekannt ist der Mercedes Benz 200D vor allem als das meist gefahrene Taxi seiner Zeit. Die deutlich schwächer motorisierten  Dieselvarianten des Mercedes Benz W 110, 190D und 200D, verkauften sich wesentlich besser als die Benziner.

Bis zum Erscheinen des Opel Rekord 2100 D im Jahre 1972 war Mercedes nach der Einstellung des Borgward 1800 Diesel in Deutschland alleine auf weiter Flur, wenn es um die Verwendung der Selbstzünder ging.

Mercedes Benz 200D © flickr / skidrd

Die Dieselversionen des W110 waren vor allem wegen ihrer Langlebigkeit und Zuverlässigkeit in Verbindung mit ihrem geringen Treibstoffverbrauch und dem großen Kofferraum als Taxi in Deutschland und der Welt sehr beliebt. Obwohl sie mit 55 PS und 127 km/h Spitze über relativ wenig Motorleistung verfügten, liefen beide Versionen in den Produktionsjahren 1961 bis 1968 insgesamt 387.263 Mal vom Band. Die bis zu 120 PS starken Benziner brachten es trotz drei verschiedenen Modelle „nur“ auf 241.019 produzierte Exemplare.    [...mehr]


Die Auto Bild Klassik veranstaltet dieses Jahr zum zweiten Mal die große Oldtimer-Rallye von Hamburg nach Berlin.

Die erste Hamburg-Berlin Klassik Rallye war im letzten Jahr ein voller Erfolg: Nicht nur wurden viele Oldtimer nach Gleichmäßigkeit und Zuverlässigkeit gewertet, die Zuschauer an den Etappenposten waren auch begeistert von den großartigen und teilweise skurilen Klassikern.

Oldtimer Hamburg-Berlin Rallye © Flickr/traui

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Nein, dies ist kein Scherz. 1957 erhielt der Chefkonstrukteur von Opel, Dr.-Ing. Karl Stief, vom amerikanischen Mutterkonzern General-Motors die Order, einen „perfekten Anti-VW“ zu entwickeln. Der Opel Kadett A 1000 sollte die Marktdominanz des VW Käfers brechen.

Der erste seiner Art war der Kadett freilich nicht. Schon in den 30er Jahren des vergangenen Jahrhunderts wurde in Rüsselsheim ein Fahrzeug mit dem Namen „Kadett“ gefertigt.

Opel Kadett A 1000 © Wikipedia

Vom „neuen“ Kadett erfuhr die Öffentlichkeit sehr wenig. Erst als in Bochum eigens ein neues Werk gebaut wurde, deutete es sich an, dass Opel ein neues Modell in Planung hatte. Mehr, als dass es ein Kleinwagen werden sollte, erfuhr man aber jetzt auch noch nicht.

Sehr viel Informationen über die Entwicklungszeit des Kadett sind bis heute nicht bekannt. Opels Heimlichtuerei war in dieser Hinsicht ein voller Erfolg.    [...mehr]


Bei der Marke Honda denkt man nicht an Oldtimer. Kaum jemand erinnert sich an vierrädrige Hondas, die älter sind als die erste Generation des Civics. Und doch hat der einzige neben Toyota unabhängige Fahrzeughersteller der Autowelt einige Automobile geschenkt, die Anerkennung verdienen.

Es verwundert nicht wirklich, dass Honda immer noch hauptsächlich mit Motorrädern in Verbindung gebracht wird, zumindest in Europa. Dies ist vor allem der Präsenz der Motorradmarke im Rennsport, dank Valentino Rossi, und dem guten Ruf der ihrer Bikes geschuldet.

Honda Z600 © Wikipedia / Charles01

Zudem ist das 1948 gegründete Unternehmen erst seit Mitte der 1960er im Automobilbau präsent und beschränkt sich nicht nur auf KFZs, sondern ist auch im Flugzeugbau und der Elektronik tätig.

Der Honda Z ist nun ebenso klein wie selten. Vielleicht ist dies auch der Grund, warum er in Europa alles andere als einen Wiedererkennungswert besitzt. Gerade einmal von 1970 bis 1974 wurde es produziert, das Coupé auf Basis der Limousine N600. Und auch dem einzigen Nachfolger, der 1998 wieder ein „Z“ im Namen trug, blieb ein langfristiger Erfolg versagt.    [...mehr]


Eigentlich ist der Typ 85Q ein Audi 80, nur eben mit dem berühmten Quattro-Antrieb. Die Bezeichnung Typ 85Q war ursprünglich nur ein Werksinterna, wurde aber schnell auch außerhalb der Werke in Ingolstadt gebräuchlich.

Der Audi 80 B wurde 1978 als Nachfolger der ersten Modellserie vorgestellt. Für das Design zeichnete sich  zuerst Claus Luthe verantwortlich. Als dieser aber zu BMW wechselte, übernahm Giorgio Giuiaro die Regie bei dem Projekt.

Audi Quattro Typ 85 © flickr / The Car Spy

Dementsprechend wurde das Modellprogramm der Ingolstädter neu geordnet. Nachdem der „Urquattro“ 1980 als einziges in Großserie produziertes Straßenfahrzeug mit Allradantrieb seine Erfolgsserie startete, wurde das Quattro-Logo zum Markenzeichen aller Allrader von Audi und ziert bis heute in jeder Modellreihe mehrere Fahrzeugtypen.

1982 erhielt auch der Audi 80 einen Quattro-Antrieb. Äußerlich wurde der 80 dem Coupé und dem „Urquattro“ angepasst, was Kenner der Fahrzeuggeschichte ein wenig schmunzeln lässt, sind doch das Audi Coupé und der Quattro eigentlich selbst Ableger des Audi 80B.    [...mehr]


Als Schüssel für Kleinstadtproleten mit Pornobalken verschrien, der Fahrer Zielobjekt unzähliger Witzeleien und Klischees, von Fuchsschwänzen, Spoilern, Breitreifen und Rallyestreifen verunstaltet und trotzdem nicht nur bei Liebhabern mit einseitiger Bräunung am linken Unterarm Kult… . Oder vielleicht gerade deswegen?

Gemessen an den Stückzahlen waren die beiden Manta-Serien ein voller Erfolg. 1.056.436 Wagen wurden verkauft und allein 557.940 davon waren B’s. Der letzte von ihnen, ein weißer Manta B GSI, rollte am 28. August 1988 direkt vom Werksgelände ins Museum. Seit dem lebt und leidet der Manta B unter seinem mehr oder weniger legendären Ruf.

Opel Manta B © flickr / Stuart Fleming

Der Urmanta, der Manta A von 1970, erinnerte sehr an die klassischen Pony-Cars aus Amerika, musste aber mit wesentlich weniger Motorleistung auskommen. Das Coupé der Limousine Opel Ascona A brachte es in der stärksten Serienmotorisierung gerade einmal auf 1,9 Liter Hubraum und 90 PS. Auch der Capri, mit dem die Amerikaner den Erfolg ihres Ford Mustangs auch in Europa fortführen wollten, konnte in Sachen Motorleistung nicht annähernd mit dem amerikanischen Vorbild mithalten. Es war eher die sportliche Karosserie, die bei den deutschen „Pony-Cars“ zum Verkaufsargument avancierte.    [...mehr]


Irgendwie denkt man sofort an die Prohibition und Al Capone, wenn man den Adler Primus erblickt. Aufrechte Karosserie, Starrachsen und große Scheinwerferaugen. Doch wie viel der insgesamt 6.713 gefertigten Fahrzeuge wirklich in Chicago gefahren sind, kann keiner sagen.

Gefahren ist Capone sicherlich nie einen, denn in den Jahren, in denen der Primus in Deutschland vom Band lief, saß der Gangsterboss schon längst auf Alcatraz ein.

Adler Trumpf © flickr / dave_7

Ursprünglich stellte Adler Fahrräder her, erst 1900 begannen die Werke in Frankfurt damit, auch Automobile zu produzieren. Zu Beginn des Ersten Weltkrieges waren die Adler-Werke der größte Automobilhersteller Deutschlands. Jedes fünfte Fahrzeug auf deutschen Straßen war derzeit ein Adler. Auch nach dem Weltkrieg konnte Adler seinen Erfolg ausbauen, doch den nächsten Krieg und seine Folgejahre überstanden auch die Adler-Werke nicht. 1955 gingen sie in der Grundig-Gruppe auf, aber bis dato, waren 212.000 Adler vom Band gelaufen.

Zu den legendären Klassikern der Marke gehören der Adler Primus und sein “Zwilling” der Trumpf. Er war etwas moderner gestaltet, musste sich aber mit magerer Technik begnügen.

Der Primus, der von 1932 bis 1938 gefertigt wurde, verfügte bereits über  moderne hydraulische Bremsen und eine zentrale Schmieranlage. Trumpffahrer mussten sich weiterhin mit Seilzugbremsen und Schmiernippeln abmühen. So wurde trotz des konservativem Design die konzerninterne Hierarchie zwischen dem Primus und dem Trumpf gewahrt. Dennoch hatte der Trumpf in Stückzahlen gerechnet  ungefähr doppelt soviel Erfolg.

Runde 30 PS auf 1.504 cm³ trieben die erste Baureihe des Primus auf eine Höchstgeschwindigkeit von 90 km/h. Der Vier-Zylinder-Reihenmotor verbrauchte im Schnitt zehn Liter Normalbenzin auf  100 Kilometer. 3.600 Reichsmark kostete der Primus seinerzeit. In den Jahren nach 1934 gab es die Limousine dann auch noch mit 1,7 Litern Hubraum und 38 PS.

Bei einer derart geringen Stückzahl ist der Adler Primus auf jedem Oldtimertreffen eine Seltenheit.    [...mehr]


Der R-Type trägt seinen Beinahmen “Fliegender Teppich” zu recht, war er doch, als im Jahre 1952 die Produktion begann, das schnellste viersitzige Coupé der Welt.

Entwickelt wurde dieser Bentley als schneller Tourenwagen und sollte die Nachfolge des Bentley Mark VI antreten.

Bentley R-Type © Wikipedia / Maciej Dembiniok

Lediglich 2.528 Exemplare wurden in den Produktionsjahren 1952 bis 1955 gebaut. Darunter 303 R-Type’s mit Karosserie-Sonderanfertigungen, Bentley hatte doch tatsächlich auf Kundenwunsch nur den Rahmen mit Motor ausgeliefert, und 207 R-Type Continental, die für den europäischen Markt gedacht waren.

Seine Verwandschaft zu den Vorkriegsmodellen von Bentley ist dem R-Type noch deutlich anzumerken. Bis auf Höhe der hinteren Türen gleich er dem Mark VI beinahe völlig. Erst das Heck des Boliden “stört” diesen Vergleich. An die Türen schließt sich ein geräumiger, weit ausholender Kofferraum an, der von einer einteiligen, gewölbten Aluminiumhaube verschlossen wird.    [...mehr]


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