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Die Geschichte von Rover ist an die der Konzernmutter Britisch Leyland geknüpft und mit einem sehr wechselvollen Ende behaftet. Dabei hätte der Rover SD1 das Ruder mit Sicherheit herumreißen können.

Der Rover SD1, der im Jahr 1976 das Licht der Welt als Nachfolger des P6 und des Triumph 2000 erblickte, sah enorm fortschrittlich aus – unter der durchaus modernen Fließheck-Karosserie im Stile des Citroen CX ging es jedoch weit biederer zu: Anstelle der im Rover P6 verwendeten hinteren DeDion-Achse musste im SD1 eine trommelgebremste Starrachse reichen. Für den heimischen Markt reichte es tatsächlich aus. Doch auf dem technisch etwas anspruchsvolleren Kontinent konnte Rover mit dem Neuentwurf nicht überzeugen. Hier blieb man bei lieber bei den gewohnten CX, BMW 5er und Mercedes W123. [...mehr]
Mit dem Opel Frontera stellten die Rüsselsheimer auf dem Genfer Salon im März 1991 als einer der ersten deutschen Hersteller ein günstiges, geländetaugliches Freizeitfahrzeug mit Allradantrieb vor.

Mit dem Opel Frontera deckte der Blitz die Nische der allradgetriebenen Freizeit-Modelle ab, einem von den USA a la Blazer S10 inspirierten Wachstumsmarkt in Europa. „Der Opel Frontera entspricht als Freizeit-Automobil dem veränderten Lebensstil der Autokäufer der 90er-Jahre. Sie verfügen über mehr Freizeit, sind sportlich aktiver und dokumentieren dies auch durch den Kauf vielseitig nutzbarer Fahrzeuge,“ erklärt der Pressetext von 1991. Ein weichgespültes Opel SUV war der Frontera indes nicht: Der Geländewagen schlug sich offroad bestens; dies ließ sich durch gezieltes Opel Tuning noch erheblich steigern. [...mehr]
Einen Schönheitspreis gewann der Renault R4 nie, doch darauf hatte es der französische Staatsbetrieb auch nie angelegt. Die immensen Verkaufszahlen des Renault 4 sprachen ohnehin eine Sprache für sich.

Der Renault R4 half nicht sonderlich, den Ruf französischer Autos als sichere oder besonders zuverlässige Fahrzeug zu etablieren. Doch den Kunden des R4 war dies herzlich egal. Sie wollten ein in Anschaffung und unterhalt günstiges Auto, und da bekamen sie auch. Die Raumökonomie war schon bei der Markteinführung im Jahr 1961 fortschrittlich. Wer einen aktuellen Kleinwagen neben den Renault 4 stellt, hat kaum mehr Platz und muss obendrein noch feststellen, dass das Prinzip hoch bauender Fahrzeuge auch nicht so fürchterlich neu ist, wie mancher Autohersteller glauben machen möchte. [...mehr]
Der VW Golf GTI steht nun schon seit 35 Jahren für ultimativen Fahrspaß! Seit 1976 hat sich beim Tuning-Klassiker allerdings einiges verändert. Ab Mai 2011 soll es sogar eine neue Special Edition geben!
Als der erste VW Golf GTI 1976 raus kam, war er der Inbegriff von Sportlichkeit zu einem günstigen Preis. Mit seinen 110 PS und einer Maximalgeschwindigkeit von 182 km/h zählt die erste Version des Golf GTI immer noch zu den absoluten Klassikern. Doch das beliebte Tuning-Modell hat sich in den letzten Jahren deutlich verändert. [...mehr]
Bentley benannte den Mulsanne nach einem Abschnitt des Le Mans-Kurses. Auf jenem hätte der schwere Bentley Mulsanne Punkte jedoch höchstens als Anreise-Fahrzeug gesammelt.

Der Bentley Mulsanne war genau das richtige Fahrzeug für all jene, denen ein Rolls Royce zu viel Rentner- und Chauffeur-Image versprühte. Dabei unterschied sich der Bentley vom weitestgehend baugleichen Rolls Royce Silver Spirit vor allem durch den charakteristischen Kühlergrill und die Embleme. Am Heck ließen sich die Designer der 1980 eingeführten Limousine ungünstigerweise von den niederen Ford Granada und Volvo 244 inspirieren, weswegen die Kehrseite der edlen Kalesche nicht ansatzweise mit der weitaus repräsentativeren Frontpartie mithalten kann. [...mehr]
Bestattungswagen gleichen im Ansehen der Oldtimer-Fans Rentnerfahrzeugen: Sie glänzen meist mit wenig Laufleistung und Top-Pflege. Denn Leichenwagen waren teuere Anschaffungen, mussten sich also über lange Zeit amortisieren.

Wer einen Leichenwagen kaufen will, sollte sich von vornherein der Konsequenzen bewusst sein: Ein Großteil der – typischerweise unwissenden und intoleranten – Mitbürger wird einen nun für einen Goth, Grufti oder bei völliger geistiger Umnachtung auch für einen Emo halten. Dabei gibt es für Singles oder kinderlose Paare kaum bessere Gebrauchtwagen als gebrauchte Bestattungswagen: Ein Leichenwagen wird vom Bestatter aufgrund des Status als mobiles Aushängeschild typischerweise sehr gut in Schuss gehalten und allerhöchstens bei den ohnehin seltenen Überführungsfahrten etwas flotter bewegt, ist also quasi nie verheizt. [...mehr]
Kaum ein Mercedes Oldtimer prägt so das Straßenbild wie der W123. Warum der Mercedes W123 so beliebt ist, lässt sich nur erahnen – dass er eben ein Benz ist, stellt nur einen triftigen Grund dar.
Der Mercedes W123 gehört zu den gefragtesten Mercedes Gebrauchtwagen vergangener Tage – kein Wunder, hat er doch viel Vorzüge zu bieten: Sparfüchse wählen den Mercedes 200 D oder 240 D mit sparsamen, aber nicht sonderlich temperamentvollen Selbstzündern, Genießer entscheiden sich für den Mercedes 280 E, während Daily Driver sich vielleicht für die 200, 230 und 230 E Benziner erwärmen können. Dass der Mercedes Oldtimer auch dank des großzügig verteilten Chroms optisch als solcher klar zu erkennen ist, hilft Sozialneid schon im Aufkommen zu ersticken. Zudem saß fast jeder schon einmal in einem drin und konnte vorn wie hinten Fahrkomfort und gute Platzverhältnisse am eigenen Leib erfahren. [...mehr]
Land Rover – klar, die mit den völlig spartanischen Kraxlern. Dass diese Firma etwas derart komfortables wie den Range Rover erdachte, traf viele völlig unerwartet.

Als Land Rover feststellte, dass es sowohl knorrige, unbezwingbare Geländewagen als auch luxuriöse Limousinen gab, war klar, dass ein gelungene Mischung her musste: Im Gegensatz zu heutigen SUV, die höchstens wie Geländewagen aussehen, sollte der Range Rover sich auch in äußerst unwegsamem Terrain souverän fortzubewegen. Damit hatte der britische Landadel endlich einen adäquaten Jagdwagen, wollte man dem Shooting Brake auf Aston Martin-Basis den matschigen Waldweg nicht zumuten. 1970 eine echte Sensation – ein 445 cm langes Nutzfahrzeug voller Komfortfeatures. [...mehr]
Der Mitsubishi Colt ist hierzulande gut bekannt. An den Colt A 150, die erste nach Europa exportierte Serie, erinnert sich indes kaum noch jemand – quasi alle sind mittlerweile verschwunden.

Der Mitsubishi Colt ist in Europa das Mitsubishi Auto, das bislang am längsten auf dem Markt verfügbar ist – bereits 1978 kam er als Kompaktwagen hierzulande zu den Händlern, quasi pünktlich zur zweiten Ölkrise. Der Verbrauch des kleineren zwölfhunderter Mitsubishi Motors von 9 bis 11 Litern passte da gut, doch auch der anstelle von 55 PS derer 70 leistende 1.4-Liter Reihenvierer, der 8 bis 12 Liter schluckte, entsprach durchaus den damaligen Anforderungen. Heute wird ein mit rund 2,7 Tonnen rund dreimal so schwerer Cadillac Escalade mit Komfort – nicht bloß Platz – für sieben Mitfahrer und über 400 PS für 15 Liter verurteilt. [...mehr]
Der Peugeot 505 stand in der Kundengunst weit weniger gut dar als sein legendärer Vorgänger. Zudem ging mit ihm die Ära der französischen Pkw mit Heckantrieb zu Ende.

Der Peugeot 505 wird von vielen als der letzte echte Peugeot angesehen – kein Wunder, war doch traditionell diesem Peugeot Sport eine Abneigung: Seine wahren Talente spielte er vor allem als Peugeot 505 Diesel auf der Langstrecke aus: Rasant ist er nicht, nein, aber auch nicht totzukriegen und dabei sehr genügsam. Damit punktete der ab 1979 hergestellte Nachfolger des Bestsellers Peugeot 504 vor allem in Afrika – sowohl die Limousine als auch der mit sage und schreibe acht Plätzen erhältlich Peugeot 505 Kombi Familiale waren wie schon der 504 äußeres robust und unkompliziert gebaut. [...mehr]





