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Um den günstigen ausländischen Import-Fahrzeugen, allen voran dem VW Käfer, etwas entgegenzusetzen, hatte Ford ab 1959 den kompakten Falcon im Angebot. Mit seiner Einstellung im Jahr 1969 tat sich eine Lücke auf, die es nun zu füllen galt.

Ford Maverick Grabber vom 1973 ©Wikipedia /Bull Doser
Der Ford Maverick kam für das Modelljahr 1970 zunächst als zweitürige Limousine mit einer    [...mehr]


Der NSU Ro80 ist vor allem durch seinen namenstiftenden Rotationskolbenmotor bekannt. Das unkonventionelle Triebwerk fiel jedoch durch häufige Defekte auf und trug nicht zum Erfolg des Mittelklasse-Autos mit Frontantrieb bei.

NSU Ro80 ©flickr / dmytrok
Der NSU Ro 80 wurde als Alternative zu Mercedes /8, Opel Rekord/ Commodore und Ford 26 M ab 1967 gebaut. Das für damalige Verhältnisse futuristische Fahrzeug polarisierte wie zuvor die    [...mehr]


Wer einst die Tagesschau oder Aktuelle Kamera aufmerksam verfolgte, konnte bei Staatsbesuchen sowjetischer und einiger anderer sozialistischer Staatsoberhäupter seltene Luxuskaleschen erspähen. Diese stammten oft von Zil, wie etwa der Zil 117.

Zil-117 ©Wikipedia /AlexV
Der Zil 117 wurde zwischen 1971und 1968 als reines Repräsentationsfahrzeug in geringen Stückzahlen gebaut und orientierte sich technisch wie stilistisch an den sonst gerne von offzieller    [...mehr]


Der Opel Manta – oder kurz Manta –  ist mehr als 20 Jahre nach Einstellung der Produktion vielen noch immer bekannt als das deutsche Proletenauto schlechthin. Viele werden mit dem Auto jede Menge Klischees assoziieren, beispielsweise den unterbelichteten Fahrer Manni, der bei jeder Witterung den Ellenbogen aus dem Fenster hält, und dessen Freundin, die Friseuse.

Ähnlich wie die Blondinenwitze, die Ostfriesenwitze und andere Gattungen der Witzkultur haben sich auch die Mantawitze fest ins kollektive Gedächtnis der Deutschen gebrannt. Kostprobe gefällig? Steht ein Manta vor der Uni.

Opel Manta, Tuning, Proll, Friseuse, Fuchsschwanz, Ellenbogen, Sportcoupé, Ascona

Dabei kann der Opel Manta auf eine durchaus erfolgreiche und interessante Geschichte zurückblicken. Hergestellt wurde das zweitürige Sportcoupé immerhin fast 20 Jahre, von 1970 bis 1988. Nach der Einführung des Ford Capri im Jahr 1968 wollten die Entwickler der Opel AG einen deutschen Konkurrenten anbieten.

Obwohl die Benzin-Motoren, mit denen der Opel Manta vom Werk aus angeboten wurde, nie an die Leistung der Konkurrenz heranreichen konnten, verkaufte sich der Manta insgesamt über eine Million Mal – für ein Sportcoupé, das sich fast ausschliesslich an junge, männliche Kunden richtete. eine stattliche Zahl.

Der Opel Manta und sein Bruder Opel Ascona

Technisch basierte der Opel Manta auf der interessanterweise erst nach Einführung des Coupés vorgestellten Limousine Opel Ascona. Als die Modellreihen Manta A (1970 – 1975) und Manta B (1975 – 1988) eingestellt wurden, teilte sich    [...mehr]


„An der Spitze des vielseitigen Programms der Gutbrod-Motorenbau G.m.B.H. Steht der Gutbrod-Superior. Dieser Zweisitzer ist ein Fahrzeug für den Kenner, ausgereift in seiner Konstruktion mit echtem Fahrkomfort.“

Gutbrod Superior - Plakatausschnitt ©flickr / Hugo90

So warb Gutbrods Marketingabteilung vollmundig für den Superior. Was machte diesen Wagen mit seinem 700 ccm-Zweitaktmotor nun so herausragend? Die Benzin-Direkteinspritzung. Genau das System, was derzeitig bemüht wird, den Kraftstoffkonsum moderner Motoren einzudämmen.    [...mehr]


Mit dem 1962 debütierten Roadster MG B landete MG als Konzernmarke der British Motor Corporation einen großen Wurf. Was lag da näher, als Coupefreunde mit einem geschlossenen Derivat anzulocken?

Der ursprüngliche MG B GT wurde ab 1965 als dreitüriges Kombicoupé hergestellt und ähnelte bis auf die Größe den damaligen Shooting Brakes. Mit seinem gusseiserne 1,8-l-Reihenvierzylinder, der auch im Roadster zu finden war, beschleunigte der MG B GT zwar etwas langsamer, da wenig schwerer, als sein offener Bruder, konnte aufgrund besserer Aerodynamik jedoch mit 168 km/h Höchstgeschwindigkeit um acht Tachoeinheiten abhängen. Seine Pluspunkte lagen im Handling, die 95 PS hatten mit den 1025 kg Leergewicht keine größeren

MG B V8 mit Minilite-Felgen ©flickr / tonylanciabeta

Probleme, die hintere Starrachse an Blattfedern sorgte für ein mäßig komfortables, aber ehrliches Fahrverhalten. Sitzen konnte hinten indes kaum jemand, selbst für einen 2+2-Sitzer bot der MG B GT auf der Rückbank wenig Platz. Dafür blieb man in jedem Fall trocken und windgeschützt.

MG B GT als Sechszylinder MGC

Zwischen 1967 und 1969 schickte sich MG an, in den engen Motorraum des MG B einen 2,9-l-Reihensechser zu quetschen, um die Einstellung des Austin Healey 3000 zu kompensieren. Die    [...mehr]


Dass der Adler Standard 6 den heimischen Horst erreicht, ist nicht ganz utopisch. Zwar handelt es sich bei dem Mittelklasse-Fahrzeug um ein Vorkriegsauto, doch wurde der Standard 6 in recht ordentlichen Stückzahlen gebaut.

Spektakulärstes Merkmal des Adler Standard 6 war seine Ganzstahlkarosserie des Karossiers Ambi-Budd. Das mag uns heute seltsam erscheinen, löst selbst eine Carbonaußenhaut bestenfalls ein müdes Zucken aus. Doch 1927 kollidierten die Autos noch anders: Hersteller wie Tornax und viele andere bauten ein Gerüst aus Holz und verkleideten es mit Blech oder Kunstleder. Diese aus Amerika übernommene Bauweise hat zweierlei Vorteile, zunächst einmal geht die Karosseriefertigung aus gepressten und gestanzten Blechen erheblich schneller von

Adler Standard 6: Kühlerfigur im Art Deco Stil ©Wikipedia / Patrick Huebgen

statten, zweitens ermöglicht sie – eine genügende Stückzahl vorausgesetzt – ein beliebiges Teil vom Schrott zu nehmen und damit identisches am eigenen Auto zu auszutauschen. Je mehr Handarbeit in den Aufbauten steckte, desto unregelmäßiger und unpräziser wurden und sind sie immer noch. Wer mit dem Ambi-Budd Adler Standard Adler 6 nichts anfangen konnte, bestellte sich einfach ein fahrtüchtiges Chassis und ließ ein außenstehendes Karosseriewerk nach Wunsch die Blechhülle maßschneidern. Der inzwischen so gut wie ausgestorbene Leiterrahmen ermöglichte dies.

Adler 10/45 Standard 6 und Adler 12/50 Standard 6A

Insgesamt gab es vier Ausführungen des Adler 6 Standard, so zunächst von 1927 bis 1930 den Standard 6 (10N). Diesen gab es als 4-türige Tourenwagen und Limousinen sowie als 2-türiges    [...mehr]


Mit dem Opel GT schickten sich die Rüsselsheimer an, problemlose Großserientechnik mit amerikanischen Coke-Bottle-Design zu kombinieren. Das Ergebnis: Während bei VW der Käfer noch läuft und läuft und läuft, bricht im Licht des Blitzes schon die Luftfahrt an: „Nur Fliegen ist schöner!“ titelte die Werbung. Und behielt recht.

Woran erkannt man den Opel GT Fahrer? Am rechten Popeye-Arm. Der erledigte nämlich mit kräftigem Zug am Hebel das Öffnen und Schließen der Scheinwerfer. Das Zugsystem stellt leider gleichzeitig eine der Achillesfersen des Opel GT 1900 wie auch des schwächeren GT 1100 dar, Frontalunfälle ziehen das Gestänge schnell in Mitleidenschaft. Das interessierte die Kundschaft

Opel GT 1900, die deutsche Corvette mit Haubenblase ©flickr / exfordy

des Sportwagens allerdings nicht, sie gab dem formschönen Coupe die Sporen, gerade jenseits vom Atlantik: Über die Hälfte der 103.463 produzieren Opel GT gingen in US-amerikanischen Besitz über. Die Fahrer bekamen Chevrolet Corvette-Optik zum kleinen Preis und mussten im Zweifelsfall nicht einmal General Motors untreu werden, handelte es sich um eingefleischte GM-Fans. Frankophile konnten sich indes an der bei Brissoneau & Lotz produzierten Karosserie erfreuen.

Opel GT 1900 – Rekord-Verdacht trifft zu.

Zuverlässsige Großserientechnik? Aber ja, der Opel GT 1900 hatte sie. Der Opel Rekord C spendierte den 1,9 Liter-Vierzylinder mit 90 PS, der höhere Zylinderkopf forderte jedoch Tribut, der    [...mehr]


Nachdem die Hamburg Berlin Klassik 2009 gerade zu Ende gegangen ist, freut sich die Oldtimer-Gemeinde schon auf die Rallye-Veranstaltung im nächsten Jahr.

Die Oldttimer-Rallye Hamburg Berlin Klassik 2010 kann kaum besser werden. Dafür legten sich die Organisatoren der diesjährigen Ausgabe einfach zu sehr ins Zeug. Das zweite Stattfinden der Tour nach 2008 konnte die Zusammenkunft von historischem Edelmetall fest in der Szene etablieren: Der vom Fachmagazin „Autobild Klassik“ ausgetragene Event glänzte nur so vor Perfektion. Lediglich die 78 Pokale versprühten noch mehr Glanz. Denn die gab selbstverständlich es nur für Teilnehmer, dabei sein ist also auch auf der Hamburg Berlin Klassik 2010 alles.

Was bietet die Rallye Hamburg Berlin Klassik 2010?

Was die Hamburg Berlin Klassik 2010 beinhaltet, steht zum gegenwärtigen Zeitpunkt natürlich noch in den Sternen. Peter Göbel als sportliche Leiter der Oldtimer-Rallye mit Fahrzeugen bis Baujahr 1989 setzte eine ziemlich hohe Benchmark, war er doch zur Ermittlung der einhellig als Rallye Hamburg Berlin Klassik 2010: Opel Diplomat V8 Coupe wieder mit dabei? ©Auto-Reporter/Opel traumhaft angesehenen Strecke 10.000 Kilometer zum Festlegen selbiger unterwegs. Auch am    [...mehr]


Wie Porsche Oldtimer oder Jaguar Oldtimer umgibt Bugatti Oldtimer die Aura eines erlesenen, sportlichen Fahrzeugs. Insgesamt verließen nur knapp 8.000 Fahrzeuge die Fabrik in Molsheim.

Schon zu ihrer Bauzeit zwischen 1909 und 1956, waren Bugattis in kleiner Stückzahl und vor allem extrem teure gefertigte Fahrzeuge. Ein 1925er Bugatti Brescia, der seinerzeit aus Angst einer gewaltigen Importsteuer-Nachzahlung im Lago Maggiore versenkt und jüngst geborgen wurde, mag dazu etwas Aufschluss geben. Neben einigen Tourenwagen und Limousinen waren es vor allem Leichtbau-Sportwagen mit Cabrio Karosserien und die bemerkenswerten Erfolge im Motorsport. Legendär ist die Äußerung des Patrons Ettore Bugatti, einem absoluten Verfechter des Leichtbaus, über die zeitgenössischen Rennwagen von Walter Owen Bentley, die Bugatti wegen ihrer Massivität und riesigen Motoren als „schnellste Lastwagen der Welt“ bezeichnete.

Bugatti Oldtimer – Ästhetik pur

Als Ästhet befand Ettore Bugatti, dass ein Motor nicht nur funktionieren müsse, sondern dazu noch gut auszusehen habe. Für die anmutige Erscheinung seiner Triebwerke nahm Ettore teilweise

Bugatti Type 41 Royale ©flickr / motoyen

auch Leistungseinbußen hin, etwa durch seinem Geschmack entsprechende Ansaugrohre, die durch ihre rechten Winkel den Luftstrom behinderten. Seine Fahrzeuge waren häufig im Art Deco-Stil gestaltet und wiesen teils dramatische Karosserien mit ungewöhnlichen    [...mehr]


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